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Wohnungskatzen: 9 Tipps, wie deine Mieze auch ohne Freigang glücklich wird

Katzen sind neugierig. Sie jagen gern und sind interessiert an allem, was sich bewegt. Ist es Tierquälerei, Katzen in der Wohnung zu halten? Schließlich fehlen naturgemäß in der Wohnung viele Reize und Attraktionen, die es für Katzen in der Natur im Überfluss gibt.

Auf den ersten Blick stimmt die obige Erkenntnis natürlich nachdenklich. Doch mit der richtigen Einstellung zum Tier und der passenden Einrichtung können Katzen durchaus auch als reine Stubentiger glücklich werden.

Die entscheidende Frage ist:

Was brauchen Katzen in der Wohnung wirklich?

1. Größe der Wohnung – oft weniger entscheidend, als die Anzahl der Zimmer

Eine Katze in einer kleineren Wohnung zu halten ist möglich. Wichtiger als die Anzahl der Quadratmeter ist die Zahl der Zimmer. Zwei sollten es schon sein, damit eine Katze Gelegenheit hat, sich auch einmal zurückzuziehen.

Wer selbst auch noch etwas Platz für sich beansprucht, sollte am besten eine Wohnung mit minimal 40 Quadratmetern für das Zusammenleben mit Katzen wählen – größer geht natürlich immer.

2. Alleine sein macht unglücklich

Eine Katzenfreundin oder ein Katerkumpel dürfen bei reinen Wohnungskatzen niemals fehlen!

Denn so sehr wir unsere Katze auch lieben, einen Artgenossen können wir ihnen nicht ersetzen. Katzen spielen anders als Menschen, sie riechen anders und sie kuscheln auch anders.

Eine Katze alleine in der Wohnung zu halten, ist dem Tier gegenüber einfach nicht fair. Es kann zu schweren Verhaltensstörungen bis hin zu Depressionen bei Katzen kommen, wenn sie zu oft und zu lange  alleine gelassen werden. Diese Gefahr besteht insbesondere dann, wenn ihre Menschen acht Stunden und mehr am Tag nicht Zuhause sein können.

3. Höhenunterschiede in der Wohnung schaffen

Wichtig bei der Wohnungshaltung von Katzen ist die richtige Gestaltung der Umgebung. Katzen lieben es zu klettern! Dieser natürlichen Leidenschaft wollen sie selbstverständlich auch in der Wohnung nachgehen. Es ist darum eine gute Idee, eine Wohnung von Anfang an katzengerecht einzurichten.

Dazu gehört als erstes natürlich ein Kratzbaum. Am besten geeignet ist ein Modell, das bis an die Decke reicht. Er bietet Katzen die Möglichkeit, sich die Dinge von oben aus anzusehen.

Noch besser ist ein so genannter Catwalk: Hierbei werden entlang einer Wand in unterschiedlicher Höhe kleine Vorsprünge angebracht, die ein stimmiges Gesamtbild ergeben.

Der Sinn ist, dass die Katzen gewissermaßen einen kleinen Parcours entlang laufen können. Eingebunden werden können in diese Installation auch Regale und andere auch Möbel.

Auf Pinterest findest Du viele Ideen für individuelle Catwalks. Schau‘ doch mal rein!

4. Höhlen und Verstecke

Auch Höhlen und andere Verstecke bieten Katzen ein Stück von dem, was sie normalerweise in der freien Natur vorfinden. Der Vorteil ist, dass eine Katze in der Wohnung nicht verloren gehen kann und das Versteckspiel so einer gewissen Kontrolle unterliegt.

Wie genau du deinen Katzen gemütliche Höhlen und Verstecke einrichtest, ist natürlich in erster Linie auch von deinem persönlichen Geschmack abhängig – und von dem, was sich deine Tiere wünschen.

Viele Katzen sind beispielsweise schon zufrieden, wenn sie es sich in einem Schrank bequem machen können, oder in einem alten Karton.

5. Für Abwechslung sorgen

Was Katzen in der reinen Wohnungshaltung am häufigsten fehlt, ist Abwechslung. Draußen gibt es so viele spannende Dinge zu entdecken, die in der aufgeräumten Menschenwohnung oft einfach fehlen.

Die Lösung: Hole dir diese Dinge in deine Wohnung! Warum nicht einfach mal beim nächsten Spaziergang eine schöne Feder, eine Kastanie, oder einen buschigen Zweig zum spielen für die Katzen mitbringen?

Die meisten Wohnungskatzen genießen es und sind begeistert, wenn Du ihnen immer mal wieder ’neue Dinge‘ von draußen mitbringst, die sie nach Herzenslust beschnüffeln und erkunden können.

6. Den Jagdtrieb herausfordern

Hast Du es gewusst: Die meisten Wohnungskatzen sind zu dick! Das liegt nicht nur daran, dass viele Menschen ihre Tiere falsch füttern, sondern auch an dem Fakt, dass Katzen für ihre Mahlzeiten oft gar nicht mehr „arbeiten“ müssen.

In der Natur muss eine Katze ihrer Beute hinterherjagen und sie erlegen, bevor sie in den Genuss einer Mahlzeit gelangt. Das ist ganz schön anstrengend und kostet eine Menge Energie. In der menschlichen Obhut wird diese Energie oft nicht richtig abgebaut und so kommt es leicht zu Fettleibigkeit.

Die Lösung: Lass‘ deine Katzen sich ihre Mahlzeiten hin und wieder auch mal erarbeiten! Lege beispielsweise vor dem Abendbrot deiner Tiere eine regelmäßige Spieleinheit mit ihnen ein und gewöhne sie allmählich an dieses Ritual

Für Katzen, die grundsätzlich zu hastig fressen, gibt es übrigens auch spezielle Futternäpfe, die das Hinunterschlingen effektiv verhindern.

7. Pflanzen in der Wohnung

Auch Pflanzen sorgen für Abwechslung, doch es sollten die richtigen sein. Denn die meisten Katzen fühlen sich von allem, was grün ist, wie magisch angezogen.

Knabbern die Tiere jedoch an den falschen Pflanzen, so kann das zu schlimmen Vergiftungen führen, die sogar den Tod herbeiführen können. Baldrian und Katzengras sind zum Beispiel Pflanzen, die für Katzen keine Gefahr darstellen und zudem als äußerst interessant wahrgenommen werden.

Welche Pflanzen außerdem im Katzenhaushalt in Frage kommen, liest Du in diesem Artikel: Ungiftige Pflanzen für Katzen.

8. Im Bett ist es am schönsten

Regelmäßiger Körperkontakt mit ihren Bezugsmenschen ist für Wohnungskatzen fast genauso wichtig, wie das Kuscheln mit Artgenossen. Wo ginge das ganze besser, als im Bett?

Katzen lieben es im Bett zu schlafen und es grenzt nahezu an ein Ding der Unmöglichkeit, ihnen diesen Wunsch abtrainieren zu wollen. Das ist auch gar nicht nötig, sofern man keine Katzenhaarallergie hat.

Im Bett ist es schließlich immer schön warm und es gibt Gelegenheit, sich zu verstecken. Ein Bett ist aus Katzensicht also ein nahezu perfekter Ort.

9. Intelligenzspielzeuge

Ihre naturgegebene Neugierde ist ein untrüglicher Hinweis: Katzen sind intelligente Tiere! In der Wohnungshaltung sind wir als Halter gefordert, ihre Intelligenz herauszufordern, damit diese Eigenschaft nicht verkümmert. Nur so stellen wir sicher, dass die Tiere wirklich glücklich sind und ein artgerechtes Leben auch außerhalb der Natur führen können.

Intelligenzspielzeuge sind eine ideale Möglichkeit, gelangweilte Stubentiger angemessen herauszufordern. Sie wurden speziell für die Bedürfnisse von Katzen entwickelt und sind darum eine echte Alternative für Erlebnisse und Situationen, die Katzen im Freigang erleben.

Kennst Du weitere Ideen und Tipps, mit denen Wohnungskatzen ein glücklicheres und zufriedeneres Leben führen können? Diskutiere mit uns auf Facebook

 

Autor(in) Cat News

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