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eBay Kleinanzeigen führt härtere Regeln und Verbote für Tierverkäufer ein

Das Portal eBay Kleinanzeigen ist der mit Abstand größte Online-Handelsplatz für Haustiere in Deutschland. Schon länger hatten Tierrechtaktivisten den unzureichenden Tierschutz beim An- und Verkauf von Hunden, Katzen und anderen Heimtieren bemängelt. Jetzt hat der Betreiber reagiert und verschärfte Regeln für das Handeln mit Tieren festgelegt. Was ab jetzt gilt, was verboten ist.

Ab dem 01. Oktober gelten auf eBay Kleinanzeigen neue Regeln für Tierverkäufer. Den Anstoß dazu gab die Tierrechtorganisation Peta.

Wie einer entsprechenden Pressemitteilung zu entnehmen ist, hat sich das Anzeigenportal allerdings erst nach hartnäckigen Diskussionen mit den Tierschützern zu härteren Restriktionen bewegen lassen.

Für Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei Peta, ist das bisher erreichte erst ein Anfang. Nach den Verhandlungen mit eBay Kleinanzeigen sagt sie:

„Wir arbeiten darauf hin, dass das Portal nur noch als Vermittlungsseite für geprüfte Tierschutzvereine und Tierheime fungieren wird. Denn allein in Deutschland warten weit mehr als 300.000 tierische Mitbewohner in Tierheimen sehnsüchtig auf ein neues Zuhause.“

Heißt im Klartext: Der Verkauf von Hunde- und Katzenwelpen soll nach dem Willen der Tierschützer in der Zukunft komplett verboten werden. Die Tierrechtsorganisation appelliert grundsätzlich an alle Tierfreunde, ausschließlich geretteten Tieren aus dem Tierschutz und Tierheimen ein neues Zuhause zu schenken.

Keine Qualzuchten, keine Tierbabys: Welche Regeln ab jetzt für den Handel mit Haustieren gelten

Ab dem 01. Oktober dürfen keine Hunde- und Katzenwelpen mehr verkauft werden, die jünger als 12 Wochen alt sind. Bisher konnten Nutzer Hunde- und Katzenkinder bereits ab einem Alter von acht Wochen auf eBay Kleinanzeigen erwerben.

Verboten ist außerdem der Handel mit so genannten Qualzuchtrassen. Bei Katzen betrifft das etwa die Rassen Sphnynx (sofern der Nacktkatzenrasse Schnurr- und / oder Tasthaare fehlen), Munchkin oder auch die schottische Faltohrkatze. Bei Hunden sind beliebte Rassen, wie der Mops und die Französische Bulldogge betroffen.

Der Verleih von Tieren, etwa zur Zucht, ist ab sofort ebenfalls auf eBay Kleinanzeigen nicht mehr erlaubt. Auch dürfen keine Wurfankündigungen mehr eingestellt werden. Um den Tierhandel einzudämmen dürfen grundsätzlich nur noch Tiere beworben werden, die sich in Deutschland befinden.

Untersagt wurde im Zuge der Einführung von härteren Tierschutzregeln in dem Anzeigenportal auch der Verkauf von Jagdtrophäen und ausgestopften Tieren.

Datum: 30.09.2020

Autor(in) Cat News

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