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Häufig unerkannt: Anzeichen für Depressionen bei Katzen

Wenn Katzen depressiv sind, machen sie wenig Ärger. Darum ist es gar nicht so einfach zu erkennen, dass eine Katze depressiv ist. Sie verhalten sich ruhig und angepasst, also gerade so, wie sich viele Halter eine Katze wünschen.  Wer jedoch die Zeichen kennt, kann leichter Maßnahmen ergreifen, um seinem Tier das Leben wieder lebenswert zu machen – 4 Anzeichen für Depressionen bei Katzen und 5 Arten, ihr zu helfen.

Von unserer Gastautorin Mimi Schulte

Wer Katzen hat weiß, dass es sich bei ihnen um eigenständige kleine Persönlichkeiten handelt. Sie sehen nicht nur unterschiedlich aus, jede Katze hat auch ihre eigenen Vorlieben und Charaktereigenschaften. Sind Katzen längerfristig unzufrieden, könne sie das auf vielfältige Weise zum Ausdruck bringen.

Urinieren außerhalb des Katzenklos gehört zum Beispiel dazu. Hierbei handelt es sich um eine äußerst unangenehme Marotte, die gleichzeitig viele Katzenhalter kennen. Nicht immer muss das Verhalten auf eine Depression hinweisen.

Kommen andere Symptome hinzu und kann der Tierarzt eine organische Erkrankung ausschließen, so ist das Urinieren auf Teppiche, Polster, Betten und Co. meist ein sicheres Anzeichen für das Vorliegen einer Depression. Andere Symptome für Depressionen bei Katzen sind weniger offensichtlich. Welche das sind, liest du jetzt.

4 Symptome für Depressionen bei Katzen

1. Sie teilt sich kaum noch mit

Katzen teilen sich uns Menschen über sehr unterschiedliche, eigentümliche Laute mit. Wissenschaftler haben eine ganze Reihe unterschiedlicher Tonlagen und Höhen bei Katzen identifiziert. Das typische Miauen ist zum Beispiel ein Kommunikationsmittel, das Katzen untereinander nicht kennen. Es ist allein dem Menschen vorbehalten. Manche sagen, dass Katzen damit in Wahrheit die Schreie von Menschenbabys nachahmen.

Viele Katzen sind wahre Schnatterenten und haben ein großes Bedürfnis, sich ihren Menschen mitzuteilen. Wenn eine Katze bis dato sehr gesprächig war und dieses Verhalten mit der Zeit ablegt, stimmt etwas nicht. Auf der anderen Seite kann verstärktes Miauen von eher stillen Katzen ebenfalls ein Zeichen für Depressionen sein. Grundsätzlich und allgemein gilt: Je weiter die Krankheit voranschreitet, umso stiller werden die Tiere.

2. Die Katze ist angespannt und überreizt

Wie depressive Menschen sind Katzen mit Depressionen extrem empfindlich gegenüber Sinnesreizen. Ein erhöhtes Bedürfnis nach Ruhe ist eine Reaktion auf Stress. Ist eine Katze ursprünglich ein Schmusetiger gewesen, möchte sich aber neuerdings nicht mehr gerne anfassen lassen, könnte das auf eine Depression hindeuten. Auch für dieses Symptom gilt: Ein Tierarzt sollte das Vorliegen einer körperlichen Erkrankung ausschließen. Wenn Katzen Tumore unter der Haut haben, lassen sie sich ebenfalls nicht gerne anfassen, da ihnen das Schmerzen bereiten kann.

3. Sie schläft häufiger und länger als früher

Ein von @tcbb1999 geteilter Beitrag am

Übermäßiges Schlafen ist ein Zeichen für Depressionen bei Katzen. Lebt deine Katze allein mit dir in der Wohnung? Hinterfrage dich kritisch, welche Aktivitäten ihr außer Schlafen noch zur Wahl stünden. Katzen schlafen bis zu 16 Stunden am Tag. Das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge. Wer aber beispielsweise Vollzeit arbeiten muss, sollte seiner Mieze zur Gesellschaft einen Kameraden ins Haus holen. Mehr zum Thema Zweitkatze liest du hier: Warum zwei Katzen besser sind als eine.

4. Du beobachtest erhöhte Trägheit bei deiner Katze

Deine Katze wirkt teilnahmslos, döst vor sich hin und ist nur schwer zu Aktivitäten zu motivieren? Katzen sind normalerweise sehr aktive Tiere. Sie lieben Bewegung, klettern auf (Kratz)-bäume und toben miteinander. Eine Ausnahme sind ältere Katzen, die ihrem Alter entsprechend einen reduzierten Bewegungsdrang haben. Eine Erkrankung liegt wahrscheinlich vor, wenn eine Katze, ob schon älter oder noch jünger, viel vor sich hinstarrt und extrem lethargisch wirkt.

5 Wege, die einer Katze aus der Depression heraus helfen

1. Schenke deiner Katze mehr Aufmerksamkeit!

Es kann schwierig sein, eine Katze depressive Katze zum Spielen zu motivieren. Sie wird dein Angebot wahrscheinlich mehrfach ablehnen, bevor sie sich überreden lässt. Gib‘ nicht auf und motiviere sie dennoch immer wieder zum Spielen! Sorge für ein wenig Abwechslung, indem du ihr immer mal wieder ein neues Spielzeug anbietest. Du kannst auch täglich feste Spielzeiten einplanen, um eine depressive Katze an die verstärkte Aktivität besser zu gewöhnen. 15-20 Minuten pro Spielrunde sind optimal.

Eine Übersicht mit ökologischen Katzenspielzeugen, findest du hier.

2. Sorge für Unterhaltung, wenn du außer Haus bist

Katzen lieben es auf der Fensterbank zu sitzen und das Geschehen draußen zu beobachten. Dabei spielt es fast keine Rolle, ob du in der Stadt oder auf dem Land lebst: Alles was sich bewegt, ist für Katzen spannend. Sorge dafür, dass sie ein schönes Plätzchen hat, von dem aus sie nach Draußen schauen kann. Gestalte ihr diesen Platz so angenehm und schön wie möglich. Es gibt auch spezielle Hintergrundmusik, die extra für Katzen komponiert wurde. Damit kannst du deiner Katze die Zeit bis zu deiner Rückkehr angenehmer machen.

3. Lichtmangel: Auch bei Katzen ein Grund für Depressionen

Bekommen Katzen zu wenig Sonnenlicht, können sie (wie Menschen) einen Mangel an Vitamin D haben. Vitamin D Mangel ist seit vielen Jahren als Depressionsauslöser bekannt. Dagegen kannst du vorbeugen, in dem du dafür sorgst, dass deine Katze an die frische Luft kann und ein sonniges Plätzchen in der Wohnung zur Verfügung hat.

In sehr dunklen Wohnungen kann es zusätzlich sinnvoll sein, eine Tageslichtslampe aufzustellen. Tageslichtlampen sorgen für eine gute Stimmung und verbessern den Energiehaushalt von Menschen und Tieren. Ein erhöhtes Energielevel ist die beste Voraussetzung, um eine Depression zu überwinden.

4. Hormone zur Stimmungsaufhellung

Die Einsatzmöglichkeiten von künstlichen Katzenhormonen sind extrem vielfältig: Als Spray sorgt Feliway dafür, längere Autofahrten für die angenehmer zu machen. In der Wohnung im elektrischen Zerstäuber steigert das Mittel das Wohlbefinden von Katzen. Die Wirksamkeit des synthetischen Pheromons wurde in mehreren Tests nachgewiesen. Feliway kann träge Katzen auch dabei unterstützen, wieder aktiver zu werden.

5. Freigang und ein Katzenkumpel

Die beste Möglichkeit Katzen vor Depressionen zu schützen, ist ein regelmäßiger Ausflug nach Draußen und Gesellschaft von anderen Katzen! Nicht alle Katzenhalter haben die Möglichkeit, ihrem Tier Ausgang zu gewähren, insbesondere wenn sie mit ihren Tieren in der Stadt leben. Eine artgerechte Tierhaltung ist in jedem Fall der bester Schutz vor Depressionen. Wenn es keine Möglichkeit gibt, einer Katze Freigang und einen Katzenkumpel zu bieten, sind die Tiere umso mehr auf die Fürsorge von uns Menschen angewiesen!

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