„Hilfe, meine Katze hasst meinen Partner!“: Was Betroffene dagegen unternehmen können

katze eifersüchtig

Wenn sie ihren Lieblingsmenschen für sich alleine haben, können Katzen die größten Schmusetiger sein. Kommt ein neuer Partner in das Leben des Dosenöffners, entpuppen sich manche plötzlich als wahre Kratzbürsten. Was tun, wenn die Katze eifersüchtig auf den Partner ist? 5 Tipps, die helfen!

Was Veränderungen betrifft, so sind die meisten Katzen ziemlich konservativ: Sie wissen es zu schätzen, wenn Tagesabläufe ihren gewohnten Gang nehmen, wenn es etwa immer um die gleiche Zeit etwas zu fressen gibt und abends auf dem Sofa gekuschelt wird.

Routinen helfen Katzen auch, sich an den Bio-Rhythmus von uns Menschen zu gewöhnen. Das ist vor allem für Halter wichtig, die regelmäßig von ihren Katzen nachts oder in den frühen Morgenstunden geweckt werden, weil der Stubentiger Hunger hat!

Tritt ein neuer Partner an die Seite ihres Halters, kann das Katzen aus dem Gleichgewicht bringen und mit starker Verunsicherung verbunden sein. Wie genau sich der kätzische Unmut zeigt, ist dabei nicht immer gleich: Die eine Katze reagiert aggressiv, faucht den Partner an oder beißt, sobald dieser sich ihr nähert. Die andere zeigt ihren Protest eher durch Unsauberkeit und pinkelt auf Kissen und Betten.

Unabhängig der genauen Verhaltensweisen gibt es einige Möglichkeiten für Halter, einer Katze die Angst vor einer fremden Person zu nehmen.

Auf dieser Seite:

Katzen mit neuartigen und fremden Gerüchen vertraut machen

Liebe geht durch den Magen, oder wie der Feind zum Freund wird

Aggressives Katzenverhalten und die eigenen Emotionen

Ich oder die Katze? Kompromisse finden, statt sich unter Druck setzen zu lassen

Das Bett als katzenfreie Zone: Ja oder Nein?

Fazit

Katze oder Partner? Betroffene Katzenhalter finden sich leicht in der Situation wieder, einen guten Mittelweg finden zu müssen, welcher die Bedürfnisse beider Parteien berücksichtig. 5 Tipps, die Vertrauen schenken und Harmonie stiften, wenn dein (neuer) Partner und deine Katze sich nicht grün sind.

1. Die Katze mit dem fremden (Körper-) Geruch vertraut machen

Unsere Samtpfoten besitzen mehr als 60.000 Riechzellen. Zum Vergleich: Wir verfügen über gerade einmal ein Drittel dieser Zellen. Für Katzen sind ihre Nasen also so etwas wie das Tor zur Welt! Gerüche helfen ihnen, wenn es drum geht, sich zu orientieren und mit Artgenossen zu kommunizieren.

Kommt ein neuer Partner, so bringt er seinen eigenen, neuartigen Geruch mit ins Haus. Auch wenn wir es selbst nicht so wahrnehmen: Für Katzen kann es eine Herausforderung bedeuten, mit diesem Geruch zurecht zu kommen. Um es ihr leichter zu machen, kann der folgende Trick helfen:

Bitte deinen Partner für mehrere Nächte das gleiche T-Shirt beim Schlafen zu tragen und ziehe ebenfalls für diese Nächte das gleiche T-Shirt an.

Tauscht danach die T-Shirts miteinander und lockt dann die Katze zu euch – ins Schlafzimmer, oder falls das Schlafzimmer eine katzenfreie Zone ist, auf die Couch. Falls das Tier noch skeptisch ist: Versuche ganz bewusst mit deiner Katze in Kontakt zu treten, nimm sie zum Beispiel auf den Arm, oder auf deinen Schoss und streichle sie, sprich dabei sanft mit ihr.

Die Katze wird den fremden Körpergeruch natürlich noch immer wahrnehmen, doch ihre bewusste Wahrnehmung ist nun gleichzeitig auf etwas Angenehmes gerichtet. Wird der Trick einige Male wiederholt, kann das bei der einen oder anderen Katze schon zu einem deutlich entspannteren Verhältnis zum neuen Partner führen.

2. Neuer Partner: So wird der Feind zum Freund

Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Im Falle von Katzen gilt das ganz besonders: Ein Leckerli konnte schon so manche Berge versetzen und das Eis zwischen Katze und dem vermeintlichen Eindringling ihres Reichs zum Schmelzen bringen.

Noch besser als ab und zu ein Leckerli zu geben ist, wenn der neue Partner die Fütterung der Katze gleich komplett übernehmen kann!

So verbindet das Haustier immer wieder etwas Positives mit dem Fremden und ihre anfänglichen negativen Emotionen gehen zurück. In vielen Fällen dauert es nicht lang, bis die Katze von sich aus auf den Partner zugeht, sobald sie Hunger hat. Lässt die Katze sich bereits zuverlässig von ihr oder ihm füttern, kann der Effekt noch zusätzlich verstärkt werden: Ab jetzt gibt es immer eine Streicheleinheit, bevor der Napf gefüllt wird!

3. Die eigenen Emotionen kontrollieren

Wenn eine Katze eifersüchtig ist, ist es wichtig selbst ganz gelassen zu bleiben. Das kann besonders schwer fallen wenn man keine Katze hat, die sich nicht zurückzieht oder harnmarkiert, sondern im Gegenteil zu aggressivem Verhalten gegenüber dem Partner neigt.

Faucht die Katze den Partner plötzlich an, oder beißt und kratzt , heißt es: Cool bleiben und die Situation nicht durch eigenes Fehlverhalten anheizen! Dazu gehört auch, die Katze anzuschreien. 

Wie sollte sich der Partner verhalten? Katzen spüren gute Menschen, sagen erfahrene Katzenhalter! Optimal ist es also, wenn dein Partner sich trotz aller ihm entgegen schlagenden Ablehnung offen und freundlich gegenüber der Samtpfote verhält.

Psychologen beschreiben dieses Vorgehen in angespannten Situationen auch als paradoxe Intervention: Zeigt sich dein Partner liebevoll gegenüber dem Haustier, reagiert er so, wie es die die Katze eigentlich nicht erwarten würde. Das nimmt der Situation nicht nur einiges an Schärfe, sondern macht es dem Tier auch leichter, mit der Zeit doch noch Vertrauen zu gewinnen.

4. Kompromisse finden, statt sich unter Druck setzen zu lassen

Ich oder die Katze? Reagiert eine Katze mit intensiver Ablehnung oder aggressiven Verhaltensweisen auf einen neuen Partner, kann das nicht nur den Katzenhalter, sondern vor allem die Person, welcher das Verhalten gilt, in eine missliche Lage bringen.

Für eine wertschätzende Beziehung auf Augenhöhe ist es ratsam, auch als Halter Kompromisse in Sachen Katze einzugehen – emotionale Erpressung gehört hier aber eindeutig nicht dazu! Sollte ein neuer Partner leidenschaftlich die Abgabe des Haustieres fordern, ist es mit großer Wahrscheinlichkeit nicht der richtige Partner.

Trotzdem sollte es eine Option sein, der besseren Hälfte zu Liebe Kompromisse in Sachen Katze einzugehen. Dazu könnte zum Beispiel gehören, das Bett zur katzenfreien Zone zu erklären.

5. Das Bett als katzenfreie Zone: Ja oder Nein?

Katzen dieser Welt sind sich einig: Samtpfoten haben einen angeborenen Anspruch auf ein gemütliches, warmes Plätzchen und das darf gerne das Bett ihres Halters sein! Studien zufolge ist es sogar gesund, mit Katzen im Bett zu schlafen. Trotzdem wissen es nicht alle Menschen zu schätzen, wenn sie das Schlafgemach mit einem Haustier teilen müssen.

Falls dein Partner dazu gehört und Du dich entschließt, deine Katze aus dem Schlafzimmer zu verbannen, wird das nicht auf Anhieb von ihr akzeptiert werden. Wer den Partner nicht von einer Katze im Bett überzeugen kann, sollte sich darum um eine attraktive Alternative für den Sofatigers bemühen.

Durfte eine Katze schon immer im Schlafzimmer übernachten, kann der Partner sich vielleicht mit einer Kompromisslösung anfreunden: Die Katze darf weiterhin im Schlafzimmer schlafen, bekommt aber ab jetzt ihr eigenes Plätzchen jenseits des Bettes.

Ob Katzenkissen oder Katzenhöhle – die folgenden drei Eigenschaften müssen laut der Tierforscherin Zazie Todd (PhD) erfüllt sein, damit sich eine Katze an solch einem Ort wirklich wohlfühlt: 

1. Die passende Größe: Katzen bevorzugen Orte, die sich gut an ihre Körper anschmiegen. Katzen suchen solche Orte auch oft von sich aus auf. Zahlreiche Fotos im Internet von Katzen in viel zu kleinen Kartons können das bezeugen.

2. Gefühl von Sicherheit: Eine erhöhte Position bietet Distanz zum Geschehen und ermöglicht es Katzen, alles stets im Blick zu behalten. Das Verweilen auf erhöhten Plätzen, wie Kratzbäumen oder Schränken, vermittelt ihnen ein Gefühl von Sicherheit. Das Erfüllen dieses Bedürfnisses ist von hoher Bedeutung, wenn es darum geht, sich an die Gegenwart eines neuen Partners zu gewöhnen.

3. Gemütlichkeit: Eine Alternative zum menschlichen Bett darf gerne umschlossen sein und sich höhlenartig anfühlen. Einen Pluspunkt gibt es aus Katzensicht, wenn der Ort dazu noch schön kuschelig und warm ist.

Fazit

Ein neuer Partner im Leben ihres Halters ist einer der häufigsten Gründe, wenn Katzen im Tierheim abgegeben werden. Das zeigt, dass es durchaus nervenaufreibend sein kann, sowohl den Ansprüchen des Haustieres, als auch denen eines neuen Partners gerecht zu werden.

Katzen sind dafür bekannt öfter einmal launisch zu sein, doch wichtig ist sich immer wieder folgendes zu vergegenwärtigen: Kein Tier dieser Welt handelt aus purer Bosheit!

Anfängliche Zurückhaltung auf fremde Menschen ist gerade bei Katzen eine typische Reaktion. Aggressives Verhalten deutet darauf hin, dass eine Katze sich in ihrem Revier bedroht fühlt.

Eine Gewöhnung an die fremde Person gelingt schneller, wenn das Tier den neuen Partner buchstäblich gut riechen kann – Wie wir gesehen haben, kann man hierbei als Halter durchaus etwas nachhelfen.

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