Müssen Katzen baden? 5 Situationen, in denen es nötig ist und wie es gelingt

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Müssen Katzen baden? Katzen gelten allgemein als wasserscheu, doch tatsächlich können sie von Geburt an schwimmen und verlernen es nie. In puncto Sauberkeit sind Katzen bekanntlich äußerst selbstständig und erledigen ihre komplette Körperpflege ganz allein. In welchen Situationen müssen wir nachhelfen?

Eine Katze zu baden ist kein einfaches Unterfangen. Obwohl die meisten Katzen weniger wasserscheu sind als viele glauben, so wissen wohl doch die wenigsten ein Vollbad mit Seife zu schätzen.

Seifen und Flüssigwaschmittel enthalten häufig Tenside, die für die Schaumbildung sorgen. Für Katzen sind sie giftig – werden Seifen oder Waschmittel versehentlich verzehrt, drohen Erbrechen und Übelkeit. 

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Wer seine Katze also baden möchte, sollte also zumindest eine Seife verwenden, die speziell für die Anwendung an Haustieren hergestellt wurde.

Katzen müssen grundsätzlich nicht gebadet werden! Sie reinigen sich mehrfach am Tag selbst und werden daher weder schmutzig, noch entwickeln sie einen unangenehmen Geruch. Das Baden einer Katze bedeutet großen Stress für das Tier und sollte nur in Ausnahmesituationen erfolgen.

5 Situationen, in denen eine Katze gebadet werden sollte

1. Bei Parasitenbefall

Vor allem Raubmilben können eine starke Schuppung der Haut auslösen, ebenfalls treten Verkrustungen und Ekzeme auf. Weil der komplette Körper der Katze betroffen sein kann, ist bei einem Milbenbefall ausnahmsweise auch ein Vollbad erlaubt.

2. Wenn die Katze krank ist 

Gemeint sind hier solche Katzenkrankheiten, bei denen Durchfall ein Symptom ist.

3. Nach einem Kontakt mit Giftstoffen

Unfälle mit Farben, Lacken oder ähnlichen Substanzen kommen im Zusammenhang mit Katzen häufiger vor, als viele glauben würden. Eine gründliche Reinigung des pelzigen Freundes ist in solchen Fällen nicht vermeidbar.

Wurde das Katzenfell arg in Mitleidenschaft gezogen, sollte immer ein Tierarzt zur Beratung hinzugezogen werden!

4. Alte Katzen

Ältere Katzen können in ihrer Bewegung so eingeschränkt sein, dass ihnen die Fellpflege nicht mehr eigenständig gelingt. Statt das Tier jedoch in ein Schaumbad zu setzen ist es besser, wenn ein feuchter Waschlappen mit lauwarmen Wasser und etwas Tiershampoo zum Einsatz kommen.

Viele Katzen genießen es sogar, wenn ihr Fell mit einem feuchten Waschlappen sanft gepflegt wird.

5. Wenn die Katze stark verschmutzt nach Hause kommt

Kommt eine Katze stark verschmutzt nach Hause, kann sie natürlich bei der Reinigung unterstützt werden.

So gelingt das Katzenbad:

Die sanfte Reinigung mit einem Waschlappen, lauwarmen Wasser und einem Katzenshampoo, ist einem kompletten Vollbad bei Katzen grundsätzlich vorzuziehen.

Jede Katze reagiert anders auf den Kontakt mit Wasser. Viele Tiere genießen eine sanfte Reinigung mit einem feuchten Waschlappen, andere reagieren zurückhaltend oder verängstigt. Dann heißt es: Geduld haben!

Tipp: Es ist selten von Erfolg gekrönt eine Katze zu etwas zwingen zu wollen, das sie nicht möchte. Zusätzlich wird durch Zwangsmaßnahmen das Vertrauen nachhaltig gestört. Sofern es möglich ist sollte eine Katze dann gesäubert werden, wenn sie hungrig ist und auf die nächste Mahlzeit wartet.

Eins, zwei Leckerlies können in dieser Situation wahre Wunder bewirken und die Katze bei Laune halten, so dass sie sich das Prozedere deutlich besser gefallen lassen wird.

Featured Image: Laurie Cinotto / Pearla gets a bath / CC-BY

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