Spanien verstärkt Tierschutz: Hunde und Katzen rechtlich mit Familienmitgliedern gleichgestellt

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Das sind tierisch gute Nachrichten: Die Regierung in Spanien will Tiere ab sofort als fühlende Wesen anerkennen – per Gesetz! Haustiere und Wildtiere können damit künftig mit einem deutlich besseren Schutz durch den Staat rechnen.

Traurig aber wahr: Rein rechtlich gesehen gelten Tiere vor dem Gesetz in den meisten Ländern nicht mehr, als eine Waschmaschine oder ein altes Möbelstück. Die spanische Regierung hat jetzt als eine der ersten in Europa eine Gesetzesänderung beschlossen, die Tiere als fühlende Wesen anerkennt und nicht länger als „Objekte“ behandelt.

Mit großer Mehrheit hat die sozialistische Regierung die Änderung zur Stärkung des Tierwohls im Parlament der Hauptstadt Madrid beschlossen. Nur die als rechtsextrem bezeichnete Partei Vox stimmte dagegen.

Für die rund die 17,3 Millionen Hunde und Katzen in spanischen Haushalten bedeutet das: Sie werden künftig vor dem Gesetz als ganz normale Mitglieder ihrer Familien betrachtet! Im Falle einer Scheidung haben sie damit ähnliche Rechte, wie gemeinsame Kinder! 

Besonders wichtig ist aber wohl, dass unliebsam gewordene Haustiere nicht mehr einfach so von ihren Haltern ausgesetzt werden dürfen. Die Gesetzesänderung schützt sie außerdem besser vor Missbrauch durch den Menschen.

Ein Meilenstein für den Tierschutz in Spanien

Es war ein langer Weg, bis es letztlich zu der weitreichenden Gesetzesänderung kam. Bereits 2017 hatte die linke Koalitionspartei Unidas Podemos einen entsprechenden Entwurf im Parlament vorgelegt, der es bisher jedoch nicht zur Umsetzung geschafft hatte.

Nun sprach sich auch die sozialistische Partei PSOE , die unter anderem auch den spanischen Ministerpräsidenten stellt, für das Gesetz aus. Die PSOE Politikerin Sonia Guaita nannte die Änderung einen Meilenstein für den Tierschutz in ihrem Land und erklärte:

„Wer gewalttätig gegen Tiere ist, wird es vielleicht eines Tages auch gegen Menschen sein.“

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