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Katze und Hund gemeinsam halten: Auf diese 4 Faktoren kommt es an, sagt eine Studie

katze und hund aneinander gewöhnen

Wie schnell lassen sich Katze und Hund aneinander gewöhnen? Folgt man den Ergebnissen einer aktuellen Studie, hängt das Gelingen einer guten Tier-Beziehung vor allem von der beteiligten Katze ab.

Allein in Deutschland leben im Jahr 2020 rund 10 Millionen Hunde und fast 15 Millionen Katzen. Weitestgehend unbekannt ist, in wie vielen Haushalten Hunde und Katzen zusammenleben und wie gut das Miteinander der Tiere im Alltag tatsächlich funktioniert.

Die Lincoln University (USA) hat zu dieser Frage eine Studie mit 748 Tierhaltern durchgeführt und Erstaunliches herausgefunden. Folgt man den Ergebnissen, dann entspricht das alte Sprichwort „Wie Hund und Katz'“ offenbar nicht einmal annähernd der Realität.

Wichtigstes Ergebnis der Studie: Leben Hunde mit Katzen zusammen in einem Haushalt, so ist der Umgang der Tiere untereinander im Allgemeinen freundlich!

Katzen scheinen eine wichtigere Rolle zu spielen als Hunde, wenn es um eine gesunde Prägung der Beziehung der Tiere untereinander geht. Vor allem die folgenden 4 Faktoren sorgen dafür, dass das Verhältnis von Hund und Katze langfristig harmonisch bleibt:

1. Hunde können sich in jedem Alter an Katzen gewöhnen, bei Katzen ist es komplizierter

Früher nahm man an, dass sowohl der Hund als auch die Katze bei einer Zusammenführung möglichst jung sein sollten. Diese These konnte die aktuelle Studie der Lincoln University widerlegen: Sie befand, dass das Alter des Hundes keine Rolle spiele.

Sind Katzen hingegen ein Jahr alt oder jünger, wenn sie mit einem Hund zusammengeführt werden, so steigert dieser Umstand die Wahrscheinlichkeit, dass sich beide Tiere später gut verstehen.

2. Ein gemeinsamer Schlafplatz fördert die Beziehung

Obwohl manche Katzen in der Studie nicht bereit waren, ihr Bett mit einem Hund zu teilen, befanden die Wissenschaftler, dass ein gemeinsamer Schlafplatz für die gegenseitige Akzeptanz hilfreich ist.

Die an der Studie beteiligten Hunde hatten in der Regel weniger Probleme damit, ihr Bett mit einer Katze zu teilen. Ein ausreichend großer Schlafplatz bedeutet darum einen Vorteil, wenn sich die Tiere beim gemeinsamen Schlafen wohlfühlen sollen.

3. Wohnungskatzen verstehen sich besser mit Hunden als Freigängerkatzen

Die Katzen und Hunde der Studie verstanden sich besser, wenn die Katze ausschließlich in der Wohnung gehalten wurde. Vielleicht, weil die Tiere auf diese Weise automatisch mehr Zeit miteinander verbringen müssen und so besser voneinander lernen können.

Wichtig: Auch wenn es gut gemeint ist, sollten Interaktionen zwischen den beiden Tieren niemals erzwungen werden! Stattdessen sollten die Tiere selbst entscheiden können, ob sie gerade miteinander spielen möchten oder nicht.

4. Die Katze muss sich wohlfühlen!

Tatsächlich scheint der wichtigste Faktor für eine gute Beziehung zwischen Hund und Katze zu sein, dass sich die Katze in der Gegenwart des Hundes wohl fühlt. Katzen würden im Allgemeinen ihr Futter nicht mit einem Hund teilen oder Spielzeug mitnehmen, um es dem Hund zu zeigen.

Wenn sie es jedoch tun, so ist das laut Studienleiterin Jessica Thompson ein sicheres Zeichen für eine gute Beziehung.

Leben Hunde und Katzen zusammen, fühlen sie sich überwiegend wohl miteinander

64,9% der Katzen und sogar 85,8% der Hunde sollen sich im Zeitraum der Studie in Gegenwart des anderen selten oder nie unwohl gefühlt haben. Mindestens einmal unwohl fühlten sich 20,5% der Katzen und 7,3% der Hunde.

Kam es zu Aggressionen unter den Tieren, so gingen diese am häufigsten von der Katze aus. Als Grund nehmen die Wissenschaftler an, dass sich die Katze vom Hund bedroht fühlte.

Die Ergebnisse legen nahe: Wenn Hund und Katze keine Freunde sind, können wir als Halter  zusätzliche Anstrengungen unternehmen, um den Tieren zu einem guten Umgang miteinander zu verhelfen.

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Autor(in) Cat News

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