Du willst dir eine Katze anschaffen? 21 Dinge, die Du zuvor wissen solltest!

Viele Menschen finden Katzen unheimlich süß und wünschen sich nichts sehnlicher, als einen eigenen Stubentiger zu halten. Doch wer sich eine Katze anschafft, übernimmt auch Verantwortung für viele Jahre. Passt eine Katze aktuell in dein Leben, oder solltest Du mit der Anschaffung lieber noch warten?

Wer hätte es gewusst? Mehr als 8,5 Millionen Katzen leben in Deutschland, Tendenz: steigend! Wenn Du dir also auch eine Katze zulegen möchtest, dann bist definitiv im Trend. Wer noch nie einen Stubentiger hatte, unterschätzt nicht selten Kosten und Aufwand, die solch ein Tier mit sich bringt.

Katze ja oder nein? Die 21 folgenden Fragen helfen dir, die richtige Entscheidung zu treffen!

1. Eine Katze erzeugt fortwährend Kosten: Wie teuer ist es, eine Katze zu halten?

Es ist ziemlich einfach sich eine Katze anzuschaffen, doch wenn sie erst einmal im Haus ist, entstehen laufend weitere Kosten. Wie viel es genau ist kommt natürlich darauf an, wo Dinge wie Katzenstreu und Futter besorgt werden. Tipp: Online gibt es hochwertiges Katzenfutter oft deutlich  preiswerter als im Geschäft! Besonders sparen kann, wer direkt größere Mengen ordert,

Wie viel kostet eine Katze im Monat? Die durchschnittlichen Kosten liegen zwischen 60 und 80 Euro für Katzenfutter und Katzenstreu.

Zusätzliche Kosten, wie Gebühren für den Tierarzt, sind hier noch nicht mitgerechnet. Bekommt eine ältere Katze eine chronische Erkrankung, können sich die Kosten für den Tierarzt schnell auf mehr als 100 Euro belaufen.

Eine Krankenversicherung für Katzen ist eine gute Möglichkeit, sich vor unerwartet hohen Tierarztkosten zu schützen.

2. Verantwortung für viele Jahre: Wie alt wird eine Katze?

Wohnungskatzen werden zwischen 15 und 18 Jahren alt, doch nicht wenige schaffen auch 20 Jahre und sogar mehr. Die Anschaffung einer Katze sollte also gut überlegt sein, denn sie bedeutet eine auf lange Zeit angelegte Verantwortung.

Wer Katzen ausschließlich drinnen hält, schützt die sie vor einem frühzeitigen Ableben. Es ist jedoch unter Tierfreunden umstritten, ob reine Wohnungskatzen genau so glücklich sind wie Freigänger.

3. Wie alt muss eine Katze sein, um sie zu kaufen oder zu adoptieren?

Viele Menschen verlieben sich unsterblich in beliebte Rassekatzen, wie etwa die British Shorthair.  Mit ihrem teddybärhaften Aussehen zieht die Kurzhaarkatze fast jeden Katzenfan in ihren Bann. Ist es von Vorteil, eine Katze „mit Ahnentafel“ zu kaufen? Natürlich kann jeder Katzen beim Züchter kaufen, doch notwendig ist das nicht! In Tierheimen warten Katzen aller Farben, Größen und Altersklassen auf ein liebevolles, neues Zuhause.

Ob aus dem Tierheim oder vom Züchter: Eine Katze sollte mindestens zwölf Wochen alt sein, bevor Du sie adoptierst. Babys brauchen ihre Mütter, genau so ist es auch bei Katzen. Holst Du sie eher zu dir, kann das Tier einen seelischen Schaden erleiden, der sich noch viele Jahre später bemerkbar machen wird.

4. Wie teuer ist es, eine Katze aus dem Tierheim zu holen?

Im Tierheim wird meist eine Schutzgebühr fällig für Hunde und Katzen. Für Katzen beträgt sie in der Regel zwischen 50 und 150 Euro.

Übrigens: Wenn Du eine kranke Katze adoptierst, hast Du das Recht dir die Kosten für Ihre Behandlung vom vermittelndem Tierheim erstatten zu lassen. Nach der genauen Vorgehensweise solltest Du dich am besten direkt bei der Besichtigung erkundigen.

5. Katze eingewöhnen: Wie lange dauert es?

In den ersten Tagen solltest Du deine neue Katze nicht alleine Zuhause lassen. Sie muss sich ganz neu orientieren und braucht dabei deine Unterstützung. Ideal ist, wenn Du dir mindestens 14 Tage Urlaub nehmen kannst für ihre Eingewöhnung.

Ist das nicht möglich solltest Du dafür Sorge tragen, dass deine Katze in den ersten Tagen nicht länger als fünf Stunden alleine bleibt. Überfordere deine Katze nicht und richte ihr einen ruhigen Ort ein, an den sie sich stets zurückziehen kann. Optimal ist ein eigenes kleines Zimmer, zu dem nur und die Katze Zutritt haben.

Andere Lebewesen im Haushalt, Menschen und Tiere, solltest Du nur vorsichtig mit ihrem neuen Mitbewohner vertraut machen. Ein geregelter Tagesablauf hilft der Katze, sich schneller einzugewöhnen: Füttere sie immer zu den gleichen Zeiten, streichel sie immer abends auf der Couch, während Du deine Lieblingsserie genießt. Gemeinsame Rituale sind entscheidend, um die Bindung zum Tier zu stärken und ihr Vertrauen zu gewinnen.

6. Das richtige Katzenfutter: Sollen Katzen Trockenfutter bekommen?

Seit vielen Jahren bewegt diese Frage die Katzenhalter-Community: Dürfen Katzen Trockenfutter bekommen, oder schadet es ihnen? Viele Halter geben es ihren Tieren vor allem deshalb, weil es so praktisch ist. Es ist lange haltbar und riecht dabei kaum.

Doch zu viel Trockenfutter kann ein (Mit)Auslöser sein, wenn Katzen eine chronische Nierenerkrankung bekommen. Das jedenfalls vermuten Experten und raten dazu, es lieber nur selten zu geben. Da viele Katzen besonders im Alter wenig trinken, können sie die fehlende Flüssigkeit im Trockenfutter nicht richtig ausgleichen.

Trockenfutter enthält oft mehr Getreide als Fleisch und ist darum für Katzen, die zu den Fleischfressern gehören, nicht optimal. Wenn Du dir eine Katze zulegen willst die langfristig gesund bliebt, ist Trockenfutter als Snack in Ordnung. Ansonsten solltest Du deiner Katze vorzugsweise hochwertiges Feuchtfutter füttern, um ihre Gesundheit nicht zu gefährden.

7. Futter und Wasser: Lieber weit entfernt voneinander stellen!

Ein großer Fehler, den die meisten Anfänger in der Katzenhaltung machen besteht darin, Futter und Wasser genau nebeneinander zu stellen. Hunde stört das in der Regel wenig, doch Katzen gefällt das gar nicht und sie neigen dazu weniger zu trinken.

Warum genau das so ist, kann nur vermutet werden. Als ehemalige Wüstentiere sind Katzen von Haus aus sparsame Wassertrinker. In der Natur finden sie Wasserstellen nur extrem selten direkt neben ihrer Beute. Der Wassernapf sollte darum immer einige Meter vom Futter entfernt gestellt werden, damit die Katze genügend trinkt.

8. Milch oder Wasser: Dürfen Katzen Milch trinken?

Die milchtrinkende Katze ist ein Motiv, dass wir seit Kindertagen im Kopf haben. Die Wahrheit jedoch sieht ein wenig anders aus: Katzen sind in Wahrheit laktoseintolerant, sie können Milch also nur schlecht verdauen. Zu viel Kuhmilch bereitet vielen Katzen Blähungen und sorgt für Durchfall.

Du kannst deiner Katze trotzdem hin und wieder Milch geben, wenn sie diese sehr mag. Die Milch wird deutlich bekömmlicher, wenn sie verdünnt gegeben wird. Im Tierfachhandel gibt es außerdem spezielle Katzenmilch in Fläschchen, die extra für Katzen hergestellt wurde und als Snack gegeben werden kann.

9. Was tun, wenn die Katze einmal nicht fressen will?

Wenn Du eine Katze nachhause holst kann es sein, dass sie das Fressen verweigert. Katzenfutter riecht intensiver und schmeckt besser, wenn es zuvor leicht erwärmt worden ist. Das klappt am besten im Wasserbad. Achtung: Möchtest Du Katzenfutter in der Mikrowelle erhitzen, musst du es zuvor aus der Verpackung in eine Schale geben. Andernfalls riskierst Du einen Schaden an dem Gerät!

10. Die Fellpflege: Müssen Katzen gebürstet werden?

Katzen sind selbstständiger als Hunde und übernehmen die Pflege ihres Fells grundsätzlich selbst. Wenn Du deine Katze jedoch regelmäßig bürstest, wird ihr Fell einen schönen Schimmer bekommen. Außerdem hilfst Du ihr damit überschüssige Haare besser loszuwerden, als sie es selbst mir ihrer kleinen Zunge schaffen könnte.

Katzen können Haare nicht verdauen und würgen sie darum als Haarballen wieder ans Tageslicht. Wenn Du sie bürstest, kannst Du die Zahl dieser Haarballen erheblich reduzieren.

Hast Du gewusst? Kokosöl hilft das Fell einer Katze samt und seidig zu halten. Es schützt die Tiere außerdem vor Zecken und anderen Parasiten. Alles über die Anwendung von Kokosöl bei Katzen liest Du in diesem Artikel.

11. Die Körperpflege: Müssen Katzen gebadet werden?

Eines vorab: Katzen müssen grundsätzlich nicht gebadet werden. Etwas anders liegt der Fall, wenn deine Katze ein Bad tatsächlich nötig hat – etwa, weil sie aufgrund einer Erkrankung nicht in der Lage ist, sich selbst genügend zu reinigen, oder wenn sie Durchfall hat und ihr Fell stark verschmutzt ist.

Doch Katzen frieren auch leicht. Achte darum darauf, dass sowohl der Raum, als auch das Wasser eine angenehme Temperatur haben. Eine Katze sollte niemals komplett ins Wasser „eingetaucht“ werden. Es genügt, wenn Du die Badewanne zu etwa 20 Zentimetern mit Wasser füllst. 

Nimm dann einen weichen Waschlappen zur Hand und säubere damit vorsichtig die verschmutzten Stellen deiner Katze. Du kannst auch ein wenig mildes, verdünntes Shampoo verwenden.

12. Beim Tierarzt: Müssen Katzen geimpft werden?

Impfungen gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen sind notwendig – selbst dann, wenn deine Katze nur in der Wohnung lebt! Impfungen zum Schutz gegen Leukose und FIP (Feline Infektiöse Peritonitis , auch bekannt als „Katzen-Aids“) werden für Katzen zu empfohlen, die Freigang haben oder Kontakt zu anderen Katzen haben könnten – dazu zählt zum Beispiel auch die Tierpension.

13. Eine Katze anschaffen: Wird sie Freigänger oder bleibt sie Stubentiger?

Katzen wollen unabhängig und frei sein! Wenn Du allerdings in der Stadt lebst, kommt Freigang für deine Katze womöglich nicht in Frage. Auf ihren Erkundungstouren durch die City lauern viele Gefahren und es kann passieren, dass deine Katze auch einmal über Tage hinweg verschwunden bleibt.

Wenn Du eher ländlicher lebst, ist deutlich ungefährlicher einer Katze Freigang zu gewähren. Katzen zeigen oft deutlich weniger Verhaltensauffälligkeiten, wenn sie nach draußen dürfen. Bevor Du deine Katze nach draußen lässt, sollte sie aber unbedingt kastriert und vom Tierarzt gechippt worden sein. Falls sie dann einmal verschwindet, kann sie dir eindeutig zugeordnet werden.

14. Müssen Katzen kastriert werden? Was kostet es, eine Katze zu kastrieren?

Auch reine Wohnungskatzen sollten kastriert werden, sobald die Zeit dafür reif ist. Wann genau das ist, kann der Tierarzt am besten einschätzen. Manche Katzen kommen früher in die Pubertät als andere. Allgemein gilt jedoch, dass Katzen und Kater ab etwa sechs Monaten geschlechtsreif sind.

Das bringt neben der Fähigkeit zur Fortpflanzung noch einige Nebeneffekte mit sich, die wir Menschen nicht ganz so toll finden: Katzen werden rollig und können besonders nachts herzzerreißend nach einem Kater rufen! Das klingt so erbärmlich, dass es dir garantiert den Schlaf rauben wird!

Werden Kater geschlechtsreif, beginnen sie „ihr Revier“ zu markieren. Wer diesen Geruch einmal in der Nase hatte, wird ihn so schnell nicht wieder los – deine Couch und dein Teppich übrigens auch nicht.

Eine frühzeitige Kastration von Katzen und Katern ist darum absolut empfehlenswert.

15. Kann man Katzen das Kratzen abgewöhnen?

Katzen müssen kratzen! Das ist so, weil ihre Krallen permanent nachwachsen und sie andernfalls immer länger werden würden. Wenn Katzen eine Kralle verlieren, dann handelt es sich in der Regel nur um die Krallen-Hülse. Direkt darunter wächst bereits eine neue Kralle nach.

Der Fall ist darum klar: Du brauchst einen Kratzbaum im Haus! Noch besser sind gleich mehrere „Kratz-Spots“ in der Wohnung, denn umso weniger wird sich deine Katze für das Kratzen an deinen Möbeln interessieren. Mehr Tipps zu diesem Thema liest Du in diesem Artikel: Wohnungskatzen: 9 Tipps, wie deine Mieze auch ohne Freigang glücklich wird.

16. Kann man Katzen die Krallen ziehen lassen?

Deine Katze kratzt trotz Kratzbaum und anderen Kratzgelegenheiten an deinen Möbeln? Leider ist es keine Option, ihr die Krallen ziehen zu lassen. Einer Katze die Krallen ziehen zu lassen, bedeutet eine schlimme Verstümmelung! Es ist in etwa zu vergleichen mit dem Ziehen von Fingernägeln beim Menschen. Auf keinen Fall solltest Du deiner Katze diese Tortur antun. In Deutschland ist Krallenziehen zudem auch verboten (nicht so etwa in den USA, wo die Prozedur bis heute von vielen Tierärzten sogar empfohlen wird).

17. Das Katzenklo: Wie oft soll man es reinigen, damit sich der Stubentiger wohlfühlt?

Katzen sind sehr saubere Wesen und es gibt wenig, dass sie mehr hassen als ein schmutziges Katzenklo. Es kann passieren, dass Katzen ihr stilles Örtchen meiden, wenn es ihnen zu schmutzig ist. Sie suchen dann einen anderen Ort zur Erledigung ihres Geschäfts auf. Es sollte darum in deinem eigenen Interesse liegen, die Toilette deiner Katze regelmäßig zu reinigen.

Wenn Du dir eine Katze anschaffen willst, solltest Du bereit sein täglich Kot und Urin aus der Katzentoilette auszusieben. Mindestens einmal pro Woche muss die Streul komplett erneuert werden.

18. Du liebst Zimmerpflanzen? Viele Pflanzen sind giftig für Katzen!

Sogar viele pflanzliche Lebensmittel wie Rosinen, Weintrauben, und Avocado sind für Katzen giftig. Welche Pflanzen für Katzen giftig sind, liest Du in dieser Übersicht. Welche Pflanzen Du stattdessen bedenkenlos in die Wohnung stellen kannst, haben wir für dich in diesem Artikel aufgeschrieben.

19. Als Veganer eine fleischfressende Katze halten: Lassen sich Katzen vegan ernähren?

Es ist verständlich, dass Du als Veganer auch deine Katze am liebsten vegan ernähren möchtest. Im Gegensatz zu Hunden (Omnivoren) sind Katzen von Natur aus Fleischfresser (Carnivoren). Es ist leider nicht zu ändern: Katzen benötigen tierische Kost, um zu überleben.

Jedoch: Es gibt Katzenhalter, die ihre Tiere vegetarisch ernähren. Es erfordert jedoch eine umfassende Beschäftigung dem Thema, um einer Katze durch die fleischfreie Ernährung nicht zu schaden.

20. Katze zulegen: Welche Katzenrasse ist am besten geeignet?

Beliebte Rassekatzen für Familien mit Kindern sind Maine Coon, Ragdoll und Norwegische Waldkatze. Diese Katzen sind besonders robust, spielen gerne und sind sehr anhänglich gegenüber Menschen. Eine Übersicht der beliebtesten Katzenrassen findest Du hier.

21. Sind Katzen wirklich Einzelgänger? Können Katzen alleine leben?

Auch diese Frage bewegt seit vielen Jahren die Katzenhalter-Community: Sind Katzen nur zu mehreren glücklich, oder können sie auch alleine gehalten werden? Grundsätzlich sind Katzen natürlich glücklicher, wenn sie in Gemeinschaft mit mindestens einem weiteren Artgenossen leben können. Die weit verbreitete Annahme, dass die Tiere Einzelgänger seien, ist jedoch vollkommen falsch.

Katzen sind intelligente und soziale Wesen. Sie brauchen wie wir Menschen den Austausch mit Lebewesen, die ihnen ähnlich sind. Ob sie darauf verzichten können, ist also eine durchaus heikle Frage. Tatsächlich lebt mehr als die Hälfte aller Katzen in Deutschland als Einzelkatze.

Noch ein Tipp zum Schluss: Wenn deine Katze miaut, dann meint sie DICH!

Hast Du gewusst? Untereinander miauen Katzen so gut wie nie! Dieses Kommunikationsmittel ist alleine uns Menschen vorbehalten. Manche sagen, dass Katzen damit das Geschrei von Babys imitieren wollen. Wenn Du eine Katze an dein Baby gewöhnen willst, findest Du hier 5 hilfreiche Tipps.

Höre also gut zu, wenn deine Katze das nächste Mal miaut: Sie meint nämlich genau dich und hat dir etwas wichtiges mitzuteilen.

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