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Merken Katzen es, wenn man schwanger ist?

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Katzen es merken, wenn eine Frau schwanger ist. Und es stimmt: Sehr viele Frauen beobachten, dass sich ihre Tiere seltsam verändern, wenn ein Baby erwartet wird. Was steckt dahinter?

Wenn eine Schwangerschaft beginnt, verändert sich plötzlich der ganze Körper: Der Hormonhaushalt spielt verrückt, man ist launisch oder anhänglich dem Partner gegenüber, man bekommt Lust auf ungewöhnliche Lebensmittel wie saure Gurken oder stark salzhaltige Speisen. Nicht wenige Frauen werden extrem dünnhäutig, kurzum: Vieles im Leben fühlt sich ein ganzes Stück anders an, als man es bisher gewohnt war.

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Da ist es nur verständlich, dass auch unsere Katzen ahnen, dass gerade etwas Besonderes in ihrem Frauchen vor sich geht. Tatsächlich scheinen viele Mietzen regelrecht einen 7. Sinn dafür zu haben, wenn sich bei Frauen in ihrer unmittelbaren Umgebung eine Schwangerschaft ankündigt.

„Seit dem Tag, an dem der Schwangerschaftstest positiv war, liegt meine Katze fast ständig auf meinem Schoß – ist es möglich, dass sie irgendetwas merkt? „

Dieses Zitat ist dem riesigen Internetforum GoFeminin entnommen, welches sehr viele ähnlich lautende Fragen von Frauen enthält. Viele beschreiben, dass ihre Katzen urplötzlich extrem schmusig werden. Doch warum genau verhalten sich die Tiere so komisch?

Schuld sind vermutlich die Hormone

Katzen, und auch Hunde, können es riechen, wenn sich der Körper eines Menschen verändert. Hormone bewirken, dass wir als Menschen überhaupt Gerüche an unsere Umwelt aussenden. Wenn sich nun der Hormonaushalt durch eine Schwangerschaft stark verändert, nehmen die Tiere mit ihren wesentlich feineren Riechorganen das oft viel früher wahr als wir selbst. Ähnliches soll übrigens auch für viele Krebserkrankungen gelten. Hunde sollen sogar in der Lage sein, Unterzuckerungen zu erschnüffeln, weshalb es einige Erkrankte in Deutschland gibt, die zu ihrem Schutz einen speziell darauf trainierten Hund immer mit sich führen.

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Mit rund 60 Millionen haben Katzen drei mal so viele Riechzellen wie wir Menschen. Der Geruchssinn bildet sich bei einem Katzenbaby schon aus, wenn seine Augen noch komplett verschlossen sind. Den Weg zur Zitze findet das Katzenjunge in seinen ersten Lebenstagen allein über seine Nase. Das zeigt, wie hochentwickelt der Geruchssinn einer Katze folglich sein muss, allein, um seine ersten Tage überleben zu können.

Sind sie erwachsen und ist ihr Geruchssinn vollständig entwickelt, können Katzen allein am Geruch eines Artgenossen erkennen, ob er (oder sie) männlich oder weiblich ist. Auch können sie auf der Basis der ausgesendeten Duftstoffe beurteilen, ob ein anderes Tier fruchtbar ist oder nicht.

Wenn eine Katze eine Schwangerschaft also „riechen kann“ und dies durch ihr verändertes Verhalten zeigt, noch bevor die Frau selbst eine Ahnung über ihren Zustand hatte, bietet sich kaum eine andere Erklräung an: Sie reagiert auf den veränderten Hormonhaushalt der Frau – wie genau dieser Vorgang funktioniert, ist eines der bisher ungelösten Katzenmysterien dieser Welt.

Katzen könnten auch auf die veränderte Stimmung reagieren

Eine ganz andere Sache ist es, wenn die Schwangerschaft der Frau bereits bekannt ist, denn dann reichen Hormone als Erklärung nicht mehr aus:

„Sie liegt ständig an meinem Bauch oder davor. Früher war sie ein Alleingänger und kam nie zum kuscheln.“

Dieses Zitat stammt ebenfalls auf dem oben genannten Internetforum. Verändern wir unsere tägliche Routine auch nur ansatzweise, registrieren Katzen das sofort. Eine schwangere Frau sendet alle möglichen subtilen Signale an ihre Umwelt aus, die auch Katzen verstehen lassen, dass bald eine große Veränderung bevor steht.

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Je näher der Termin der Geburt rückt, umso häufiger wird eine Frau zum Beispiel auf der Couch liegen, um sich von den Strapazen des Schwangerschaftsalltags zu entspannen. Da ist es nur allzu logisch, wenn eine ohnehin verschmuste Katze die Chance für Extra-Streicheleinheiten nutzen will und häufiger ihre Nähe sucht.

Wenn aber eine Katze zuvor nie besonders schmusig war und es erst in der Schwangerschaft ihres Frauchens wird, kommt der veränderte Hormonspiegel wieder ins Spiel. In den meisten Fällen reagieren die Katzen mit Fürsorge: Sie wollen dem Frauchen überall hinfolgen und können auch einen Beschützerinstinkt an den Tag legen. Sollte es mehrere Katze im Haushalt geben, kann es sein, dass sich eine von hinen ganz besonders für die Schwangere einsetzen will und die anderen am liebsten fern halten möchte. Das gleiche Verhalten wurde übrigens auch bei Katern beobachtet.

Damit Katzen später auf das Neugeborene möglichst positiv reagieren, gibt es übrigens einige Tricks:

5 Tipps, die Katze an das Baby zu gewöhnen

Featured Images: Quinn Dombrowski/One of these creatures is happy/CC-BY; bradfordst219/ DSC_9775 a/ CC-BY; Aapo Haapanen/mismatching eyes/CC-BY; Beatrice Murch /Pregnant belly behind the grass / CC-BY

 

 

 

 

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