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Wie Du eine Panik-Katze zum Tierarzt bekommst

Katzen wittern es, wenn es Zeit für einen Tierarztbesuch ist. Was Du tun kannst, wenn sie sich querstellt, ohne dich dabei komplett zerfetzen zu lassen, erfährst Du in diesem Beitrag.

Deine Katze hat regelrechte Panik vor dem Besuch beim Tierarzt? Du hast große Probleme sie einzufangen, um sie in die Transportbox zu setzen?

Leider sind Tierarztbesuche manchmal nicht vermeidbar. Mit den folgenden vier Tipps sorgst Du dafür, dass Du und deine Katze in Zukunft stressfreier dorthin gelangt.

1. Katze an die Transportbox gewöhnen

cat transportbox photoflickr /  Skley / CC-BY-SA-2.0

Steht die Transportbox deiner Katze im Keller oder auf dem Dachboden? Dann lautet der erste Tipp für dich, sie bereits einige Tage vor dem Tierarztbesuch in die Wohnung zu stellen!

Es hat schon Katzen gegeben, die sich nach einiger Zeit mit dem ungeliebten Gegenstand angefreundet und ihn als neue Schlaf- und Rückzugsmöglichkeit auserkoren haben. Wenn Du deiner Katze Zeit gibst, gewöhnt sie sich an den Korb und Du hast es leichter, sie dort hinein zu setzen.

Um diesen Effekt zu verstärken, kannst Du zusätzlich ihr Lieblingskissen in den Korb legen. So fühlt sich dein Tier gleich viel wohler. Mit etwas Glück sitzt deine Katze pünktlich zum Tierarzt-Termin bereits in ihrem Korb und Du musst bloß noch die Klappe schließen.

Eine Transportbox sollte man übrigens immer lieber eine Nummer größer kaufen: Es ist deutlich schwieriger eine Katze in eine zu klein dimensionierte Box zu bringen.

2. Panische Katzen sollte man immer zu Zweit „eintüten“

Ist deine Katze von Natur aus eher ängstlich? Sie wird bereits sichtbar skeptisch, sobald sie ihre Transportkorb sieht?

In hartnäckigen Fällen kann es vorkommen, dass jeder Gewöhnungsversuch an die Transportbox fehl schlägt. In ihre Box bekommst Du sie nur, wenn Du sie überraschst. Natürlich ist es etwas gemein eine Katze derart zu überrumpeln, doch im Notfall kann es nötig sein.

Für diese Methode solltet ihr zu Zweit sein und beherzt zur Sache gehen, damit ihr euer Tier nicht unnötig stresst. Einer positioniert sich mit dem Korb, Öffnung nach oben, auf dem Fußboden. Die Katze sollte sich jetzt möglichst schon in der Nähe des Korbes befinden oder zumindest im selben Raum.

Die zweite Person greift nun das Tier im Genick und hebt es in den geöffneten Korb. Bitte mit der anderen Hand unbedingt den Popo stabilisieren!

Die Person am Korb muss jetzt schnell reagieren: Sobald die Katze drin ist, muss der Korb sekundenschnell verschlossen werden. Es ist deshalb eine gute Idee, sich vorher mit dem Schließmechanismus vertraut zu machen.

Den Nackengriff sollte man nur in äußersten Notfällen anwenden. Es besteht die Möglichkeit der Katze Schmerzen zuzufügen. Katzen mögen es gar nicht auf diese Weise wehrlos gemacht zu werden.

Weiterlesen: Lass das, ich hasse das: Die 10 größten Fehler in der Katzenerziehung

3. Leine statt Katzenkorb verwenden

catleash photoflickr /  Clara S.

Wenn deine Katze ihre Transportbox hasst wie die Pest und Du sie auch nicht per Zwang in die Box befördern möchtest, hilft nur eine Alternative. Wenn dein Tier an die Katzenleine gewöhnt ist, kannst Du sie ebenso mit diesem speziellen Katzengeschirr zum Tierarzt bringen.

Achtung: Mancher Tierarztpraxen sehen es nicht gerne, wenn kätzische Patienten ohne Box vorstellig werden! Erkundige dich im Zweifelsfall zuvor bei deinem Tierarzt des Vertrauens.

Natürlich wird sich eine Katze nicht von jetzt auf gleich an einer Leine zu Tierarzt führen lassen. Sie sollte bereits an das Tragen des Katzengeschirrs gewöhnt sein.

Zunächst sollte sie lernen, dass Geschirr um ihren Hals und Bauch zu akzeptieren. Klappt das gut, kannst Du versuchen sie eine Runde Gassi zu führen.

Es gibt Katzen, die das Spazierengehen sehr lieben und ihre Menschen dann dazu auch auffordern. regelrecht zum Spaziergang auffordern.

4. Deine Katze ist beim Tierarzt, doch sie hasst es, dort zu sein

Der Besuch beim Tierarzt ist für viele Katzen nervenaufreibend. Selbst wenn Du es geschafft hast sie erfolgreich zur Untersuchung zu bringen kann es sein, dass dein Tier mit Stresssymptomen auf das Ereignis reagiert.

Viele Katzenbesitzer schwören auf Feliway. Es ist ein Mittel, das synthetische Katzenhormone zum sprühen enthält. Diese Duftstoffe erzeugen bei deiner Katze ein Gefühl der Zufriedenheit. Du kannst es schon vor dem Besuch beim Tierarzt anwenden, um deine Katze in einer entspannte Grundstimmung zu versetzen.

In unserem Beitrag Mythos Feliway: Das kann das Pheromonspray für Katzen wirklich liest Du, welche Erfahrungen andere Katzenhalter mit diesem Spray gemacht haben.

Featured Image: Lindsey Turner / CC-BY-2.0

Autor(in) Cat News

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