Die Maikätzchen kommen: So unterstützt Du eine Katzenmama perfekt!

maikatzen

Wenn die Welt zurück zum Leben erwacht und draußen die ersten Sonnenstrahlen in der Nase kitzeln, ist für Katzen die ideale Zeit um Nachwuchs zu bekommen. Deine Mieze ist schwanger und Du fragst dich, wie Du jetzt am besten für sie sorgen kannst? Unsere Tipps helfen dir, deine Katzenmama bis zur Geburt optimal zu unterstützen.

Zu welcher Jahreszeit werden Katzen geboren? Tatsächlich gibt es kaum eine Zeit im Jahr, in der mehr Kätzchen das Licht der Welt erblicken, als in den Monaten Mai und Juni! Stubentiger, die im Frühling geboren werden, gelten als besonders gesund und robust, doch stimmt das eigentlich wirklich?

Zu diesem Aberglauben gibt es eine alte Legende. Sie stammt aus einer Zeit, in der Katzen noch eine große Bedeutung für das Überleben der Menschen spielten, indem sie Mäuse und andere Schädlinge von den Kornspeichern fern hielten.

💡 Mythos Maikatzen: Das steckt dahinter
Im Mai geborene Katzen waren zur Zeit der Kornernte im Herbst meist schon groß genug, um die Bauern perfekt beim in Schach halten von Schädlingen unterstützen zu können. Ihre etwas später im Jahr geborenen Artgenossen hingegen waren häufig noch auf die Pflege ihrer Katzenmama angewiesen – als Mäusefänger waren sie aus diesem Grund nur bedingt geeignet.

Heute spielt der Zeitpunkt ihrer Geburt keine besondere Rolle mehr für die spätere Gesundheit von (Wohnungs-)Katzen. Für freilebende Tiere hat es nach wie vor einen Vorteil, als Maikätzchen das Licht der Welt zu erblicken.

Auf dieser Seite:


Ist meine Katze schwanger? 5 Anzeichen

Ernährung in der Schwangerschaft

Die optimale Fürsorge in der Zeit der Trächtigkeit

Geburtsvorbereitungen und Komplikationen

Ist meine Katze schwanger? Das sind die 5 sicheren Anzeichen

Von der Zeugung bis zur Geburt vergehen bei Katzen im Schnitt sechs Wochen, natürlich auch bei Maikatzen. Wenn man für Wohnungskatzen von einem durchschnittlichen Lebensalter von 15 Jahren ausgeht, dann kann eine unkastrierte Katze in ihrem Leben also theoretisch rund 30 Mal schwanger werden.

Trächtig werden können Katzen bereits ab einem Lebensalter von etwa sechs Monaten, oder einem Körpergewicht von 2,5 Kilogramm. Das sind die wichtigsten Zeichen für eine Schwangerschaft bei Katzen:

  • Ausbleiben der Rolligkeit
  • Erbrechen
  • Heißhunger
  • Gewichtszunahme
  • Farbe der Zitzen verändert sich

Wenn eine Katze trächtig ist, verändert sich die Farbe ihrer Zitzen von einem zarten hellrosa hin zu einem kräftigen rot. Der Grund dafür ist, dass diese Körperregion nun stärker durchblutet wird. Ein Babybauch ist bei Katzen ab der 4. Schwangerschaftswoche zu erkennen.

Grundsätzlich lassen sich bei Katzen ganz ähnliche Phänomene in der Schwangerschaft beobachten wie bei uns Menschen. Dazu gehören Übelkeit am Morgen, ein erhöhter Appetit und sogar Stimmungsschwankungen kommen ebenso bei unseren Samtpfoten vor.

Energie und Nährstoffe: Was Katzen in der Schwangerschaft benötigen

Genau wie wir haben Katzen in der Zeit der Schwangerschaft einen erhöhten Bedarf an Vitaminen, Mineralien, Proteinen und anderen essentiellen Nährstoffen.

Vor allem Proteine spielen in der Ernährung von Katzen eine entscheidende Rolle. Besonders zahlreich kommen sie in Katzenfutter mit hohem Fleischanteil vor.

Hat eine Katze bisher Katzenfutter von minderer Qualität mit hohem Getreideanteil bekommen, sollte dringend eine Futterumstellung in Erwägung gezogen werden. Nur so ist sichergestellt, dass die Maikätzchen von Anfang an all diejenigen Nährstoffe erhalten, die für einen gesunden Start ins Leben essentiell sind.

Welche Futtermenge ist in der Zeit der Schwangerschaft optimal? Tierärzte raten Katzenhaltern häufig dazu, in der Zeit der Trächtigkeit die Menge um 50 Prozent zu erhöhen.

💡 Den Energiebedarf einer schwangeren Katze genau bestimmen
Der Energiebedarf einer schwangeren Katze erhöht sich mit jeder Schwangerschaftswoche um ziemlich genau 10 Prozent. Wer möchte, kann also den konkreten Energiebedarf sogar selbst ausrechnen und die Futtermenge nach und nach erhöhen.

Auf hochwertigem Katzenfutter ist der exakte Kaloriengehalt meist angegeben, was die Berechnung natürlich erleichtert.

Eine Futterumstellung klappt bei manchen Katzen problemlos, bei anderen gelingt sie nicht so leicht. Zum Glück gibt es einen einfachen Trick, mit dem sich auch störrische Miezen – ein wenig Geduld ihrer Halter vorausgesetzt – von einem hochwertigeren Futter überzeugen lassen.


Weiterlesen: Wählerisch beim Futter? Wie ein einfacher Trick hilft, Katzen zu überlisten


Wie viel menschliche Fürsorge brauchen Katzen in der Zeit der Trächtigkeit?

Eine Schwangerschaft ist für uns Menschen immer ein bisschen wie ein großes Abenteuer. Auch unsere Katzen spüren, dass diese Zeit anders ist. Hormonell betrachtet wird der Körper auf den Kopf gestellt, was natürlich auch bei Katzen zu Stimmungsschwankungen führen kann.

Die wichtigste Form der Fürsorge in der Schwangerschaft ist Verständnis für Verhaltensveränderungen: Es ist normal, wenn eine schwangere Katze weniger spielen möchte, öfter müde ist, oder auch einmal launisch auf einen Annäherungsversuch reagiert. 

Viele Katzen sind glücklicherweise in der Zeit Trächtigkeit anschmiegsamer als sonst und suchen öfter den Kontakt zu ihren Menschen. Wichtig zu wissen ist, dass sowohl eine stärkere Zurückgezogenheit, als auch ein stärkeres Bedürfnis nach Nähe und Zuwendung normal sind.

Sucht eine schwangere Katze verstärkt ihre Ruhe, sollte man als Halter dafür Sorge tragen, dass sie genügend passende Orte zum Zurückziehen in der Wohnung findet. Das können zum Beispiel erhöhte Plätze auf Kratzbäumen oder Schränken sein, kuschelige Katzenhöhlen, oder das Bett ihrer Menschen.


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In den ersten Wochen der Schwangerschaft benötigen die Katzenmütter mehr Energie. Rückt der Zeitpunkt der Geburt ihrer Jungen näher, nimmt der Appetit jedoch merklich ab. Darüber sollte man als Halter nicht besorgt sein, handelt es sich doch um ein natürliches Phänomen.

Wenn die Geburt kurz bevorsteht und das richtige Verhalten bei Komplikationen

Kurz vor der Geburt ist den meisten Katzen eine gewisse Aufregung spürbar anzumerken. Es ist möglich, dass sie nervös durch die Wohnung laufen, um ein sicheres, gemütliches Nest für sich und die Jungen zu finden.

Jetzt ist auch der passende Zeitpunkt gekommen, an dem wir Menschen endlich selbst einmal tätig werden können!

Ein großer Karton an einem ruhigen Ort, gemütlich ausgelegt mit weichen Tüchern, bietet ideale Bedingungen für die Geburt von Kätzchen. Das Austreten von Milch aus den Zitzen ist ein sicheres Anzeichen dafür, dass das große Ereignis kurz bevorsteht.

Es kommt übrigens nicht selten vor, dass sich eine Katzenmama kurz vor der Niederkunft spontan noch für einen anderen Geburtsort in der Wohnung entscheidet. Das sollte man respektieren, schließlich befindet sich das geliebte Haustier in einer Ausnahmesituation.

Wichtig zu wissen: Viele Katzen schnurren kurz vor oder sogar während der Geburt. Das Katzenschnurren kann viele verschiedene Bedeutungen haben und in diesem Fall dient es der Selbstberuhigung.

Komplikationen: Wann der Mensch eingreifen sollte

Katzen sind ziemlich gut darin, ihre eigenen Belange selbstständig zu regeln. In den meisten Fällen ist ein Eingreifen von uns Haltern darum nicht erforderlich, doch es gibt Ausnahmen.

Verglichen mit der Geburt eines Menschenkindes verläuft die Geburt bei Katzen ziemlich rasant. Das erste Kätzchen erblickt schon meist innerhalb einer Stunde nach dem Einsetzen der Wehen das Licht der Welt. Seine Geschwister folgen dann quasi im 10-Minuten-Takt.

Wichtig: Besteht der Verdacht, dass eine Katze noch drei Stunden nach Geburt des ersten Kätzchens weitere Junge in sich trägt, sollte man handeln! Ein Tierarzt sollte hinzugezogen werden, da die !

Es gibt weitere Komplikationen, die bei der Geburt von Katzen manchmal auftreten. Es ist möglich, dass die Fruchtblase nicht richtig aufplatzt. Macht die Katzenmama keine Anstalten, die Jungen daraus zu befreien, sollte man die Umhüllung selbst vorsichtig aufschneiden.

Für das Tier ist das vollständig schmerzlos, da die Fruchtblase keine Nervenbahnen enthält. Sind die Kätzchen dann auf der Welt, wird die Mutter sie normalerweise ablecken. Das dient nicht nur der Sauberkeit, sondern vor allem der Stimulation der Atmung.

Auch hier kann man nachhelfen, indem man die Kätzchen vorsichtig mit einem Tuch und etwas warmen Wasser abreibt – ganz so, wie es die Katzenmama mit der Zunge machen würde! Wichtig ist, dass das Katzengesicht bei diesem Vorgang nach unten zeigt. Diese Position hilft, die Atemwege von möglicher Flüssigkeit zu befreien.

💡 Achtung: Eine Plazenta pro Katzenjunges!
Zu jedem Kätzchen gehört eine Plazenta. Diese werden normalerweise mit der Geburt jedes Kätzchens abgestoßen. Ist das nicht der Fall, kann eine Plazenta im Katzenkörper hängenbleiben, was in der Folge zu schwerwiegenden Infektionen führt. Zurückgebliebene Plazentas sollten darum schnellstmöglich vom Tierarzt entfernt werden!

Katzenhalter sollten also nach der Geburt gut nachzählen, ob pro Katzenjunges auch tatsächlich eine Plazenta an das Tageslicht befördert wurde. Hierbei kommt erschwerend der Umstand hinzu, dass manche Katzen die Plazenta fressen. Auf der sicheren Seite ist man, wenn man als Halter den Geburtsvorgang vom Anfang bis zum Ende mitverfolgen kann.

Fazit

Die bevorstehende Geburt bei einer geliebten Katze kann zu Ängsten und Unsicherheiten bei ihren Haltern führen – vor allem Haltern, wenn sie solch einen Vorgang zum ersten Mal erleben.

Der beste Ansprechpartner ist darum immer der Tierarzt des Vertrauens! Er ist auch derjenige, der normalerweise die Schwangerschaft einer Katze bestätigt. Wird der Tierarzt frühzeitig eingebunden, ist in der Regel auch die schnelle Unterstützung bei möglichen Komplikationen sichergestellt.

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