Deine Katze trinkt wenig? 4 Ursachen und 7 Tipps, sie zum Trinken zu animieren

katze trinkt wenig

Trinkt eine Wohnungskatze dauerhaft weniger als 250 ml Wasser am Tag, kann das gesundheitliche Schäden nach sich ziehen. Um zu erkennen, ob deine Katze zu wenig trinkt, gibt es zum Glück einen einfachen Trick.

Katzen trinken von Natur aus eher wenig. Die Vorfahren unserer Hauskatzen lebten in der Wüste Afrikas und waren es gewohnt auch über längere Zeit mit wenig Flüssigkeit auszukommen. Für unsere domestizierten Katzen gilt das jedoch nur teilweise.

Wie lässt sich feststellen, ob eine Katze zu wenig trinkt oder ob es gerade richtig ist?

Hierbei kann ein einfacher Trick helfen: Probiere einmal das Fell im Nacken deiner Katze leicht nach oben zu ziehen. Wenn es sich sofort wieder legt, ist der Wasserhaushalt des Tieres in Balance. Bleibt die Nackenfalte hingegen länger „stehen“, ist das ein Anzeichen für einen Wassermangel.

4 Gründe, wenn Katzen zu wenig trinken

Wenn Katzen zu wenig trinken, liegt in der Regel einer der folgenden vier Gründe vor:

  1. Harnsteine
  2. Niereninsuffizienz (CNI)
  3. Wassermangel durch Dehydrierung
  4. Stoffwechselprobleme

Nahezu jede dritte Katze erkrankt im Alter an einer Niereninsuffizienz (CNI). Bei einer Niereninsuffizienz ist der Harnstoff zu hoch konzentriert, eine lebenslange Medikamentengabe ist eine unumgängliche Maßnahme, um die Lebensqualität des Tieres aufrecht zu erhalten.

Weil viele Katzen von Natur aus wenig trinken, ist eine Dehydrierung vor allem in den heißen Sommermonaten eine Gefahr. Stoffwechselprobleme hingegen können das ganze Jahr über auftauchen – ein häufiger Grund ist der Verzehr von zu viel Trockenfutter bei gleichzeitiger, verminderter Flüssigkeitsaufnhame.

Für manche Katzen ist Wassermangel besonders gefährlich

Flüssigkeitsmangel ist vor allem für sehr junge, kranke oder alte Katzen eine Gefahr. Wenn eine grundsätzlich gesunde und agile Katze kurzfristig wenig trinkt, ist das in aller Regel nicht problematisch.

In der Natur ziehen Katzen Flüssigkeit für einen ausgewogenen Wasserhaushalt überwiegend aus Beutetieren.

Wenn diese einmal nicht in ausreichender Anzahl verfügbar sind, dann gibt es eben auch weniger zu trinken.

Wenn die Babykatze wenig trinkt

Oft gibt es innerhalb eines Wurfs ein Kitten, das sehr zart und klein ist. Es kann vorkommen, dass dieses Tier es schwer hat, sich gegen seine Geschwister zu behaupten. Beim Trinken an Mamas Zitzen kann es passieren, dass es einfach nicht zum Zuge kommt.

Um das betroffene Tier zu unterstützen, kann man es aus dem Wurf lösen und immer wieder direkt an die Zitze der Mutter setzen. Beginnt es nicht sofort mit dem Saugen oder tut sich generell schwer mit der Aufnahme der Muttermilch, ist Muttermilchersatz die einzige Alternative.

Wenn die alte Katze trinkt wenig

Wer älter wird, mag nicht mehr so viel trinken: Viele kennen dieses Phänomen vielleicht am ehesten von ihren Großeltern, doch auch auf alternde Katzen trifft es zu. Damit aber auch ältere Katzen Stoffwechselprodukte gut ausscheiden können, sollte man als Halter darauf achten, dass auch sie genügend Flüssigkeit zu sich nehmen.

Spätestens ab einem Alter von 10 Jahren sollte das Katzenfutter zu 100 Prozent auf Nassfutter umstellen, da dieses bis zu 80 Prozent Flüssigkeit enthält.

Um Katzen das Trinken interessanter zu machen, kann man einige Tricks einsetzen. Im folgenden liest du Methoden, die sich bei bewährt haben.

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7 Tipps: So kannst du eine Katze zum Trinken animieren

1. Feuchtfutter zusätzlich befeuchten

Katzen, die an Nassfutter gewöhnt sind, kann man sehr leicht eine Extraration Wasser „unterjubeln“. Eine Portion Nassfutter aus der Aluminumschale lässt sich zum Beispiel problemlos mit etwa zwei Schnapsgläsern Wasser „strecken“.

Am besten gefällt das der Katze, wenn das Wasser lauwarm ist. Wasser und Futter sollten vor der Fütterung mit einer Gabel vermengt werden.

2. Katze aus dem laufenden Wasserhahn trinken lassen

Viele Katzen lieben fließendes Wasser und trinken sogar davon, wenn sie gar nicht wirklich durstig sind. Wenn deine Katze dazu gehört, kannst du dir diesen Effekt zu nutze machen und einfach immer mal wieder den Wasserhahn leicht aufgedreht laufen lassen.

Mit etwas Geduld lässt sich daraus auch ein Ritual gestalten, mit dem sich die Katze an feste Zeiten zum trinken gewöhnt.

3. Alternative zu fließendem Wasser: Ein Katzenbrunnen

Damit sie in jede Einrichtung passen, gibt es Katzenbrunnen mittlerweile in allen Formen und Farben. Manche sehen richtig gut aus und ganz neue Modelle haben sogar einen Sensor verbaut. Dieser bewirkt, dass das Wasser nur anfängt zu sprudeln, wenn sich deine Katze dem Brunnen nähert.

Wen das ständige Plätschern oder das Dröhnen der Pumpen von Katzenbrunnen als störend empfindet, sollte sich geräuscharme Alternativen ansehen:

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4. Milch als Alternative zu Wasser? Lieber Thunfischsaft oder Hühnerbrühe!

Milch ist kein Getränk, sondern ein Nahrungsmittel. Es ist darum keine gute Wahl, wenn es darum geht den Wasserhaushalt von Katzen auszugleichen.

Um das Wasser attraktiver zu machen, können jedoch Thunfischsaft oder (ungesalzene) Hühnerbrühe gute Dienste leisten.

5. Futter und Wasser getrennt voneinander stellen

Futter und Wasser sollten am besten immer getrennt voneinander angeboten werden. Steht beides zusammen, können einige Katzen dazu tendieren weniger zu trinken.

Darum: Trinknapf und Futterschale immer in einem Abstand von mindestens 1,50 Meter voneinander platzieren.

6. Abgestandenes Wasser finden Katzen anziehend

Abgestandenes Wasser aus Gießkannen und Co. wird von den meisten Katzen heiß geliebt! Blumendünger hat aus diesem Grund im Katzenhaushalt nichts zu suchen.

Wer keine Zimmerpflanzen hat, kann einen Eimer Wasser einige Tage abstehen lassen und ihn dann der Katze anbieten.

7. Katze Wasser einflößen mit Gewalt? Keine gute Idee!

Bitte einer Katze niemals mit Gewalt Wasser einflößen! Es besteht die Gefahr, dass das Tier bei der Prozedur nervös wird, sich wehrt und sich verschluckt. Gelangt Wasser in die Lunge, kann die Katze daran ersticken.

Generell gilt: Eine Katze, die langfristig nicht genug trinkt und sich auch nicht durch die oben aufgeführten Tricks zum Trinken animieren lässt, ist ein Fall für den Tierarzt!

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