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‚Schwarze Pädagogik‘: Diese verbreitete Erziehungsmethode zerstört das Vertrauen deiner Katze für immer

Katzen zeigen manchmal Verhaltensweisen, die wir als Halter nicht wünschen. Es ist grundsätzlich nicht falsch, die Tiere zu erziehen. Wenn Du jedoch diese äußerst weit verbreitete Methode anwendest, kannst Du damit  – ohne es zu ahnen – das Vertrauen einer Katze für immer zerstören.

Anders als die meisten Hunde hören Katzen nur selten auf die Befehle ihrer Menschen. Springt deine Katze beispielsweise auf den Esstisch und rufst Du lauthals „Sofort runter da!“, dann stehen die Chancen gut, dass das Tier ganz einfach bleibt wo es ist.

Manch Halter denkt nun vorschnell „Wer nicht hören will, muss fühlen!“. Das eigene Tier zu schlagen, das käme wohl den wenigsten in den Sinn – doch gilt das gleiche auch für einen beherzten Schuss aus einer Wasserpistole?

Wer nun denkt, dass so etwas doch nicht schaden kann, liegt leider weit daneben: Eine Katze mit der Wasserpistole oder Sprühflasche für unerwünschtes Verhalten zu bestrafen, kann bei den sensiblen Tieren das Vertrauen in ihre Menschen dauerhaft zerstören.

Angst oder Gegenangriff sind die Folgen

Strafen unter der Zuhilfenahme von Wasser, ob nun aus einer Sprühflasche, oder einer Wasserpistole, sind niemals anonym – es sei denn, Du kippst einer Katze einen Eimer Wasser über den Kopf, die gerade unter deinem Balkon entlang läuft.

Sprühst Du deine Katze in der Wohnung mit Wasser an, so wird sie fast immer verstehen, dass Du hinter der für sie unangenehmen Erfahrung steckst.

Selbst wenn der Angriff mit dem Wasser grundsätzlich hinterrücks ausgeführt wird, verstehen die intelligenten Tiere mit der Zeit ganz genau, was Sache ist.

Klar ist für die Katze, dass es da immer mal wieder ein unangenehmes Ding in deiner Hand gibt, das ihr öfter zum Verhängnis wird. Mag eine Katze tatsächlich kein Wasser und erschreckt sie sich jedesmal nach dem Sprühstoß, so wird sie das unangenehme Gefühl irgendwann automatisch mit dir und deiner Anwesenheit in Zusammenhang bringen.

Bei besonders sensiblen Katzen genügt bereits eine einzige Erfahrung dieser Art, um langfristig Angst vor dir zu haben. Bei etwas robusteren Naturen geschieht es nicht selten, dass sie sich eines Tages zum Gegenangriff entschließen.

Katzen verstehen Bestrafungen in der Regel nicht

Wenn Du einer Katze mitteilen möchtest, dass sie etwas bestimmtes nicht tun soll, dann ist es nicht selbstverständlich, dass sie deinen Wunsch auch wirklich versteht.

Wie bei Hunden gilt: Eine Strafe muss direkt auf das unerwünschte Verhalten erfolgen. Nur so ist das Tier überhaupt in der Lage, einen Zusammenhang herzustellen.

Folgt die Strafe wenige Sekunden nach dem unerwünschten Verhalten, oder sogar noch später, ist es bereits zu spät.

Doch selbst wenn eine Strafe schnell erfolgt ist niemals sichergestellt, dass die Katze weiß, was gemeint ist. Denn die Tiere tun oft viele Dinge gleichzeitig: Eine Katze, die an einem Sofa kratzt, schaut vielleicht im gleichen Moment zu ihrem Katzenfreund.

Wie kann das Tier nun unterscheiden, welcher dieser beiden Handlungen die Strafe gilt?

Im ungünstigsten Fall bringt sie die Angelegenheit mit ihrem Katzenfreund in Verbindung – indem sie vermutet, dass er hinter allem steckt. Für die Beziehung der Tiere untereinander würde das ziemlich sicher nicht ohne Folgen bleiben.

Katzen erziehen: Mit Hilfe von positiver Psychologie klappt es!

Viele Menschen können sich nicht vorstellen, dass man so eigensinnige Tiere wie Katzen überhaupt erziehen kann. Doch mit der Methode des Clicker-Trainings ist es definitiv machbar!

Beim Clicker-Training geht es um die Konditionierung des Verhaltens von Katzen – oder anderen Tieren, denn erfunden wurde die Methode ursprünglich für das Training mit Delfinen. Doch mittlerweile hat sich herausgestellt, dass viele Tierarten auf diese Weise erziehbar sind.

Ein Vorteil gegenüber anderen Erziehungsmethoden ist die absolute Achtsamkeit: Es gibt keine Bestrafungen, die Tiere werden im Gegenteil für erwünschtes Verhalten belohnt.

Mehr zu diesem Thema liest Du in unserem Interview mit Jasmin Lindner, einer der bekanntesten Expertinnen für das Clicker-Training mit Katzen: Katzen erziehen mit Clickertraining: Was ein Profi für den Start empfiehlt
 

Autor(in) Cat News

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