Wählerisch beim Futter? Wie ein einfacher Trick hilft, Katzen zu überlisten!

Wenn es um ihr Futter geht, gelten Katzen als besonders wählerisch. Es ist darum nicht so leicht, sie an ein neues Futter zu gewöhnen. Wie es mit einem einfachen Trick gelingt und was der Grund für das wählerische Verhalten sein könnte.

Welche Faktoren sind für Katzen wichtig, wenn sie ihr Futter wählen? Fest steht: Welches Futter eine Katze bevorzugt, wird bereits in jungen Jahren geprägt.

Die Arten von Nahrungsmitteln, denen das Kätzchen zu Beginn seines Lebens ausgesetzt war, werden auch im späteren Leben bevorzugt gefressen. Eine zusätzliche, jedoch kleinere Rolle scheint zu spielen, welches Futter die Katzenmutter während der Schwangerschaft und Stillzeit zu sich nahm.

Katzen an ein neuartiges Futter zu gewöhnen ist möglich, oft aber schwierig

Nicht wenige Hauskatzen entwickeln im Laufe ihres Lebens eine chronische Erkrankung, die eine spezielle Diät notwendig werden lässt. Dazu gehört etwa eine Diabeteserkrankung, oder eine chronische Niereninsuffizienz (CNI). Nur selten akzeptieren die Tiere das unbekannte Futter auf Anhieb.

Mit Hilfe eines kleinen Tricks gelingt es meist recht unkompliziert, Katzen an ein neues Futter zu gewöhnen:

Der Trick besteht darin, nicht von Anfang an das komplette Futter auszutauschen. Stattdessen erhält die Katze weiterhin ihr bekanntes Futter und bekommt lediglich einen Teelöffel des neuen Futters untergemischt.

Im Abstand von drei Tagen wird die Menge dann um jeweils einen weiteren Löffel erhöht. Gleichzeitig sollte natürlich das alte Futter um etwa die gleiche Portion reduziert werden.

Katzen fressen außerdem besser, wenn sie entspannt sind. Da sie normalerweise Einzeljäger in freier Wildbahn sind, können sie sich beim Essen ausreichend Zeit nehmen. Es ist darum wichtig gerade die Fütterungszeit auch in der Wohnung so stressfrei wie möglich zu halten.

Fehlende Geschmacksrezeptoren könnten ein Grund für wählerisches Verhalten sein

Warum genau sind Katzen bei ihrem Futter so wählerisch? In einer aktuellen Untersuchung aus den USA konnten Wissenschaftler einen möglichen Grund dafür herausfinden.

Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass Katzen sich genetisch von den meisten Säugetieren vor allem dadurch unterscheiden, dass ihnen bestimmte Rezeptoren fehlen, die für das Schmecken süßer Speisen erforderlich sind.

Süße Verbindungen in Lebensmitteln werden normalerweise von einem speziellen Geschmacksknospenrezeptor erkannt, der aus dem Zusammenschluss zweier Gene besteht. Die Wissenschaftler konnten in ihrer Studie zeigen, dass bei Katzen eines dieser Gene nicht richtig funktionsfähig ist.

Da der passende Rezeptor somit nicht gebildet werden kann, können Katzen die Geschmacksrichtung süß nicht identifizieren.

Dieser genetische Unterschied könnte außerdem erklären, weshalb Katzen in freier Wildbahn so gut wie niemals Kohlenhydrate zu sich nehmen und stattdessen eine proteinreiche Nahrung bevorzugen.

Auch unsere domestizierten Katzen sind strenge Fleischfresser und sprechen auf eine proteinreiche Diät in der Regel deutlich besser an, als auf kohlenhydratreiche Nahrung.

Katzenfutter: Entscheidend sind Geruch und Temperatur

In Bezug auf ihr Futter gibt es viele Faktoren, die für Katzen wichtig sind. Die wohl wichtigste Bedeutung kommen Aroma und Geruch zu. An diesen beiden Faktoren können die Tiere rasch beurteilen, ob ein Lebensmittel genießbar ist oder nicht.

Darum bevorzugen die meisten Katzen wohl auch Feuchtfutter, da es deutlich intensiver riecht, als Trockenfutter. Die Temperatur spielt für Katzen ebenfalls eine Rolle, denn kalte Speisen geben grundsätzlich weniger Aroma an die Umgebung ab.

Wer Katzenfutter im Kühlschrank lagert, sollte es darum 30 Minuten vor der Fütterung auf Zimmertemperatur bringen.

In ihrer Untersuchung konnten die Wissenschaftler zeigen, dass Katzen eine Temperatur von exakt 37,7 Grad für ihr Futter als ideal empfinden. 

Ein letzter wichtiger Faktor ist die optische Beschaffenheit und Textur des Futters. Katzen bevorzugen der Studie zufolge feste und feuchte Lebensmittel  – in der Natur wären dies zum Beispiel Mäuse und andere kleine Beutetiere.

Eine Rolle kleine Rolle könnte auch die Form des Futter spielen: In der durchgeführten Untersuchung erhielten 25 Katzen an zwei Tagen Leckerli in der Form eines „O“ und eines „X“. Ergebnis: Katzen scheinen runde Formen lieber zu mögen, als eckige.

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