„Meine Katze leckt mich ab!“ – 4 Gründe, weshalb und Katzen gerne putzen!

meine katze leckt mich ab

Katzen verbringen im Schnitt sagenhafte 3,5 Stunden pro Tag damit, sich zu zu putzen. Doch scheinbar reicht manchen das nicht aus: Auch ihre Menschen wollen die kleinen Putzteufel gern ausgiebig pflegen. Weshalb das Putzen ein gutes Zeichen für die Mensch-Katze-Beziehung ist!

Es ist bekannt, dass Katzen von Natur aus sehr reinliche Tiere sind. Ganz im Gegensatz zu Hunden sind sie bei ihrer täglichen Reinigung in der Regel nicht auf menschliche Unterstützung angewiesen. Ausnahme: Eine Katze hat eine Erkrankung und benötigt diese Hilfe.

Wer mehrere Katzen hat, konnte sicher bereits beobachten, dass die Tiere sich auch gegenseitig abschlecken. Sie tun das, um ihr Sozialverhalten zu stärken und die Gerüche der anderen aufzunehmen.

Verhaltensforscher sagen übrigens, dass Katzen in uns Menschen ebenfalls Katzen erkennen – nur eben etwas größer, als sie selbst es sind. Somit liegt es auf der Hand, dass auch wir in ihren Putzwahn einbezogen werden.

Diese 4 Situationen sind für Katzen ein Anlass, ihre Menschen ausgiebig zu putzen:

1. Sie möchten uns markieren

„Ab heut‘ gehörst du nur noch mir“ könnte eine Katze denken, wenn sie ihren Lieblingsmenschen ausgiebig abschleckt. Wenn eine Katze nämlich mit ihrer rauen Zunge über unsere Haut fährt, hinterlässt sie dabei feine Geruchspartikel. Für sie haben diese Partikel einen echten Wiederekennungswert. Katzen verändern auf diese Weise gerne den Geruch ihrer Umgebung, bis er ihnen angenehm ist.


Weiterlesen: Was Katzen gerne riechen, welche Gerüche sie verjagen


2. Sie möchte ihre Zuneigung ausdrücken

Katzen sehen in uns Artgenossen, die sie genau so gerne mögen, wie etwa ihre Mutter oder ihre Geschwister. Weil wir bekanntlich ihre Dosenöffner sind, ist das auch kein Wunder! Katzen trauern darum auch genau so wie Hunde oder Menschen, wenn sie verlassen werden.

Um ihre Zuneigung auszudrücken, lecken manche Katzen nur ganz vorsichtig an der Hand, andere können dabei sehr stürmisch sein und zum Beispiel auch Kopf und Haare ihres Objektes der Begierde in ihre Putzaktion mit einbeziehen. Wieder andere Katzen lieben es am meisten, wenn sie über die Nase ihrer Menschen schlecken können. Der Grund? Kommt sofort!

3. Sie liebt Deinen Schweiß!

Katzen lieben alles, was salzig schmeckt. Wenn wir im Sommer auf der Nase ein wenig schwitzen, ist das für Katzen eine willkommene Gelegenheit, ihrem Begierde nach etwas Salzigem nachzugehen. Weil wir nicht nur an den Nasen schwitzen, können auch andere Körperteile von ihnen auserkoren werden. Je nachdem, welche Stelle es genau ist, kann das auch ganz schön kitzelig werden.

Noch ganz andere Vorlieben haben Katzen übrigens, wenn es um ihre Artgenossen geht.


Weiterlesen: Warum Katzen sich gegenseitig am Hintern riechen


4. Ihr Lieblingsmensch riecht nach einer fremden Katze (oder nach einem fremden Hund)

Viele Katzen können es gar nicht leiden, wenn ihre Menschen nach fremden Katzen riechen. Sie nehmen die feinen Geruchspartikel anderer Tiere genau wahr und können stark bemüht sein, diese mit ihren eigenen Gerüchen zu überdecken. Mit Artgenossen oder auch Hunden, die sie schon länger kennen und im besten Fall auch mögen, haben sie solche Probleme eher nicht: Die riechen nämlich ohnehin schon nach ihnen (und umgekehrt!).

Putzen mit der Katzenzunge: Was Katzen uns voraus haben

Die raue Oberfläche ihrer Zungen ist Katzen nicht nur beim Putzen hilfreich. Die kleinen, feinen Borsten, auch Papillen genannt, sind für die Nahrungsaufnahme ein Werkzeug von unschätzbarem Wert. Damit können die Tiere sogar die Knochen ihrer Beutetiere komplett blank schlecken.

Wir Menschen können zwar besser verschiedene Geschmacksrichtungen von einander unterscheiden, doch dafür fehlt uns eine Fähigkeit, die nur Katzen besitzen: Ihre Geschmacksknospen zeigen eine Reaktion auf bestimmte chemische Verbindungen der Luft, sie können darum gewissermaßen Luft schmecken. 

Hinter den vorderen Zähnen befindet sich bei Katzen ein spezielles Körperteil, welches als Jacobsonsches Organ bezeichnet wird. Katzen ziehen die Oberlippen zurück und inhalieren Geruchsmoleküle in der Luft bei leicht geöffnetem Maul. Sie pressen dann ihre Zungenspitzen an das Jacobsonsche Organ und halten die Luft an, damit ihre Gehirne den Duft analysieren können. Dieses Verhalten wird auch als Flehmen bezeichnet – außer bei Katzen kann man es übrigens auch bei Pferden beobachten.

Du möchtest mehr über das „Wunderwerk Katze“ erfahren? Hier geht es weiter: Warum schnurren Katzen? 5 Phänomene des schönsten aller Katzenlaute

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

getragenes kleidungsstück

Experiment in den USA: Wirkt der Duft ihrer Halter beruhigend auf Katzen?

Verletzte Katze gefunden

Verletzte Katze gefunden: Das ist zu tun, 6 Tipps für Tierfreunde