Katze oder Kater: Die wichtigsten Unterschiede im Charakter und Verhalten

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Wer sich eine Katze zulegen will, übernimmt Verantwortung für viele Jahre. Vor der Anschaffung einer Katze oder Kater sollte außerdem bedacht werden, dass sich Kätzinnen und Kater nicht nur anhand ihrer Geschlechtsmerkmale, sondern auch in ihrem Verhalten voneinander unterscheiden.

Katze oder Kater, ist das nicht im Grunde genommen vollkommen egal? Der Charakter einer Katze ist niemals allein vom Geschlecht abhängig. Dennoch wird von erfahrenen Katzenhaltern immer wieder von Eigenschaften berichtet, die „typisch Katze“ oder eben „typisch Kater“ sind.

In diesem Artikel erfährst Du, wie Du das Geschlecht von Katze und Kater unterscheiden kannst. Außerdem liest Du, wie sich die verschiedenen Geschlechter in ihrem Verhalten unterscheiden und was besser zu dir passt.

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Katze oder Kater: So erkennst Du das Geschlecht (mit Bild)

Wer es schon einmal versucht hat stellt fest: Es ist gar nicht so einfach das Geschlecht eines noch jungen Katzenbabys richtig zu erkennen. So geht’s:

Für eine korrekte Geschlechtsbestimmung setzt man das Katzenjunge auf seinen Schoss und dreht es dann sanft auf den Rücken. Eine Hand stützt das Kätzchen, während Zeige- und Mittelfinger der anderen Hand vorsichtig die winzigen Genitalien freilegen.

Nur wenn eine gute Sicht auf die Geschlechtsorgane besteht, ist eine eindeutige Bestimmung möglich!

Direkt unterhalb des Schwanz befindet sich bei beiden Geschlechtern der Anus. Bei Kätzinnen ist darunter ein weiterer Eingang, die Vulva. Bei Katern hingegen folgen nach dem Anus die Hoden und erst darunter gibt es eine weitere Öffnung, die des Harn- und Samenleiters vom Glied.

Achtung: Das Glied von Katern ist im normalen Zustand eingezogen und wird nur zum Geschlechtsakt nach außen gefahren. Du wirst es darum vermutlich nicht direkt sehen können.

Das folgende Bild zeigt die Geschlechtsorgane bei jungen Katzen und Katern:

katze oder kater geschlecht erkennen bilder

Mehr zum Thema Katzen und Geschlecht erfährst Du im Online-Portal Katzengenetik.com.

Katze oder Kater, was ist besser?

Passt eine Katze besser zu dir, oder solltest du dir lieber einen Kater zulegen? Von Katern wird häufig gesagt, dass sie im Vergleich zu ihren weiblichen Artgenossen die deutlich größeren Schmuser sind.

Doch jede Medaille hat zwei Seiten: Kater können sehr fordernd werden, wenn sie eine Streicheleinheit bekommen möchten und diese ihnen verwehrt wird. Manche neigen in solchen Situationen auch zu Angriffen auf ihre Halter.

Gibt es einen Artgenossen in der Wohnung, ist dieses Verhalten meist wenig ausgeprägt. Kater halten sich dann eher an ihren Katzenkumpel als an uns Menschen, wenn es darum geht, Frust abzubauen.

Vorteil Kater: Imposante Haustiere mit hohem Spieltrieb

katze oder kater wie man sich entscheiden sollte

So mancher Kater zeigt deutlich mehr Ausdauer, wenn es um die Themen Spielen und Raufen geht, als seine weiblichen Artgenossen.

Auch wer sich eine Katze von imposanter Erscheinung wünscht, ist mit einem männlichen Vertreter der Gattung Katze besser beraten.

Ab einem Alter von etwa sechs Monaten müssen Kater kastriert werden! Der genaue Zeitpunkt ist individuell und wird vom Tierarzt bestimmt. Werden Kater zu spät kastriert, kann das Folgen haben: Der erwachende Sexualtrieb der Tiere sorgt dafür, dass sie ihr Revier markieren.

Ob Katze oder Kater spielt auch beim Thema Freigang eine Rolle. Wer seiner Katze Freigang gewähren möchte sollte wissen, dass die männlichen Tiere sich weiter von Zuhause entfernen, als es Kätzinnen in der Regel tun.

Wenn Kater unkastriert sind kann es vorkommen, dass sie tagelang verschwinden, um auf Brautschau zu gehen.

Vorteil Katze: Empathische Wesen mit Sinn für Reinlichkeit

katze oder kater - manchmal sind katzen empathischer

Katzen gelten als Diven und das hat einen Grund: Im Umgang mit fremden Weibchen kann es nämlich passieren, dass sie sich zu kleinen Kratzbürsten entwickeln.

Dafür verhalten sich viele Katzen gegenüber ihren Menschen ausgesprochen einfühlsam und sind nicht so kampfeslustig, wie viele Kater. Beim Spielen sind sie nicht ganz so aktiv, wie die Herren der Schöpfung.

Fühlen sich Katzen in ihrem Zuhause grundsätzlich wohl, bleiben sie im Freigang für gewöhnlich in der unmittelbaren Umgebung des Hauses. Mehr zum Thema Freigang bei Katzen liest Du in diesem Beitrag: Müssen Katzen immer nach draußen, um glücklich zu sein?

Auch reine Wohnungskatzen sollten ab einem Alter von sechs Monaten kastriert werden! Unkastrierte Katzen werden einmal im Monat rollig und halten in ihrer Sehnsucht nach einem Kater ihre Halter nachts wach.

In puncto Fellpflege scheinen weibliche Katzen etwas fleißiger zu sein als viele Kater. Auch gegenüber ihren Menschen können Kätzinnen äußerst putzfreudig sein. Viele lieben es zum Beispiel, die Kopfhaare ihrer Menschen regelmäßig mit ihrer rauen Zunge zu pflegen.

Katze oder Kater: Worauf kommt es letztlich an?

Katze oder Kater

Ob man sich eher eine Katze oder doch lieber ein Kater ins Haus holen möchte, ist abhängig von den eigenen, persönlichen Vorlieben.

Möchte man ein Tier, das sich möglichst nicht so weit vom Haus entfernt? Dann ist unter Umständen eine Kätzin die bessere Wahl.

Liebt man hingegen große Katzen mit imposanten Schnurrhaaren, so ist ein Kater vielleicht die bessere Option. Wer sich gar nicht entscheiden kann, hat natürlich auch die Möglichkeit ganz einfach zwei Tiere gleichzeitig zu adoptieren.

Wohnungskatzen sollten grundsätzlich immer einen Artgenossen zum Spielen haben, weshalb es sich natürlich anbietet, eine Katze und einen Kater gemeinsam anzuschaffen.

Viel wichtiger als das Geschlecht ist der individuelle Charakter von Katzen. Dieser lässt sich nicht alleine am Geschlecht festmachen.

Auch unter Katern gibt es diejenigen, die sich als liebevolle Väter beweisen und rührend um ihren Nachwuchs kümmern. Kätzinnen können manchmal echte Draufgängerin sein, die sich von keinem Kater so schnell etwas vormachen lassen.

Katze oder Kater? Eine kleine Entscheidungshilfe gibt euch Sebastian von Fräulein Maja in diesem Video:

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