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Katzenhaarallergie: Wie Betroffene trotzdem mit Katzen zusammenleben können

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Katzenhaare gehören zu den häufigsten Allergenen im Haushalt. Rund 15 Prozent aller Allergiker reagieren auch auf Katzenhaare mit bekannten allergischen Symptomen wie Hautjucken, Niesreiz oder Hustenanfällen. Wer eine Katzenhaarallergie hat, muss jedoch nicht zwangsläufig auf eine Katze verzichten. Werden bestimmte Maßnahmen ergriffen, ist ein angenehmes Zusammenleben durchaus möglich. 11 Tipps und 10 Erfahrungsberichte von Betroffenen.

Die Anwesenheit einer Samtpfote bringt normalerweise Ruhe und Entspannung ins Haus. Das ändert sich jedoch schlagartig, sobald jemand mit Katzenallergie im gleichen Haushalt lebt, oder diesen auch nur regelmäßig besucht.

Im Haushalt gehören Katzenhaare zu den häufigsten Ursachen für allergische Reaktionen. Auf der „Hitliste“ der aggressivsten Allergene stehen sie auf Platz 2, direkt gefolgt auf Hausstaubmilben.

Wer Allergien hat, reagiert manchmal auch auf Katzenhaare allergisch. Viele Menschen entwickeln auch ganz plötzlich eine Katzenhaarallergie. Die einfachste Lösung in solch einer Situation wäre es wohl, das Tier abzugeben. Doch das möchten verständlicherweise die wenigsten Katzenhalter.

Die Erfahrungen zeigen, dass dieser Schritt in den meisten Fällen auch gar nicht nötig ist! Wir haben recherchiert, wie Mensch und Tier trotz Katzenhaarallergie harmonisch zusammenleben können.

 

Hausstaubmilbe oder Katzenhaarallergie: Symptome und tatsächliche Auslöser

Im ersten Schritt ist es wichtig herauszufinden, ob die vorliegenden Symptome in erster Linie auf eine Katzenallergie zurückzuführen sind, oder ob es vielleicht noch andere Ursachen gibt.

Denn immer mehr Menschen reagieren laut Hals-Nasen-Ohren-Ärzten empfindlich auf Milben im Hausstaub.

In einem Interview mit mein-allergie-portal.com sagt Dr. Patrick Gillessen, HNO-Arzt aus München:

„Zur Häufigkeit der Hausstaubmilbenallergie gibt es unterschiedliche Angaben. Aktuelle Schätzungen gehen von 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung aus, die unter einer Hausstaubmilbenallergie leiden. Man geht für die kommenden Jahre von einem weiteren Anstieg aus.“

Gerade wer ganz plötzlich allergische Symptome an sich feststellt und zuvor nie mit Allergien belastet war, sollte als erstes einen Allergietest bei einem HNO-Arzt durchführen lassen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei einer vermuteten Katzenhaarallergie in erster Linie um eine Allergie gegen Hausstaubmilben handelt, ist hoch!

 

Allergietest positiv auf Katzenhaare: Muss ich meine Katze jetzt abgeben?

katzenhaarallergie

Was tun, wenn der Allergietest auch positiv auf Katzenhaare ausschlägt? Früher hat man Menschen mit Katzenhaarallergie häufig dazu geraten, ihre Lieblinge im Sinne der eigenen Gesundheit lieber abzugeben. Heute ist dieser radikale Schritt nur noch in den wenigsten Fällen nötig:

Eine Katzenhaarallergie ist kein Grund, in eine Krise zu fallen und ein geliebtes Haustier wegzugeben! Die Erfahrungen zeigen: Mit entsprechenden Vorkehrungen und Maßnahmen können die meisten Allergiker ihre Tiere behalten.

Es gibt zum Glück eine Vielzahl von Tipps und Tricks, um die Symptome einer Katzenallergie auf einem erträglichen Level zu halten, oder durch entsprechende Maßnahmen gar nicht erst entstehen zu lassen.

 

Katze trotz Allergie: Diese 11 Tipps helfen, Symptomen vorzubeugen!

1. Staubfänger vermeiden

Staubfänger Nummer eins im Haushalt sind Teppiche, Gardinen und Polster. Ideal wäre es, diese Gegenstände gänzlich zu vermeiden. Das ist auch teilweise möglich: Statt Gardinen können Rollos aus leichtem Holz oder Kunststoff zum Einsatz kommen. In einem Parkettfußboden oder auf Laminat können sich Katzenhaare weniger erfolgreich festsetzen, als in Teppichen.

2. Katzenklo und Fellpflege von einer anderen Person erledigen lassen

Wer die Möglichkeit hat, sollte das Katzenklo von einer anderen Person im Haushalt reinigen lassen, die keine Symptome einer Katzenhaarallergie zeigt. Das gleiche gilt für die regelmäßige Fellpflege.

Ansonsten gilt: Gummihandschuhe und ein Mundschutz helfen, die Symptome in Schach zu halten.

3. Nach dem Streicheln Hände waschen

Wer im Umgang mit Katzen allergische Symptome zeigt glaubt meist, dass die Reaktionen sich direkt auf die Tierhaare zurückführen lassen. Das ist jedoch nicht ganz richtig, denn der Auslöser für allergische Symptome ist in Wahrheit ein Protein, das im Speichel, im Urin und in den Tränen- und Talgdrüsen von Katzen vorkommt.

Beim Putzen verteilen Katzen dieses Protein großflächig auf ihrem gesamten Fell. Um Symptome zu vermeiden, ist es wichtig sich als Allergiker nach dem direkten Kontakt mit einer Katze gründlich die Hände zu waschen.

4. Katzenfreie Zonen schaffen

Mindestens ein Raum in der Wohnung sollte zur katzenfreien Zone erklärt werden. Am besten eignet sich hierfür das Schlafzimmer: Decken und Matratzen ziehen Katzenhaare ohnehin buchstäblich an und es ist extrem schwierig Tierhaare in diesem Raum auf einem erträglichen Level zu halten.

5. Häufiges Lüften aller Räume

Das regelmäßige Lüften aller Räume sollte für Menschen mit Tierhaarallergie zur alltäglichen Routine werden. Es ist wichtig hier wirklich konsequent zu sein und mindestens einmal morgens und einmal abends alle Räume groß zu lüften.

6. Auf Sauberkeit achten

Alle Oberflächen wie Schränke, Anrichten, Tische und Polster sollten routinemäßig gereinigt oder abgewischt werden. Wie häufig eine Reinigung sein muss, ist individuell verschieden: Manchen Allergikern genügt die Prozedur einmal in der Woche, andere reinigen ihre Wohnung jeden zweiten Tag.

7. Katzenallergie Spray

Im Tierfachhandel gibt es spezielle Sprays, welche die Allergene in Tierhaaren neutralisieren können. Das Spray kann auf Teppichen, Polstern, Stoffen und harten Oberflächen gleichermaßen aufgetragen werden.

Allergone TS ist ein biologisches Spray auf mineralischer und pflanzlicher Basis und kann online bestellt werden.* Weil es aufgrund seiner Zusammensetzung zu 100 % unschädlich für Mensch und Tier ist, kann es sogar auf das Katzenstreu im Katzenklo gesprüht werden.

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8. Raumluftfilter: Wirkung ist eher bescheiden

Wenig positive Erfahrungen machen Katzenhaarallergiker mit Raumluftfiltern zur Filterung von Tierhaaren. Weil die Haare in der gesamten Wohnung und vor allem auf Polstern und Teppichen verteilt sind, ist der Effekt solcher Filter eher bescheiden.

Häufiges Lüften der Räume ist vermutlich mindestens genauso effektiv und schont zudem den Geldbeutel.

9. Impfung gegen Katzenhaarallergie?

Erst kürzlich haben Wissenschaftler in der Schweiz einen Impfstoff gegen Katzenhaarallergie entwickelt und bereits mit erstem Erfolg getestet. Geimpft wird jedoch nicht der Mensch, sondern das Tier. Der Effekt ist, dass das allergieauslösende Eiweißprotein von Katzen nicht mehr, oder nur noch in geringer Ausprägung, produziert wird.

Das Verfahren bisher noch nicht umfänglich etabliert. Mehr Informationen gibt es in diesem Beitrag: Schweizer Forscher entwickeln Impfstoff gegen Katzenhaarallergie.

10. Katzen für Allergiker

Du hast eine Katzenhaarallergie? Dann schaff‘ dir doch einfach eine Nacktkatze (Sphynxkatze) an! Es gibt tatsächlich Katzenrassen von denen gesagt wird, dass sie weniger allergieauslösend sind als andere.

Dazu gehören die Sibirische Waldkatze, die Balinesen-Katze, die als Nacktkatze bekannte Sphynx-Katze oder auch die Cornish Rex, sowie andere Rassen der Gattung Rex. Es kann funktionieren, sich gezielt eine Katze der genannten Rassen zuzulegen. Es gibt auch Züchter, die ihre Tiere speziell unter diesem „Verkaufsmerkmal“ handeln.

Seit 2006 sind auérdem zwei Unternehmen in den USA bemüht mit Hilfe des sogenannten „Gen Editing“ Stubentiger zu erschaffen, die keine Allergien mehr auslösen. Was mit dem Katzenkörper passiert, wenn das entsprechende Protein fehlt, ist bisher jedoch völlig unklar. Sogenannte Allerca-Katzen sind darum bis zum heutigen Zeitpunkt noch Zukunftsmusik.

11. Katze trotz Allergie: Auch Desensibilisierung ist eine Möglichkeit

Berichte von Betroffenen zeigen, dass eine gezielte Desensibilisierung auf Tierhaare (Hyposensibilisierung) beim Vorliegen einer Katzenallergie erfolgreich sein kann.

Eine Hyposensibilisierung verhindert die Überreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Substanzen, zu denen auch das Eiweiß-Protein von Katzen gezählt werden kann.

Durch die Konfrontation mit geringen Mengen des Allergens gewöhnen sich die Abwehrzellen allmählich an diese. Hyposensibilisierung ist demnach eine Art Training für den Körper, hin zu mehr Toleranz gegenüber der allergieauslösenden Substanz.

 

Katze trotz Allergie: Diese Erfahrungen machen Menschen mit Katzen und Tierhaarallergie

Eine Tierhaarallergie muss nicht das das Aus für die Katzenhaltung bedeuten! Es gibt viele Menschen die Katzen halten, obwohl sie eine Allergie haben.

Laura:

„Ich löse es so für mich:

1. Laminat in der Wohnung und kein Teppich
2. Absolutes Schlafzimmerverbot
3. Nach kraulen immer die Hände waschen und nie mit dem Gesicht in das Fell gehen.

Manche Tage bin ich empfindlicher als andere und dann gehe ich den beiden etwas mehr aus dem Weg.“

Carmen:

„Wir haben hier zu Hause Allerpet ausprobiert und ich würde dieses Mittelchen
immer weiterempfehlen. Auch bei meinem Mann wurde eine Katzenhaarallergie
festgestellt und uns wurde geraten die Katze abzugeben, das wollten wir allerdings nicht.

Wir haben daraufhin das Allerpet gekauft und für den Notfall ein Asthmaspray besorgt.
Katze jede Woche ordentlich mit dem Mittel eingerieben und Ende war. Mein Mann
konnte sogar wieder die Nase in ihr Fell stecken – ohne Probleme.“

Tina:

„Ich leide selbst (unter anderem) an Katzenallergie, mir hilft Ceterizin.“

Thomas:

„Ich hab selbst ne totale Allergie was Tiere betrifft, darunter auch Katzen
Wir haben auch eine Katze, ich muss zugeben die ersten Monate hatte ich starke Probleme, aber irgendwie hab ich an die Katzenhaare gewöhnt“

Miriam:

„Tatsächlich ist es bei mir so, dass die Allergie mit der Zeit nachlässt. War bei meinen eigenen Katzen so und jetzt, wo ich das Kätzchen meiner Oma pflege, war es das gleiche. Zuerst reagiere ich sehr stark allergisch und nach ein paar Wochen ist es wie weggezaubert. „

Anna Mai:

„Es stimmt wirklich, dass man sich gegen die eigene Katze selbst immunisiert. Ich hatte eine extrem schlimme Katzenallergie (…) eines Tages hat sich dieser super süße kleine Kater in mein Leben „geschlichen“ und ich hab auch auf ihn extrem reagiert. Ich hab alles probiert, Allergietabletten, Schwarzkümmelöl, usw.

Mittlerweile ist das fast 2 Jahre vorbei und ich liege mit ihm zusammen auf der Couch, teil mir mit ihm ne Decke und kann mit ihm schmusen, ohne dass ich irgendwelche Probleme habe“

Lucy:

„Ich selbst habe 8 Katzen und eine Katzenallergie (…) Geh zur chinesischen Akupunktur bei einem ausgebildeten Heilpraktiker. Bevor eine Allergie überhaupt ausbricht stimmt schon sehr sehr lange etwas nicht mehr im Körper. Deshalb hast Du Deine Katze auch schon so lange und erst jetzt gefällt es wohl Deinem Körper nicht mehr. Ich glaube nicht, das es die Katze ist!“

Petra:

„Also mein Arzt hat damals gesagt: Waaaaas? Die arme Katze soll weg? Die kann doch nix dazu! Und hat gelacht und gemeint, das kriegen wir hin, dass ich sie behalten darf. Als allererstes hat er mir dann in den Mund geschaut und wo er das viele Amalgam gesehen hat sagte er nur: Als erstes muss das ganze Amalgam raus. Und so habe ich es auch gemacht. (…) nach 4- 5 Monaten spürte ich merklich eine absolute Verbesserung.“

Joahnna:

„Ich leide auch unter schlimmer Katzenhaarallergie. Als ich dann aber auch eine vernachlässigte Katze aufgenommen habe und wirklich nichts geholfen hat (Tabletten, Desensiblisierung mit Tropfen, Spritzen), habe ich es mit Akupunktur versucht und:

ES HAT GEHOLFEN!“

Gaby:

„Ich hatte auch jahrelang eine Katzenallergie (fürchterliches Augentränen und Naselaufen mit Niesattacken), die sich glücklicherweise mit der Zeit wieder verkrümelt hat. Ich habe in Sachen (anderer) Allergien sehr gute Erfahrungen mit der Bioresonanztherapie gemacht und habe auch einige Bekannte, die damit Erfolge erzielten.“

Autor(in) Cat News

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