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Maneki Neko: 7 wissenswerte Fakten über die japanische Glückskatze

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Man sieht sie an Eingängen von Geschäften, Restaurants, Arztpraxen und sogar vor Bordellen sitzen: Maneki Neko, die japanische Winkekatze, ist ein beliebter Glücksbringer in Japan und darüber hinaus. Was hat es mit der Katze auf sich und warum wird sie so verehrt?

Eine alte Legende erzählt von einer Geisha, die sich eine Katze als Haustier hielt. Eines Tages ging die Geisha zur Toilette und das Tier folgte ihr.

Plötzlich ging die Katze ohne Vorwarnung auf ihre Halterin los. Ihr Mann hörte die Schreie seiner Gattin und eilte zur Hilfe herbei. Weil er glaubte, dass das Tier tollwütig ist, schlug er ihr den Kopf ab.

Noch im Flug biss der abgetrennte Kopf in eine Giftschlange, die in der Toilette auf die Geisha lauerte und rettete sie. Die Geisha und ihr Mann waren sehr betrübt über den unnötigen Verlust ihres geliebten Haustieres. Zum Trost schenkte der Gatte seiner Frau eine Keramikfigur in Form einer Katze.

Maneki Neko: 7 Fakten über die japanische Glückskatze

1.) Warum winkt Maneki neko?

Mit ihrer linken Pfote will die Maneki Neko Kundschaft und Besucher herbeirufen. Hebt sie die rechte Pfote zum Gruß, verspricht die Geste Glück und Wohlstand. Je höher eine Winkekatze ihre Pfote hebt, umso mehr Kundschaft oder Glück soll sie anlocken.

Selten sind übrigens solche Glückskatzen, die beide Pfoten heben. Besonders in Japan ist die Darstellungsweise fast schon verpönt, da diese Geste als übertrieben empfunden wird.

2.) Weiß, schwarz oder dreifarbig: Das bedeuten die verschiedenen Farben

Welche Farbe eine Winkekatze hat, spielt eine große Rolle. Dreifarbige Katzen gelten als Glücksbringer in Japan. Auch eine dreifarbige Maneki Neko verspricht besonders viel Glück und Wohlstand.

Eine reinweiße Glückskatze hingegen steht für Reinheit oder Unschuld. Ist die Glückskatze schwarz, soll sie Dämonen abwehren. Besonders Frauen setzen eine schwarze Maneki Neko auch zur Schutz vor Stalkern ein.

Eine goldene Maneki-neko soll Reichtum anziehen, eine rote vertreibt Krankheiten.

3.) Das rote Halsband der ‚Lucky Cat‘ hat eine besondere Bedeutung

Das Aufstellen einer Glückkatze ist immer mit einem speziellen Wunsch verbunden. Ein Händler wünscht sich beispielsweise mehr Kundschaft. Diesen Wunsch schreibt er dann auf das Innenteil des Halsbandes seiner Glückskatze.

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4.) Göttliche Winkekatze

Im japanischen Shinto-Glauben ist die Maneki Neko eine Wiedergeburt der Göttin der Gnade, Kannon. Wenn eine Katze sich putzt, wird diese Geste bisweilen heute noch als Warnung vor nahendem Unglück verstanden.

Legenden und Anekdoten um glückbringende Katzen sind in Japan seit dem Beginn der Edo-Zeit (1603–1867) überliefert.

5.) Der Tempel der Winkekatze ehrt alle verstorbenen Katzen

Seit etwa dem 16. Jahrhundert ist es Tradition unter japanischen Katzenhaltern, die Asche ihrer verstorbenen Lieblinge nach Möglichkeit in der Nähe des Katzen-Tempels Gōtoku-ji begraben zu lassen. Dieser Ort wird aus diesem Grund auch Maneki neko no miya (Tempel der winkenden Katzen) genannt.

Katzenhalter pilgern auch zu diesem Tempel, wenn ihr Tier krank oder verschwunden ist. Am Schrein hinterlassen sie bunte Bänder mit Sprüchen, Gebeten und Bildern von Maneki Neko.

6.) Die heutige Maneki Neko sieht aus wie die japanische Katzenrasse „Japanese Bobtail“

In Japan heißt diese Rasse Kazuko-neko. Die dreifarbige Zuchtform der Katze wird Mike-neko (Drei-Fell-Katze) genannt.

Ihrem Vorbild entsprechend ist auch die Winkekatze mit einem Stummelschwänzchen ausgestattet. Wie die Japanese Bobtail hat Maneki Neko markante, aufrecht stehende Ohren.

7.) Die Glückskatze als Symbol der Mafia

Es gibt Gegenden, in denen die Katze von Angehörigen der japanischen Mafia Yakuza als Erkennungszeichen genutzt wird.

Aus Angst vor Problemen mit Mafiosis machen die Leute dann einen großen Bogen um Läden, vor denen die Katze aufgestellt ist.

Weiterlesen: Katzen in Japan werden verehrt, doch die Tierliebe hat eine dunkle Seite

Autor(in) Cat News

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