Mit der Katze zum Tierarzt: 4 Tipps, wie der Besuch so stressfrei wie möglich wird

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Katzen hassen nichts mehr, als Veränderungen in ihren täglichen Abläufen. Ein Tierarztbesuch und die Fahrt zur Praxis sind für viele eine stressige Herausforderung. Die folgenden Tipps helfen insbesondere ängstlichen Katzen, den Besuch beim Tierarzt gut zu überstehen.

Dee eine Katze wird beim Tierarzt aggressiv, andere bleiben vollkommen entspannt: Wie genau eine Katze auf den Besuch in der veterinärmedizinischen Praxis reagiert, hängt oft mit Prägung und Erfahrungen aus der Vergangenheit zusammen.

Manche Tierarztbesuche sind nicht vermeidbar. Dazu gehören neben Notfällen auch Vorsorgeuntersuchungen für ältere Katzen. Die folgenden vier Tipps helfen, den Tierarztbesuch so entspannt wie möglich zu gestalten.

1. Transportbox und Akzeptanz: So transportierst Du eine Katze am besten zum Tierarzt

Es gibt vieles, das eine Katze im Wartezimmer einer Tierarztpraxis und auf dem Weg dorthin erschrecken kann: Laute Autos, fremde Menschen, bellende Hunde und schließlich auch andere tierische Patienten, die genau so nervös sind wie sie selbst.

Am sichersten aufgehoben sind die meisten Katzen darum in einer geschlossenen Transportbox. Steht die Transportbox deiner Katze normalerweise im Keller, oder auf dem Dachboden? Das ist nicht optimal, um eine Katze mit diesem Gegenstand vertraut zu machen:

Wenn eine Katze ihre Transportbox nur im Zusammenhang mit ungeliebten Besuchen beim Tierarzt kennt, wird sie immer ängstlich auf diesen Gegenstand reagieren!

Es ist deshalb ratsam die Transportbox im Lebensbereich des Tieres aufzubewahren. Gar nicht mal so selten erhält die Transportbox dann eine zweite Bedeutung für die Katze als so genannter sicherer Ort.

Eine Transportbox erfüllt diese Eigenschaften durch ihre Form und Größe aus Katzensicht perfekt!

2. Ängstliche Katzen: Besser zu Zweit in die Transportbox setzen

Es gibt Katzen, die sich zwar nicht mit allen Kräften gegen das Setzen in die Transportbox wehren, aber trotzdem einen gewissen Widerstand dagegen zeigen. Obwohl es Alternativen gibt (Infos dazu gibt es im nächsten Abschnitt), sollten auch diese Katzen aus Gründen der Sicherheit in einer Transportbox zum Tierarzt gebracht werden.

Für die folgende Methode eine Katze in eine Transportbox zu setzen, solltet ihr zu Zweit sein: Die erste Person positioniert sich mit dem Korb, Öffnung nach oben, auf dem Fußboden. Die Katze sollte sich jetzt möglichst schon in der Nähe des Korbs befinden, oder zumindest im selben Raum.

Die zweite Person greift das Tier in der Nackenfalte und hebt es in den geöffneten Korb. Mit der anderen Hand sollte unbedingt das Hinterteil stabilisiert werden, um dem Tier keine unnötigen Schmerzen zu bereiten.

Es ist hilfreich sich vor der Aktion noch einmal mit dem Schließmechanismus der Box genau vertraut zu machen, um möglichst schnell handeln zu können.

3. Leine statt Katzenkorb verwenden

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Manche Katze dreht beim Tierarzt durch, weil sie sich in der Transportbox eingesperrt fühlt. Solche Katzen zeigen meist schon beim Setzen in die Transportbox erheblichen Widerstand.

Das Anlegen einer Katzenleine als Alternative zur Transportbox hat Vor- und Nachteile, die man genau abwägen sollte. Einerseits bietet das Katzengeschirr dem Tier mehr Freiheit und ist somit in vielen Fällen stressfreier, als eine geschlossene Box. Andererseits ist die Katze ohne schützende Box auch Reizen aus der Umwelt stärker ausgeliefert.

Außerdem sollte man im Hinterkopf behalten, dass die Katze sich trotzdem gegen den Besuch beim Tierarzt wehren kann. Wenn die Transportbox fehlt, entfällt auch der Schutz vor Katzenkrallen für den begleitenden Menschen.

Manche Tierarztpraxen sehen es außerdem nicht gerne, wenn kätzische Patienten ohne Box vorstellig werden. Es ist ratsam sich im Vorfeld zu den Bestimmungen in der Praxis des Vertrauens zu erkundigen.

4. Ruhe bewahren in der Tierarztpraxis

Auch wenn sich nicht jede Katze dagegen wehrt, ist der Besuch beim Tierarzt für die meisten nervenaufreibend. Der Termin stellt einen Bruch mit ihrer bekannten Routine dar und Katzen hassen nichts mehr, als Veränderung in ihren bekannten Abläufen.

Wer seiner Katze den Besuch beim Tierarzt so entspannt wie möglich machen will, kann auf kleine Helferlein zur Entspannung zurückgreifen: Feliway ist ein Spray, das synthetische Katzenhormone enthält. Vielen Katzen hilft es dabei, ausgeglichen und entspannt zu bleiben.

Mehr über Feliway und wie es wirkt liest Du in dem Beitrag Mythos Feliway: Was das Pheromonspray für Katzen wirklich kann.

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Featured Image: Lindsey Turner / CC-BY-2.0

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