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Die Maine Coon Katze: Sanfte Riesen mit hoher Intelligenz

maine coon katze

Die Maine Coon Katze gehört zu den Schwergewichten unter den Stubentigern und ist wahrscheinlich gerade deshalb so beliebt. In ihrer Heimat, dem US-Bundesstaat Maine, wird die Rassekatze sogar offiziell als Staatstier geführt. Was sollte man über den Charakter dieser imposanten Tiere wissen und welche Bedingungen stellt die Katze an ihre Haltung? In unserem Rasseporträt Maine Coon Katze erfährst du es!

Die Maine Coon Katze ist die am häufigsten in Deutschland gehaltene Rassekatze. Ursprünglich stammt sie aus dem Nordosten der USA und wird manchmal auch als Amerikanische Waldkatze bezeichnet.

Hier liest du alles wichtige über Maine Coon Katzen:

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Der Stammbaum der Maine Coon

Der Name der Maine Coon setzt sich aus dem englischen Begriff Raccoon (dt. Waschbär) und dem Namen des US-Bundesstaat Maine zusammen. Um kaum eine andere Katzenrasse ranken sich so viele Mythen und Legenden, wie um die Maine Coon Katze.

Eine besagt, dass der Wikingerfürst Leif Eriksson die Katzenart auf den amerikanischen Kontinent gebracht habe. Der Überlieferung nach hatte der Wikinger an Bord seines Schiffs mehrere Norwegische Waldkatzen aus seiner Heimat. Und weil Katzen nun einmal neugierig sind, hielt es sie nicht lang an Deck, nachdem das Schiff erst einmal angelegt hatte. Die Tiere pflanzten sich in ihrer neuen Heimat fort und ihre Nachfahren seien die heutigen Maine Coon Katzen.

Einer anderen Legende zufolge ist die Maine Coon Katze das Ergebnis der Kreuzung eines Waschbären mit einer Katze. Belegt ist weder die eine, noch die andere Legende und gerade letztere gehört wohl am ehesten in das Reich der Fantasie.

Heute geht man im Allgemeinen davon aus, dass die Maine Coon Katze im 19. Jahrhundert in die USA kam. In dieser Zeit erlebte der Kontinent eine hohe Einwanderungswelle aus aller Herren Länder. Fast jedes Schiff hatte eine oder mehrere Schiffskatzen an Bord und darunter waren vermutlich auch einige Langhaarkatzen, die dann später zur gezielten Zucht verwendet wurden. Ab etwa der Mitte des 19. Jahrhunderts lässt sich diese belegen. Im 19. Jahrhundert wurden Katzenshows in den Vereinigten Staaten populär, Maine Coon Katzen waren ihre Stars.

Typische Charaktereigenschaften

Ihre Beinamen Gentle Giant und Hundkatze hat die Rasse nicht von ungefähr: Die Coonies gehören zu den freundlichsten Vertretern ihrer Gattung und verfügen über ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Aus diesem Grund sollten die Tiere niemals alleine gehalten werden.

Maine Coons sind äußerst verschmuste und anhängliche Katzen. Zusätzlich wird ihnen nachgesagt, überdurchschnittlich intelligent zu sein. Sie „arbeiten“ gerne mit den Pfoten und lernen schnell, wie man Türen und Schränke damit öffnet.

Aus diesem Grund sind die Katzen wie geschaffen für das Clickertraining, welches ihnen in der Regel auch viel Freude macht.

Maine Coon Katzen

 


Maine Coon Katze: Rassestandard

Die Maine Coon Katze ist mit ihrem dichten, buschigen Pelz eine imposante Erscheinung. Kater werden bis zu 12 Kilogramm schwer und messen nicht selten bis zu 100 Zentimeter Länge und mehr. Die Weibchen sind nur unwesentlich zierlicher.

Die Rassestandards dieser Katzen sehen einen kräftigen und robusten Körperbau vor. Der Brustkorb soll breit und die Ohren groß sein. Der Schwanz soll proportional zum Rumpf in etwa die gleiche Länge aufweisen und buschig sein. Als charakteristisch wird außerdem eine wehende Optik des Fells angesehen.


Farbtypen

Die Maine Coon kommt in allen klassischen Farbschattierungen vor. Beliebt sind graue und rote Fellfarben in Kombination mit weißen Anteilen. Schwarze und reinweiße Tiere sind etwas seltener.

Maine Coon Katzen


Ernährung

Katzenfutter aus dem Tierfachhandel ist grundsätzlich für Maine Coons geeignet. Manche Halter bevorzugen ein spezielles Maine Coon Futter, welches vom Hersteller exakt auf die Bedürfnisse dieser Rasse angepasst ist und zum Beispiel das Fell besonders prächtig zur Geltung kommen lassen soll. Preislich unterscheidet sich dieses Futter kaum von anderen, hochwertigen Katzenfuttersorten.

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Freigänger oder Stubentiger?

Maine Coon Katzen sind sehr neugierig und haben das „Entdecker-Gen“. Sie sollten darum nach Möglichkeit Freigang bekommen. Als reine Wohnungskatzen gehalten, benötigen die Tiere viel Unterhaltung und Spielmöglichkeiten zum Ausgleich.

Maine Coon Katzen


Mögliche Erbkrankheiten der Maine Coon

Wie bei allen Rassekatzen können auch bei der Maine Coon erblich bedingte Erkrankungen auftreten. Einige Tiere leiden an Atemnot, welche durch Herzrhythmusstörungen, bedingt durch eine Erkrankung der Herzmuskulatur, ausgelöst wird. Auch kommen Fehlstellungen der Knochen vor (Hüftgelenk, Ellenbogen, Kniescheibe), was zu einem „eierigen Gang“ führen kann.

Zu Beginn ihrer Zucht besaßen rund 40 Prozent aller Main Coons einen zusätzlichen sechsten Zeh an jeder Pfote. Diese genetische Abweichung kommt mitunter noch heute vor, ist aber für die Tiere nicht weiter einschränkend oder anderweitig bedenklich. Trotzdem verbietet es das deutsche Tierschutzgesetz, mit ihnen zu züchten.


Fellpflege

Das Fell der Maine Coon Katze erfordert wie bei anderen Langhaarkatzen eine besondere Pflege. Um nicht zu verfilzen, sollte es mindestens dreimal wöchentlich mit einem geeigneten Kamm gründlich durchgebürstet werden.

Für die Fellpflege hat sich bei Liebhabern dieser Rasse der so genannte Furminator etabliert. Diese Fellbürste dringt tief in die Unterwolle ein und entfernt lockere Haare zuverlässig.

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VIC (Very Important Cats): Berühmte Vertreter der Maine Coon

2012 „kandidierte“ ein Maine Coon Kater für das Amt des Senatoren des US-Bundesstaats Virginia. Eigentlich handelte es sich lediglich um eine Spaßaktion zu Gunsten der Rechte von Tieren, doch Maine Coon Kater Hank wäre am Ende als Drittplatziertem der Wahl fast der Einzug in den Senat geglückt.

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Preis für ein Jungtier

Maine Coon Kitten gibt es ab 350,00 bis hin zu über 1.000,00 Euro. Wie bei anderen Rassekatzen unterscheiden Züchter im Preis ihrer Tiere zwischen so genannten Liebhaberkatzen und Zuchttieren. Erste dürfen bei Androhung von Strafe von bis zu mehreren tausend Euro nicht für die Zucht verwendet werden, sind dafür aber auch deutlich günstiger, als Zuchttiere.

Der Hintergrund ist, dass Maine Coon Züchter ihre Zuchttiere bis heute oft kostenaufwendig aus den USA importieren und verhindern möchten, dass Dritte zu einem Bruchteil der Kosten mit den Tieren ebenfalls züchten.

 

PS: In diesem Artikel findest du die 10 beliebtesten Rassekatzen in Deutschland.

Originally posted 2018-08-09 16:39:30.

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