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Kommandos in der Katzenerziehung: So akzeptiert eine Katze dein „Nein“

Katzen kann man nicht erziehen, denn Katzen haben ihren eigenen Kopf? Das ist nur teilweise richtig. Mit der richtigen Methode können wir Katzen durchaus überlisten genau das zu tun, was wir uns wünschen. Jeder kann seine Katze dazu bringen, ein „Nein“ auch wirklich zu befolgen.

Katzen sind intelligente Lebewesen. Sie verfügen über ein gutes Gedächtnis und eine hohe Lernfähigkeit. In der Katzenerziehung können wir uns diese Eigenschaften zu Nutze machen.

Denn obwohl Katzen oft ihren eigenen Kopf haben, sind sie durchaus in der Lage Stimmungen und Gefühle von uns Menschen zu verstehen. Trotzdem ist es sinnlos, eine Katze zu etwas zwingen zu wollen, das sie nicht von sich aus möchte.

Damit eine Katze ihr Verhalten nach unserem Wunsch ausrichtet, braucht es eine wichtige Zutat: Positive Konditionierung und absolute Konsequenz.

Das Verhalten von Katzen lenken: Mit positiver Konditionierung

Positive Konditionierung ist eine Form der Erziehung, die vollständig ohne Strafen auskommt. Darunter fällt zum Beispiel auch verbale Gewalt, wie das Anschreien des Tieres.

Schreien sollte in der Katzenhaltung ohnehin tabu sein, denn es gehört zu denjenigen Verhaltensweisen, die das Vertrauen für immer zerstören können!

Um positive Konditionierung anzuwenden, sind kein kompliziertes Wissen nötig. Mit Hilfe eines einzigen Prinzips können Katzen gezielt dazu gebracht werden, eine bestimmte Handlung auszuführen, oder zu unterlassen.

Um das zu erreichen, wird am Anfang noch mit kleinen Belohnungen gearbeitet. Mit der Zeit stellt sich dadurch automatisch ein Lerneffekt beim Tier ein, so dass schließlich keine Belohnungen mehr nötig sind.

So hört deine Katze auf das Kommando „Nein“

Katzen sind neugierig und interessieren sich vor allem für Dinge, die sich in luftiger Höhe außerhalb ihrer direkten Reichweite befinden. Der Küchentisch ist solch ein Platz. Zusätzlich befinden sich darauf häufig noch Leckereien, die auch Katzen anziehend finden.

Doch Katzenhaare im Essen finden selbst die größten Katzenfreunde wenig appetitlich. Es ist darum verständlich wenn Du dir wünschst, dass deine Katze vom Küchentisch fernbleiben soll.

Ein beherzter Sprung auf ein höher liegendes Objekt ist meist schon im Vorfeld erkennbar. Die Katze begibt sich in Position, fixiert das Objekt der Begierde und setzt erst dann zum Sprung an.

Sobald Du das Einsetzen dieser Handlung bemerkst, schaust Du sie bestimmend an und erteilst das Kommando „Nein“. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Die Katze akzeptiert deinen Befehl und Du gibst Du ihr eine kleine Belohnung (Leckerli).

Um das gewünschte Verhalten (das Unterlassen der unerwünschten Handlung) zusätzlich positiv zu bestärken, kannst Du sanft mit deiner Katze sprechen und sie streicheln.

Die zweite Möglichkeit ist, dass deine Katze trotz deines „Neins“ auf den Tisch springt.

In diesem Fall nimmst Du das Tier vom Tisch und setzt es an einen erwünschten Liegeplatz. Das kann zum Beispiel der Kratzbaum sein. Selbstverständlich ist die Katze nun erst einmal irritiert, denn schließlich hast Du ihren Wunsch unterbunden.

Um das Tier nun ein wenig zu besänftigen, kannst Du ihm ein Spielangebot unterbreiten. Auf diese Weise ist die Katze mit etwas ganz anderem beschäftigt und wird dadurch gezielt von der eigentlichen Situation abgelenkt.

Wasserspritze als Hilfsmittel ist in der Katzenerziehung tabu!

Häufig ist von Wasserpistolen oder Wassersprühflaschen als Hilfsmittel in der Katzenerziehung zu lesen. Viele denken, dass diese Strafe Katzen buchstäblich aus dem Himmel heraus ereilt und sie den Missetäter nicht zuordnen können.

Doch Strafen unter der Zuhilfenahme von Wasser sind niemals anonym – es sei denn, Du kippst einer Katze einen Eimer Wasser über den Kopf, die gerade unter deinem Balkon entlang läuft.

Sprühst Du eine Katze innerhalb der Wohnung mit Wasser an, dann versteht das schlaue Tier sofort, dass Du hinter der für sie unangenehmen Erfahrung steckst. Es ist möglich, dass sie dich von nun an meidet, oder zu einem Gegenangriff auf dich ansetzt.

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Autor(in) Cat News

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