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Mit diesen 19 Warnzeichen bitten Katzen uns um Hilfe

Katzen gelten als zäh und lassen es sich nicht so leicht anmerken, wenn ihnen etwas fehlt. Gesundheitliche Probleme bleiben vor Haltern oftmals verborgen. Schwerwiegende Krankheiten können sich schleichend entwickeln, wenn sie erst spät entdeckt werden. 19 Zeichen die dir zeigen, dass deine Katze dringend Hilfe benötigt.

Wenn es um Schmerzen geht, sind Katzen wahre Meister des Versteckens. Wer seine Katze gut kennt und ihr Verhalten beobachtet, kann gesundheitliche Probleme meist trotzdem schnell entdecken.

Die folgenden 19 Warnzeichen sind ernstzunehmende Symptome von mitunter schwerwiegenden Erkrankungen bei Katzen. Wenn Du eines davon bei deiner Katze beobachtest, solltest Du nicht zögern: Der Tierarzt deines Vertrauens ist jetzt der richtige Ansprechpartner!

1. Die Katze macht selbst auf ihre Notlage aufmerksam

Katzen sind in der Regel sehr selbstständige Tiere. Wenn deine Katze plötzlich den Eindruck macht in Not zu sein, sollte dies Anlass zur Sorge geben.

Heulen, Weinen, Verstecken und sonstige Verhaltensweisen, die für dein Haustier untypisch sind zeigen fast immer, dass etwas nicht in Ordnung ist.

2. Das „kleine Geschäft“ verläuft anders als sonst

Deine Katze benutzt ihre Toilette anders als üblich, oder sie macht ihr Geschäft außerhalb des Katzenklos? Veränderungen in diesem Bereich, insbesondere bei männlichen Katzen, können auf ein ernstes Gesundheitsproblem hinweisen.

Eine Verstopfung der Harnwege verhindert, dass deine Katze wie gewohnt urinieren kann. Ohne medizinische Behandlung kann solche eine Verstopfung tödlich enden. Wenn deine Katze sich anstrengt und weint, während sie versucht zu urinieren und dabei nur wenig Urin produziert, liegt wahrscheinlich eine Infektion der Harnwege vor. Bitte kontaktiere deinen Tierarzt!

3. Wiederholtes Erbrechen

Gelegentliches Erbrechen von Futter oder Haaren ist bei Katzen normal. Ständiges Erbrechen weist darauf hin, dass etwas mit deinem Tier nicht stimmt.

Wenn deine Katze weiterhin frisst und trinkt und die Katzentoilette benutzt, wende dich zur Sicherheit trotzdem an einen Tierarzt, um die Symptome zu besprechen.

4. Überwältigende Müdigkeit

Katzen schlafen gerne und viel. Bis zu 18 Stunden am Tag, mit Unterbrechungen, gelten als normal. Wenn deine Katze plötzlich nur noch zu schlafen scheint und sich kaum mehr für irgendetwas begeistern lässt, dann ist eindeutig etwas faul.

Mehr über das Schlafverhalten von Katzen erfährst Du hier: Können Katzen träumen? Über Träume, Alpträume und Schlafwandeln bei Stubentigern

5. Plötzliche Veränderung des Appetits

Viele Katzen sind ausgesprochen pingelig, was ihr Futter betrifft. Kaufst Du einmal eine nicht genehme Sorte kann es passieren, dass dein Tier notorisch das Essen verweigert.

Hat sie jedoch ihr Lieblingsfutter vor sich und zeigt daran wenig oder gar kein Interesse, kann ein  nicht diagnostiziertes Gesundheitsproblem dahinter stecken.

6. Anziehen der Hinterbeine kann Anzeichen für Bildung eines Blutgerinnsels sein

Herzerkrankungen können bei Katzen zu Störungen des Blutflusses führen. Die Bildung von Blutgerinnseln in anderen Körperteilen ist möglich.

Häufig bleiben solche Blutgerinnsel in den Hinterbeinen stecken, was zu Lähmungen und weiterem Leiden führt. Katzen mit derartigen Problemen ziehen oft ihre Hinterbeine dicht an den Körper an. Wenn deine Katze sich so verhält und dir das merkwürdig erscheint, ist es wichtig, dass sie umgehend medizinisch behandelt wird!

7. Beulen unter der Haut

Kleine Klumpen oder Beulen können vollkommen harmlos sein, doch ohne eine Untersuchung ist es nicht möglich das festzustellen. Auch wenn ein Knoten unter der Haut kein bösartiger Tumor sein muss, kann er sich in einem Bereich entwickeln, der deinem Haustier Unbehagen bereitet.

8. Husten oder andere Veränderungen der Atmung

Jegliche Veränderungen des Atmungssystems deiner Katze solltest Du ernst nehmen! Dazu gehören unter anderem Geräusche beim Atmen, Husten, eine erhöhte Atemfrequenz und eine flachere Atmung als gewöhnlich.

Atemprobleme können auch ein Symptom für Tumore, Parasiten, oder für eine Vergiftung sein.

9. Ausfluss aus den Augen oder der Nase

Ausfluss aus den Augen oder der Nase – insbesondere in Kombination mit Atemnot, Keuchen oder Niesen – ist ein Zeichen für eine Atemwegsinfektion. Derartige Infektionen können schnell fortschreiten und chronisch werden, wenn sie unbehandelt bleiben.

10. Verletzungen durch Unfälle oder Kämpfe

Wenn deine Katze vom Auto angefahren wurde, oder sich mit einem anderen Tier bis auf’s Blut gefetzt hat, ist ein Besuch beim Tierarzt angesagt.

Selbst wenn es deiner Katze augenscheinlich gut geht, kann sie innere Verletzungen oder Wunden unter dem Fell haben. Mit einem kurzen Besuch beim Tierarzt verringerst Du das Risiko einer Infektion oder anderer Komplikationen.

11. Veränderungen des Putzverhaltens

Wenn deine Katze sich selten oder gar nicht mehr putzt, ist etwas nicht in Ordnung. Das Verhalten kann ein Hinweis auf eine Erkrankung der Nieren, der Leber oder anderer innerer Organe sein. Auch durch übermäßiges Putzen kann eine Katze zum Ausdruck bringen, dass etwas nicht stimmt.

Zu diesem Thema gibt es einen eigenen Artikel auf Cat-News: „Overgrooming“: Das steckt dahinter.

12. Das Zahnfleisch hat eine andere Farbe als rosa

Auch das Zahnfleisch von Katzen ist in der Lage Auskunft über Erkrankungen zu geben. Wenn es sich blau färbt, ist das ein Zeichen für akuten Sauerstoffmangel des Blutes. Dunkelrotes Zahnfleisch zeigt eine Vergiftung oder eine Zahnfleischentzündung beim Tier an.

13. Schlechter Atem

Ein leichter Mundgeruch ist für Katzen und andere Haustiere normal. Wenn Du jedoch geneigt bist angewidert den Kopf wegzudrehen, wenn deine Katze dich beispielsweise angähnt, dann hat sie vermutlich bereits fortgeschrittene Probleme mit den Zähnen.

Zahnschmerzen können extrem schmerzhaft sein, auch für Katzen! Du solltest dein Tier so schnell wie möglich von einem Tierarzt untersuchen lassen. Mehr über die Zahnpflege bei Katzen liest Du in dem folgenden Artikel: Faule Zähne vermeiden: Mit diesen Tipps bleibt das Katzengebiss lange schön!

14. Übermäßiges trinken

Die Vorfahren unserer Hauskatzen waren Wüstentiere. Katzen trinken aus diesem Grund sogar bei Hitze eher wenig. Eine Katze, die plötzlich zu einer verstärkten Wasseraufnahme neigt, könnte ein Problem mit den Nieren haben.

Experten schätzen, dass heutzutage bereits jede dritte Hauskatze an einer chronischen Niereninsuffizienz (CNI) leidet. Als Ursache wird unter anderem eine falsche Ernährung (Hoher Getreideanteil im Futter und viel Trockenfutter) vermutet. Wie das Futter für eine Katze zusammengesetzt sein sollte, liest Du in diesem Artikel: Hochwertiges Katzenfutter, der ultimative Guide.

Eine CNI ist zwar chronisch, doch wenn sie die richtige Behandlung erhalten, können auch solche Katzen ein ganz normales Leben führen und ein hohes Alter erreichen.

15. Gesteigerte Aggressivität

Bei Katzen gilt: Angriff ist die beste Verteidigung! Du sitzt mit deiner Katze zusammen gemütlich auf der Couch und fängst dir aus dem Nichts heraus eine? Möglicherweise hast Du sie gerade unwissentlich an einer Stelle berührt, die ihr Schmerzen bereitet.

16. Ungewöhnlich starker Haarverlust

Der Fellwechsel steht bei Katzen normalerweise zwei mal pro Jahr an: Im Herbst und im Frühjahr. Manche Wohnungskatzen sind den Wechsel der Gezeiten nicht mehr gewohnt. So kann es passieren, dass sie das ganze Jahr über ein wenig haaren.

Anlass zur Sorge sollte es sein, wenn eine Katze plötzlich große Mengen Haare verliert. Es ist ein Anzeichen für Stress, kann aber auch auf eine Stoffwechselerkrankung hindeuten.

17. Plötzliche Gewichtsveränderung

Schon kleinere Gewichtsveränderungen können bei Katzen dramatische Hintergründe haben. Um das überprüfen, solltest du deine Katze regelmäßig wiegen. Grundsätzlich gilt: Veränderungen ab 500 Gramm (plus oder minus!) in kurzer Zeit liegen nicht mehr im normalen Bereich.

Erkrankungen wie Diabetes sind eine ernstzunehmende Angelegenheit und sollten dringend behandelt werden.

18. Störungen der Motorik

Plötzlich auftretende Lähmungen, ein schwankender Gang, oder Krämpfe können eine ganze Reihe von gesundheitlichen Problemen anzeigen. Dazu zählen Vergiftungen, Unfälle, oder ein bisher nicht erkannter Herzfehler.

Plötzliche Störungen der Motorik sind immer ein Anlass für einen schnellen Tierarztbesuch!

19. Blut im Urin

Verletzungen, Erkrankungen der Geschlechtsorgane, Tumore, Autoimmunkrankheiten und Nierenleiden können Blut im Urin von Katzen verursachen. Bei älteren Katzen ist Blut im Urin häufig ein Zeichen für Harnsteine. Solche Tiere haben starke Schmerzen beim Wasserlassen, weshalb Harnsteine dringend behandelt werden müssen.

Foto: Rich Renomeron / Cat of uncommon markings / CC-BY

Autor(in) Cat News

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