in , ,

Schildpatt Katzen: Studie offenbart einen vergleichsweise aggressiven Charakter

schildpatt katzen

Schildpatt Katzen stehen im Verdacht einen recht speziellen Charakter zu haben – und überraschen damit vor allem Anfänger, die damit nicht gerechnet haben. An der tiermedizinischen Fakultät der Universität von Kalifornien wurde diesem Phänomen nun zum ersten Mal wissenschaftlich nachgegangen.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der interessanten Optik und dem Verhalten von dreifarbigen Katzen? Fragt man erfahrene Katzenhalter, so lautet die Antwort häufig: Ja, den gibt es.

Viele sind der Überzeugung, dass Schildpatt Katzen im Vergleich zu anderen Katzen besonders launisch und schwierig zu handeln sind.

tortie

©Thomas Nelson.

Weltweit erste Studie zeigt: Glückskatzen sind nichts für Weicheier

Tortitude – nichts für Weicheier“ – besonders im englischsprachigen Raum sind dreifarbige Katzen für ihre Wildheit bekannt. Es hat sich darum der Begriff „Tortitude“ für diese Tiere eingebürgert.

Damit wird ironisch Bezug auf den schwierigen Charakter genommen: „Tortitude“ setzt sich zusammen aus den Worten Tortoiseshell (Schildpatt) und Attitude (Verhalten).

Basierend auf dieser Annahme hat die  tiermedizinische Fakultät der Universität von Kalifornien die weltweit erste Studie zum Zusammenhang von Fellfarbe und dem Charakter von Katzen durchgeführt.

Mehr als 1.200 Katzenhalter wurden dazu in einem Online-Verfahren befragt. Im Fragebogen wurden Alter, Geschlecht, Gewicht und die Körpergröße der Haustiere erfasst. Auf einer Skala von 0 bis 5 sollten die Teilnehmer außerdem Angaben zur Häufigkeit von Fauchen, Beißen und anderem aggressiven Verhalten geben.

Das Ergebnis der Befragung offenbart Erstaunliches: Tatsächlich konnten die Halter bei ihren Schildpatt Katzen ein tendenziell höheres Aggressionspotenzial beobachten, als bei andersfarbigen Artgenossen. 

Die Leiterin der Untersuchung, die Verhaltensforscherin Elizabeth Stelow, erklärt:

„Wir sind überzeugt, dass unsere Ergebnisse zu Schildpatt Katzen sehr interessant für Katzenhalter auf der ganzen Welt sein könnten! Wir freuen uns, wenn unsere Studie der Anstoß für weitere Untersuchungen auf diesem spannenden Gebiet ist. Denn es gibt noch vieles, das unklar ist.“

Wie genau sich das Verhalten von dreifarbigen Katzen erklären lässt, konnten Untersuchungen bisher nicht eindeutig zeigen. Relativ wahrscheinlich sei laut Stelow, dass dieselben Gene, die bei Katzen die Fellfarbe vorgeben, auch den Charakter bestimmen. Um diese Annahme stichhaltig und wissenschaftlich zu bestätigen, seien allerdings weitere Untersuchungen nötig.

Aggressivität von Glückskatzen: Vermutlich ist sie relativ

Die Verhaltensexpertin macht deutlich, dass man aggressives Verhalten von Katzen nicht mit dem von Hunden vergleichen sollte. Dazu erklärt Stelow:

„Hunde zeigen ein viel breiteres Spektrum von aggressivem Verhalten, das von unterschwelliger Aggressivität bis sogar hin zur Fähigkeit des Tötens reicht. Die Mehrheit der Schildpatt Katzen hat nicht annähernd ein Aggressionspotenzial, wie es ein Hund theoretisch haben kann. Katzen sind grundsätzlich eher subtil aggressiv.“

Es solle sich aufgrund der Ergebnisse darum niemand scheuen, eine dreifarbige Katze als Haustier aufzunehmen. Das Wissen um das manchmal etwas schwierige Wesen von Schildpatt Katzen könne Haltern aber helfen, besser mit ihnen klar zu kommen:

„Die große Mehrzahl dieser Katzen sind ganz wunderbare Gefährten!“

Studie aus Kalifornien zeigt: Schwarze Katzen sind die entspanntesten Hauskatzen

 

katze schwarz

Während Schildpatt Katzen laut der Studie besonders häufig zu aggressivem Verhalten neigen, sollen schwarze Katzen unter den Samtpfoten diejenigen mit einem besonders sonnigen Gemüt sein.

Im Rahmen der Studie konnte gezeigt werden, dass schwarze Katzen besonders selten Fauchen, Beißen oder Kratzen. 

Trotzdem haben schwarze Katzen es häufig schwer, denn vielen gelten sie aufgrund Aberglauben und Folklore bis heute als Unglücksbringer.

Um das Image schwarzer Katzen zu verbessern und herrenlosen Tieren zu einer Adoption zu verhelfen, hat eine Fotografin schwarze Katzen liebevoll porträtiert.

Rassekatzen: Häufig gut verträglich mit Kindern und Hunden

Auf der einen Seite haben Katzen vom Züchter ein tendenziell höheres Risiko als Hauskatzen, im Alter eine Erkrankung zu entwickeln. Der Grund ist ihr kleinerer Genpool, der die Vererbung chronischer Krankheiten begünstigt. Dazu gehören Erkrankungen, wie Hypokaliämie, oder Spinale Muskelatrophie.

Auf der anderen Seite gelten manche Rassekatzen, wie etwa die Rag Doll, Russisch Blau oder die Siamkatze in ihrem Wesen und Charakter als besonders verträglich. Häufig werden von Züchtern gerade solche Tiere für die Zucht verwendet, die ein ausgeglichenes Wesen bewiesen haben.

Wie glücklich ist deine Katze: Depressionstest für Katzen

schildpatt katzen

Wie sich eine Katze in ihrer Umgebung letztlich verhält und wie gut sie mit Menschen und anderen Tieren auskommt, hängt entscheidend von ihren Haltebedingungen ab: Hat sie Freigang, gibt es alternativ einen gesicherten Balkon? Entgegen früherer Ansichten ist man heute im Allgemeinen auch zu der Auffassung gelangt, dass Katzen alles andere als Einzelgänger sind.

Werden Katzen ohne Artgenossen gehalten, haben sie ein höheres Risiko Verhaltensstörungen zu entwickeln. Ein weit verbreitetes Symptom ist hier das Pinkeln auf Polster, Teppiche oder Schuhe, für welches der Tierarzt keine organische Ursache finden kann. Mehr zum Thema gibt es hier: Protestpinkeln: Wie du es vermeiden kannst und was deine Katze dir damit sagen will.

Die Ursache für dieses Verhalten ist oft seelisch begründet. Auch Katzen können genau wie wir Menschen eine Depression entwickeln. Wenn Du wissen möchtest, ob deine Katze gefährdet ist, kannst Du unseren Depressionstest für Katzen machen. Den Gang zum Tierarzt kann er nicht ersetzen, er bietet dir jedoch einen guten Eindruck zum aktuellen Wohlbefinden deiner Katze.

Autor(in) Cat News

katzennamen weiblich

Katzennamen von A bis Z: Die Liste für weibliche Katzen

Die beliebtesten Katzennamen für 2020