Kokosöl bei Katzen: 8 Situationen, in denen es heilen hilft und welches Öl geeignet ist

kokosöl bei katzen

Kokosöl gilt als echtes Wundermittel. Auch bei Katzen ist es wirksam: Es hilft gegen Hautkrankheiten, lindert Gelenkschmerzen und schützt Freigänger vor Parasiten. Wir zeigen euch, in welchen Situationen Kokosöl bei Katzen erfolgreich verwendet werden kann.

Wer in der Küche oder zur Körperpflege gerne Kokosöl verwendet, dem ist vielleicht noch gar nicht in den Sinn gekommen, dass es auch bei der eigenen Katze hilfreich sein könnte. Tatsächlich ist das Öl in vielen Fällen chemischen Präparaten ebenbürtig, oder sogar überlegen.

Der Vorteil von Kokosöl: Vor allem kaltgepresstes, biologisches Öl wird von Katzen gut vertragen und wirkt sich zusätzlich erstaunlich positiv auf das allgemeine Befinden der Tiere aus.

8 Situationen, in denen Kokosöl bei Katzen erfolgreich verwendet werden kann:

1. Kokosöl als natürliches Heilmittel gegen Milben und Flöhe

Hättest du es gewusst? Kokosöl enthält Laurinsäuren. Hierbei handelt es sich um spezielle Fettsäuren, die den Schutzpanzer von Milben und Flöhen angreifen und zerstören können. Kommen die Parasiten mit Laurinsäuren in Kontakt, verenden sie schnell und können dann ganz einfach ausgekämmt werden.

Auch vorbeugend kann Kokosöl Katzen vor Ungeziefer schützen. Zecken, Würmer und andere Schädlinge verabscheuen den Geruch der Fettsäuren. Die Parasiten bleiben von Katzen fern, die regelmäßig mit Kokosöl behandelt werden.

💡 So geht’s: Für eine wirksame Parasiten-Vorbeugung sollte das Fell von Freigänger-Katzen regelmäßig behandelt werden
  • Behandlung 3x pro Woche
  • Eine erbsengoße Menge gleichmäßig im Fell verteilen
  • Es ist nicht schädlich, wenn die Katze das Öl ableckt!
  • Aufgenommen über den Magen wirken die Fettsäuren noch besser gegen Insekten
  • Darum: Wer mag gibt einfach regelmäßig eine kleine Menge Kokosöl ins Katzenfutter

Auch gegen Ohrmilben ist Kokosöl bei Katzen wirksam. Hierzu wird Kokosöl auf ein Stofftuch gegeben und das Ohr der Katze sanft ausgewischt. Es sind zwei Durchgänge erforderlich: Bei der ersten Anwendung verenden die Milben, bei der zweiten werden sie zwei Tage später mit dem Tuch entfernt.

Achtung: Bitte zum Auswischen der Ohren unbedingt ein Stofftuch verwenden! Mit einem Taschentuch oder Haushaltstuch können leicht Fusseln aus Papier in der Ohrmuschel zurückbleiben.

2. Kokosöl für die Wundversorgung: Wunden heilen schneller durch Kokosöl

Eure Katze hat sich eine kleine Verletzung zugezogen? Das muss kein Fall für den Tierarzt sein! Kleinere Wunden, die ihr frühzeitig mit etwas Kokosöl behandelt, heilen in der Regel von alleine aus.

Das Öl wirkt nicht nur antiseptisch, es hält auch die Haut geschmeidig. Vorteil: Es bleiben damit seltener Narben zurück. Die Wunde sollte jedoch trocken und sauber sein, bevor eine kleine Menge Kokosöl aufgetragen wird. 

Am effektivsten wirkt das Öl zur Wundheilung, wenn die verletzte Stelle zwei- bis dreimal am Tag damit versorgt wird. Sogar ältere Operationsnarben können mit Kokosöl nachversorgt werden. So bleiben sie geschmeidig und sind weniger störend für eure Tiere.

3. Mit Kokosöl haben Zecken keine Chance bei Katzen

Zecken hassen die im Kokosöl enthaltenen Fettsäuren – ebenso wie Würmer und die meisten anderen Parasiten. Ist eure Katze Freigängerin und wollt ihr sie effektiv vor Zecken schützen? Dann reibt einfach dreimal pro Woche das Fell eures Lieblings mit Kokosöl ein.

Wie bei Milben und Flöhen gilt auch beim Thema Zecken: Um den Effekt zu verstärken, könnt ihr das Öl zusätzlich auch hin und wieder unter das Katzenfutter mischen.

4. Kokosöl verleiht dem Katzenfell einen seidigen Glanz

Vor allem da native Kokosöl verleiht dem Fell einen besonders schönen Schimmer. Es macht den Pelz seidig-weich, so dass das Fell schon nach der ersten Anwendung deutlich leichter kämmbar wird. Das ist vor allem für Langhaarkatzen interessant.

Um ihre ganze Wirkung zu entfalten, sollte diese Wellnessbehandlung zwei- bis dreimal pro Woche wiederholt werden. Auch hier gilt: Wird das Kokosöl zusätzlich unter das Katzenfutter gemischt und auf diese Weise zusätzlich auch oral aufgenommen, so verstärkt sich der Effekt.

5. Feuchtigkeitspflege für die Pfoten an kalten Wintertagen

Speziell Freigängerkatzen leiden im Winter, ähnlich wie wir Menschen, an zu trockener Haut. Reibt ihr die Pfötchen eurer Miezen sanft mit Kokosöl ein, so wirkt sich das sofort entspannend auf die gestresste Pfotenhaut aus.

Vor der Anwendung sollten die Pfoten vorsichtig mit einem weichen Schwamm und lauwarmen Wasser gereinigt werden. Das Öl kann so leichter einziehen und seine pflegende Wirkung besser entfalten. So werden sensible Katzenpfötchen effektiv vor Umwelteinflüssen im Winter geschützt.

8 Tipps für Kokosöl bei Katzen als Video ansehen:

6. Rheuma, Arthrose und Co.: Kokosöl stärkt die Gelenke

Eure Katzen leiden an einer rheumatischen Erkrankung, wie zum Beispiel Arthrose? Dann ist oral eingenommenes Kokosöl eine natürliche Behandlungsmethode, die Linderung verschafft. Die im Kokosöl enthaltenen Fettsäuren töten Mikroorganismen, die häufig der Auslöser für rheumatische Erkrankungen sind.

Eine Kokosöl-Kur zeigt auch hier die beste Wirkung, wenn sie mehrfach in der Woche durchgeführt wird. Das Öl sollte für diesen Anwendungsfall direkt unter das Katzenfutter gemischt werden.

7. Gegen Hautausschlag und Schuppen

Seine enorme Heilwirkung entfaltet Kokosöl bei Katzen auch bei Irritationen der Haut. Das Fell eurer Katzen neigt zur Schuppenbildung ? Reibt es ihnen einfach regelmäßig mit ein wenig Kokosöl ein. So lässt sich die Bildung neuer Schuppen künftig verhindern.

Wenn sich eure Katzen putzen, nehmen sie das Öl zusätzlich über den Magen auf. Auf diese Weise schützt es zusätzlich von innen.

8. Kokosöl für ein gutes Immunsystem

Insbesondere ältere Katzen reagieren häufig erstaunlich positiv auf eine regelmäßige Anwendung mit nativem Kokosöl. Mischt euren Senior-Miezen täglich etwas Kokosöl in ihr Futter, um ihre Abwehrkräfte zu stärken.

Übrigens gibt es viele Katzen, die nach dem ersten Kontakt mit Kokosöl erst so richtig auf den Geschmack kommen. Der Mieze in dem folgenden Video sieht man das förmlich an:

Kokosöl für Katzen: Nur fünf Öle erhalten von Stiftung Warentest die Note „gut“

Obwohl Kokosöl eine tolle und natürliche Alternative für viele Medikamente sein kann, hat es leider auch seine Tücken. Die Stiftung Warentest hat 15 Kokosöle aus dem Supermarkt analysiert und auf Schadstoffe getestet.

Ergebnis: Viele Produkte enthalten gesundheitsschädliche Substanzen. Ein Hersteller hatte nach der Veröffentlichung des negativen Berichts sein Produkt sogar aus dem Sortiment genommen.

Wer Kokosöl bei Katzen regelmäßig anwenden möchte, sollte darum auf ein ökologisches Produkt für Haustiere zurückgreifen. Gute Erfahrungen haben wir mit den beiden folgenden Kokosölen gemacht:

  • Natürliche Fellpflege und Nahrungsergänzung
  • Ideal um das Fell und Pfoten zu pflegen
  • Natürliche Pflege ohne Chemie

10,49 € (20,98 € / l)

  • 100% reines Kokosöl
  • Aus kontrolliertem biologischem Anbau
  • Ungezieferschutz Floh und Zecken abwehrend

6,30 € (31,50 € / l)

Fazit: Starkes Potenzial von Kokosöl in der Parasiten-Bekämpfung und Prävention

Vor allem Ohrmilben sind ein häufiges Problem bei Katzen – auch bei solchen, die ausschließlich in der Wohnung leben. Der Schädling ist zwar nicht auf den Menschen übertragbar, kann aber bei Katzen zu andauerndem Juckreiz führen.

Es kann bei einem akuten Befall verwendet werden, oder vorbeugend: Wird es präventiv angewendet, entsteht in der Ohrmuschel ein Milieu, in dem sich die Milben nicht einnisten können.

Für Freigängerkatzen ist es eine natürliche Alternative zum Schutz vor Zecken: So genannte Spot-On-Präparate gegen Zecken können bei sensiblen Tieren zu starken Nebenwirkungen führen und sind deshalb unter Tiermedizinern umstritten.

Hier bietet die regelmäßige Anwendung von Kokosöl eine natürliche, gut verträgliche und ebenso wirksame Alternative.

Weiterlesen: 7 Schlafpositionen von Katzen: Das können sie dir über das Wohlbefinden deiner Katze verraten!

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