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Katzensprache verstehen: Die 16 häufigsten ‚Vokabeln‘ und ihre Bedeutung

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Katzen miauen, das weiß jedes Kind. Wer die Katzensprache verstehen will sollte jedoch wissen, dass die Tiere noch ganz andere Laute und Gesten zur Kommunikation hervorbringen. In diesem Beitrag lernst Du die 16 wichtigsten Ausdrücke von Katzen und ihre Bedeutung.

Katzen können eine riesige Vielfalt an Lauten hervorbringen. Manchen Tierexperten zufolge sollen es sogar mehr als 100 sein.

Was Katzen sagen möchten, ist angesichts dieser möglichen Vielfalt also gar nicht so leicht zu verstehen. Doch zu unserem Glück nutzen die Tiere einen Großteil ihrer Ausdrucksweisen allein zur Kommunikation mit anderen Katzen.

In der Verständigung mit dem Menschen gibt es 16 Laute, Gesten und Verhaltensweisen. Sie werden von nahezu jeder Katze auf der Welt verwendet. Wer die Katzensprache lernen will, sollte sich also vor allem mit diesen kätzischen Ausdrucksformen beschäftigen.

Darunter sind übrigens auch solche Ausdrucksweisen, die die Tiere ausschließlich im Zusammensein mit uns Menschen verwenden.

Sogar der bekannteste Katzenlaut, das Miauen, gehört dazu. Einer Theorie zufolge wollen Katzen damit das Schreien von Menschenbabys nachahmen. Als wahrscheinlich gilt übrigens auch, dass Katzen im Zusammensein mit ihren Menschen im Laufe der Zeit eine ganz eigene Art der Kommunikation entwickeln.

Video über Katzensprache: Diese Frau kann kätzisch übersetzen

Katzensprache übersetzen: Die 9 wichtigsten Laute in der Katze-zu-Mensch-Kommunikation

Warum miauen Katzen? Genau genommen tun sie es aus den verschiedensten Gründen. Sofern das Maunzen einen eher hellen Ton hat, gilt es meist der Begrüßung ihrer Menschen. Mit einem eher dunkel gefärbten Miauen wollen Katzen oft irgend etwas fordern – zum Beispiel Aufmerksamkeit, oder ihr Futter.

4 Arten des Miauens und was sie bedeuten:

1. Miauen als Signal für „Hallo Mensch, toll das du zurück bist“

Katzen sind soziale Tiere und nicht gerne alleine. Wenn Du eine oder mehrere Katzen hältst, dann kennst du diesen Ruf ganz bestimmt. Kommst Du nach Hause und hörst deine Katze zart miauen, dann möchte sie mit dir in Kontakt treten. Übrigens: Man geht davon aus, dass je höher die Frequenz dieses Miau-Lautes ist, dass ihr Bedürfnis nach Austausch umso stärker ist.

2. Miauen als Ausdruck von „Schau, ich habe Beute gemacht!“

Wenn deine Katze Freigängerin ist, dann wird dir dieser Laut bekannt vorkommen. Ob ihre Jagdtrophäe ein Geschenk für dich ist, oder ob sie ihre Beute ganz für sich alleine haben will, oder mit dir teilen möchte, ist ebenfalls abhängig von der Tonlage.

Freudiges, hohes Miauen bedeutet „Ich habe eine Geschenk für dich“. Ein eher dunkles Knurren hingegen ist ein Zeichen, dass man dem Tier seine Beute lieber nicht abspenstig machen sollte – es drohen Gegenwehr und Verteidigung!

3. Miauen, um zu zeigen „Ich habe Hunger, füttere mich“ oder auch „Mensch, öffne mir die Tür“

Hierbei handelt es sich um einen sehr fordernden und durchdringenden Laut. Er wird von der Katze so lange wiederholt, oder auch in seiner Intensität verstärkt, bis ihr Wille geschieht.

Ist ein Katze eher zierlich gebaut, kann es vorkommen, dass dieser Laut eher fragend als fordernd klingt.

4. Miauen als Ankündigung für „Hör‘ mir zu, ich habe etwas mitzuteilen“

Manche Katzen lieben es, ausgiebig zu Plaudern. Wenn du zum Beispiel gerade auf dem Sofa sitzt und plötzlich deine Katze auftaucht, dir einen durchdringenden Blick zuwirft und dabei aufgeregt und wiederholt maunzt, so ist der Fall klar: Sie hat dir jetzt etwas zu erzählen und fordert durch aufgeregtes Maunzen deine volle Aufmerksamkeit.

Diese Art des Miauens ist eine Aufforderung an den Menschen, sein aktuelles Handeln zu unterbrechen und sich stattdessen mit der Katze zu beschäftigen.

Neben den verschiedenen Arten des Miauens gibt es 4 weitere verbale Kommunikationsmittel, die Katzen verwenden:

1. Fauchen

Ein eindeutiges Warnsignal! Eine Katze will damit sagen: „Du bist bis hierher gekommen, gehst du weiter, werde ich dir zeigen, was in mir steckt!“

2. Knurren

Stellt eine Steigerung des Fauchens dar und ist als allerletzte Warnung zu verstehen. Jetzt gilt: Dem Tier lieber nicht zu nahe kommen und es am besten für eine Weile ganz in Ruhe lassen. Vor allem Kinder, die mit Katzen zusammenleben, sollten diese Regel kennen und beherzigen!

Kurioserweise knurren manche Katzen auch, während sie gerade fressen. Oft sind dies Katzen die gelernt haben, dass sie ihr Futter vor Konkurrenten verteidigen müssen, um selbst satt zu werden. Hier gilt auf alle Fälle: Zuschauerschaft, oder gar Mitesser, sind absolut unerwünscht.

3. Schnattern

Klassische Situation: Katze sitzt auf dem Fensterbrett und beobachtet draußen einen Vogel, an den sie aber aufgrund des geschlossenen Fensters nicht herankommt. Für die Katze ist das eine buchstäblich blöde Situation, die sie verständlicherweise aufregt.

Durch ein eigentümliches Schnatter-Geräusch macht sie ihrer Aufregung Luft macht. Dieser Laut klingt fast ein wenig, wie das Schnattern einer Enter. Schüchterne, oder eher zierliche Katzen, sind hier oft etwas zurückhaltender: Es kann sein, dass das Schnattern bei ihnen nahezu geräuschlos erfolgt und sie lediglich mit dem Mäulchen zucken.

4. Katzenjodeln

Können Katzen jodeln? Wer diesen Laut einmal gehört hat, kann ihn kaum anders bezeichnen und wird ihn auch niemals wieder vergessen. Er klingt ein bisschen so, als ob kleine Kinder miteinander streiten.

Zu hören ist er, wenn sich zwei fremde Katzen begegnen. Dieser Laut wird von Tierforschern auch auch als Paarungs- und Kampfgesang gedeutet. Bringt eine Katze ihn gegenüber einem Menschen zum Ausdruck, besteht höchste Gefahr: Das Tier fühlt sich massiv bedroht und steht kurz vor einem Angriff.

Katzensprache verstehen heißt auch: Körpersprache richtig deuten lernen: 5 nicht-sprachliche Arten der Kommunikation

Die Verständigung von Katze zu Mensch funktioniert nur zum Teil über Miauen und ähnliche Laute. Gesten und spezielle Verhaltensweisen werden von ihnen genauso genutzt, um sich auszudrücken. Sie sind damit ebenfalls ein unverzichtbarer Teil in der Katzenkommunikation.

1. Zwinkern

Hat dir deine Katze schon einmal zugezwinkert? Dann darfst du dich absolut glücklich schätzen, denn es ist ein untrügliches Zeichen, dass sie dich sehr gern hat!

Menschen, die von einer Katze angezwinkert werden, stehen bei dem Tier in hoher Gunst. Dieses Verhalten ist durchaus mit dem Lächeln beim Menschen gleichzusetzen.

2. Geweitete Pupillen

Bedeuten nichts Gutes! Die Pupillen von Katzen weiten sich, wenn unmittelbar ein Angriff bevorsteht. Sie sind das äußerlich sichtbare Zeichen, dass jetzt verstärkt Adrenalin durch ihre Adern fließt.

Besonders in Acht nehmen solltest Du dich, wenn sich die Augen deiner Katze von jetzt auf gleich schwarz färben.

3. Um die Beine streichen

In der Regel ist es ein Zeichen der freudigen Begrüßung. Weil Katzen intelligent sind wissen sie aber ganz genau, dass sie dieses Verhalten ebenso als Mittel der Verführung nutzen können.

Wenn eine Katze sich verdächtig an die Beine eines Menschen schmiegt, kann es ebenso bedeuten, dass sie durch dieses freundlich gesinnte Verhalten in Wahrheit Futter einfordert.

4. Die ‚Katzenmassage‘

Wenn Du deine Katze streichelst und sie beginnt, dich zu „treteln“, dann zeigt sie eine ähnliche Verhaltensweise, wie Babykatzen gegenüber ihrer Mutter. Dieses Überbleibsel aus der Kindheit heißt so viel wie: „Ich fühle mich gerade pudelwohl, höre nicht auf mich zu streicheln“.

Als deine Katze noch klein war, hat sie das Treteln dazu genutzt, um die Milchdrüsen ihrer Mama zu aktivieren. Auf bloßer Haut kann das Treteln uns Menschen manchmal ganz schön weh tun. Dafür dürfen wir den Tieren nicht böse sein, denn sie können dieses Verhalten nicht bewusst kontrollieren.

5. Köpfeln und Stupser mit der Nase verteilen

Wird ein Mensch von einer Katze mit der Stirn angestoßen, bedeutet es: „Dich mag ich!“. Gegenüber ihren Haltern ist es ein Verhalten das zeigen soll: Wir beide gehören zusammen.

Das Köpfeln ist ein intimer Vertrauensbeweis von Katzen gegenüber Menschen.

Der Katzenschwanz: Ein oft wenig beachtetes, wichtiges Kommunikationsmittel

In der Körpersprache von Katzen ist der Schwanz ein unerlässliches Mittel zur Kommunikation. Wie eine Katze ihren Schwanz in einer bestimmten Situation trägt, kann Menschen wichtige Auskünfte über die aktuelle Stimmung des Tieres geben.

1. Die Schwanzspitze zeigt in Richtung des Kopfs einer Katze

Ein klares Signal, verbunden mit einer Aufforderung: Es kann zum Beispiel bedeuten: „Los Mensch! Folge mir! Mein Futternapf ist schon wieder leer!“

2. Peitschen

Es ist ein Ausdruck höchster Erregung, wenn Katzen mit dem Schwanz wild hin und her peitschen. Das Peitschen gehört, neben der Weitung der Pupillen, zur Vorbereitung eines Angriffs.

In der etwas harmloseren Form ist das Schwanzpeitschen ein Zeichen dafür, dass eine Katze sich gerade über etwas geärgert hat.

3. Die Katze legt den Schwanz in eine locker S-Form

Legt eine Katze ihren Schwanz in S-Form, ist sie in der Regel entspannt. Es ist ein Ausdruck von Gelassenheit und Freude, oft auch eine Form der Begrüßung.

Verstehen Katzen Menschensprache?

Nachdem du vieles über das Kommunikationsverhalten von Katzen gegenüber uns Menschen gelernt hast fragst Du dich vielleicht: Können Katzen Menschen verstehen?

Inwieweit Haustiere uns verstehen können ist ein Thema, das immer wieder von Tierwissenschaftlern heiß diskutiert wird. Und tatsächlich gibt es einige Anzeichen dafür, dass Katzen (und auch Hunde) uns besser verstehen, als wir noch vor einigen Jahren geglaubt haben.

So konnten Forscher aus Japan erst kürzlich in einer Studie mit fast 80 Katzen nachweisen, dass die Tiere ihre Namen kennen und auch verstehen, wenn wir Menschen sie mit diesen zu uns rufen.

Ein kleiner Wermutstropfen der Studie: Herausfinden konnten die Wissenschaftler leider auch, dass Katzen nur auf ihre Namen hören, wenn sie Lust dazu haben.

Vertrauen ist die wichtigste Basis für eine gelungene Kommunikation zwischen Mensch und Katze. Ob uns wie sehr dir eine Katze vertraut, erkennst Du an 5 Hinweisen die zeigen, dass dir deine Katze zu 100 Prozent vertraut.

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Autor(in) Cat News

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