Wenn Katzen kämpfen: Spiel oder Ernst und woran Du den Unterschied erkennst

Katzen kämpfen spielerisch. Vorgetäuschte Aggressivität gehört zu ihrem natürlichen Verhalten – auch Reaktionen wie Knurren und Fauchen können dabei vorkommen. Für uns Menschen kann das irritierend sein: Wann ist das ganze noch Spiel, wann wird es Ernst?

Wo gehobelt wird, da fliegen Späne: Wenn mehrere Katzen miteinander in einem Haushalt leben, gehören kleine Rangeleien bei vielen mit dazu. junge Kater können  ihre Halter dabei manchmal besonders au die Nervenprobe stellen, weil sie meist über einen längeren Zeitraum miteinander ausfechten, wer von beiden der Stärkere ist.

Ist die Rangfolge dann geklärt, gibt sich legt sich die jugendliche Aggressivität oft von selbst. Setzt sie sich weiterhin fort und geht es dabei immer brutaler zu, dann sollte der Mensch eingreifen und die Tiere voneinander trennen.

Ausufernde Revierkämpfen: Welche Rolle nimmt der Mensch dabei ein?

Katzen machen ihr Katzending und wir Menschen sollten uns am besten so wenig wie möglich einmischen – wer so denkt, vergisst, dass wir für unsere Katzen in Wahrheit die Rolle einer pflegenden Mutter (oder eines liebevollen Vaters) einnehmen: Wir spenden Zuwendung, kümmern uns darum, dass sie immer satt sind und wir spielen mit ihnen.

Auch Studien konnten zeigen, dass wir für unsere Samtpfoten viel mehr sind, als nur willfährige Dosenöffner. Weil das so ist, kann der Mensch bei Konflikten im Katzenrudel durchaus eine Schiedsrichterrolle einnehmen – und sollte dies auch tun!

Wichtig zu wissen: In der Wohnung ist der Lebensbereich von Haustieren auf wenige Quadratmeter begrenzt. Andauernde Nähe ist keine Garantie für ein friedliches Zusammenleben – im Gegenteil. Es kommt darum leichter zu Revierkämpfen, als wenn Katzen in der freien Wildbahn leben würden. Doch auch wenn die Samtpfoten Freigang genießen können, so ist die Wohnung doch ihr zentraler Lebensort.

Wann ist es noch Spaß und Muskelspiel, wenn zwei Katzen miteinander kämpfen, wann wird es Ernst? Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist der Rollenwechsel.

Als Halter sollte man also gut beobachten: Wechseln die Rollen des Jägers und des Gejagten immer mal wieder, so ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass gerade kein ernsthafter Kampf zwischen den beiden Katzen stattfindet. Ist das nicht der Fall, sind wir als Halter gefragt.

Kämpfende Katzen: Eigenschutz geht vor!

Mit den bloßen Händen einzugreifen ist alles andere als eine gute Idee. Es besteht ein hohes Risiko, dass die Katzen ihre Aggression auf den eingreifenden Menschen übertragen. Die Chance, im Eifer des Gefechts von einem der Tiere massiv gebissen oder gekratzt zu werden, ist in solchen Situationen besonders hoch.

Katzenbisse neigen dazu, sich zu entzünden. Durch die spitzen Zähne können tiefe Punktionen entstehen, die besonders an den Händen kritisch werden können. Kein Scherz: Es mussten schon ganze Finger nach dem Biss einer Katze amputiert werden!

Wie lassen sich zwei kämpfende Katzen gefahrlos voneinander trennen? Ein bewährter Trick ist es, ein lautes Geräusch zu erzeugen, das für eine sofortige Unterbrechung der Kampfhandlung sorgt – etwa, indem mit einem Löffel kräftig gegen einen Topf geschlagen wird.

In der Regel lassen die beteiligten Tiere dann sofort die Pfoten voneinander. Neigen zwei Katzen häufiger zu ernsthaften körperlichen Auseinandersetzungen, ist auch die Anschaffung einer Trillerpfeife eine gute Idee. Dieser Streitschlichter sollte am besten an einer Stelle im Haushalt abgelegt werden, an der stets ein schneller Zugriff darauf besteht.

Featured Image: Tracie Hall / Mommy Cat Hissing / CC-BY

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