Katzenurin aus Polstern und Kleidung entfernen: 4 Hausmittel für jeden Stoff, so geht’s!

katzenurin

Hausmittel oder chemische Reiniger? Damit eine Katze nicht erneut auf die gleiche Stelle pinkelt, sollte man Katzenurin immer sofort entfernen. Hier erfährst Du, welche Substanzen Katzenurin auf welchen Textilien am besten entfernen.

Wenn Unsauberkeit bei Katzen seelische Ursachen hat, stehen ihre Halter häufig vor einem Rätsel. Leider gibt es einiges, das eine sensible Katzenseele aus dem Gleichgewicht bringen kann: Ein Umzug in eine neue Umgebung gehört dazu, aber auch der Tod eines geliebten Artgenossen.

Oft sind es eher kleine, unscheinbare Veränderungen, welche die normalerweise so sauberen Tiere zu diesem Verhalten treiben. Das Umstellen von Möbeln gehört dazu, oder deren Neuanschaffung. Manche Katze soll auch schon unsauber geworden sein, weil ihre Halterin plötzlich das Parfum gewechselt hat.

Weil die Ursachen für Unsauberkeit bei Katzen so vielfältig sein können, haben wir auf Cat-News einen eigenen Artikel zu diesem Thema für dich geschrieben.

In diesem Beitrag soll es darum gehen, wie Du den hartnäckigen Geruch von Katzenurin aus Polstern, Kleidung, Teppichen und anderen Textilien erfolgreich entfernst.

💡 Ob Baumwolle, Synthetik, oder Mischgewebe: Welches Mittel zum Entfernen von Katzenurin in welcher Situation am besten geeignet ist, hängt ab vom Stoff.

Anleitung zum Entfernen von Katzenurin und seinem strengen Geruch

Ideal beim Entfernen von Katzenurin ist, wenn Du die Situation zeitnah mitbekommen hast und darum direkt Handeln kannst. Ist das Malheur geschehen, lässt sich häufig nämlich noch eine gewisse Menge Katzenurin aufsaugen, bevor er die Chance hatte tiefer in den Stoff einzusickern.

Achtung: Bevor die Katze wieder Kontakt mit dem Textil haben darf, sollte zuerst der Geruch neutralisiert werden. Der Stoff muss außerdem vollständig getrocknet sein. Der Grund dafür ist: Riecht das Textil weiter nach Urin, kann der Geruch das Tier dazu animieren immer wieder erneut auf die gleiche Stelle zu pinkeln.

Welche Substanzen eigenen sich zur Neutralisierung von Katzenurin? Grundsätzlich können Essig, Alkohol, Backpulver (Natron) und Neutralseife verwendet werden. Zur Entfernung besonders hartnäckiger Gerüche haben sich spezielle Reiniger auf Enzymbasis bewährt.

Der Unterschied zwischen Kunstfaser und synthetischem Stoff

Welches Mittel ist für welchen Stoff geeignet? Um das passende Mittel zu wählen, ist es wichtig herauszufinden aus welchem Material das Textil besteht: Handelt es sich um eine Naturfaser, oder um einen Kunststoff? Einen Hinweis gibt entweder das Etikett, oder der Brenntest.

Hierzu werden – sofern der Stoff es erlaubt – einige Fasern des Textils mit den Fingernägeln abgezupft, mit den Fingern zu einer festeren Masse geknüllt und mit dem Feuerzeug angezündet. Verkohlen die Fasern, handelt es sich um einen organischen Stoff. Verklumpt das Testmaterial und verströmt einen unangenehmen Geruch nach verbranntem Plastik, handelt es sich um einen Synthetikstoff.

Für Baumwolle und Kunstfasern: Katzenurin mit Alkohol entfernen

Alkohol mag selten eine Lösung sein, doch zum Entfernen von Gerüchen ist es oft ein wahres Wundermittel! Alkohol ist das bedeutendste Lösungsmittel überhaupt. Es kann sowohl wasserlösliche, als auch wasserunlösliche Stoffe lösen.

Verwendet werden können Spiritus, Ethanol (80 %) oder Isopropanol. Vorsicht geboten ist bei empfindlichen Textilien wie Seide. Hochkonzentrierter Alkohol kann Seide verfärben und das Material schädigen!

Wolle und Seide: Neutralseife verwenden

Für Textilien aus Wolle und Seide hat sich Neutralseife zum Entfernen von Katzenurin bewährt. Wer Seide behandeln möchte, sollte dabei immer besonders behutsam vorgehen. Ein zu grobes Scheuern mit einem Putzlappen kann den Stoff leicht beschädigen und so unwiderruflich zerstören.

Zur Reinigung die Neutralseife, gelöst in warmen Wasser, mit Hilfe eines feinen Microfasertuchs auftragen. Für Seide gilt: Nicht zu sehr auf dem Stoff Rubbeln, sondern die Lösung lieber auftupfen und einwirken lassen, dann ausspülen. Möglicherweise muss dieser Vorgang mehrfach wiederholt werden, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.

Backpulver (Natron): Geeignet für Wolle und Baumwolle, Abstand nehmen bei Kunstfaser und Seide

Auf gröberen und weniger empfindlichen Textilien lässt sich häufig gut der Geruch von Katzenurin neutralisieren und zwar mit Hilfe von Backpulver.

So geht’s: Den Fleck zunächst mit Seifenwasser vorbehandeln, dann das Pulver direkt auf die feuchte Stelle geben und mit einem Lappen vorsichtig einreiben. Um seine volle Wirkung zu entfalten, braucht das Pulver mindestens eine halbe Stunde Zeit zum Einwirken.

Essig als Allround-Talent für jede Textilart

Riecht ein Textil trotz Reinigung noch nach Katzenurin, kann Essig helfen: Essig ist ein kleiner Alleskönner, denn er neutralisiert Gerüche ohne das Textilgewebe anzugreifen. Das Mittel ist darum auch für die Verwendung auf empfindlichen Stoffarten wie Seide geeignet.

Wichtig: Bevor Essig zum Einsatz kommt, sollte der Katzenurin zuvor mit einem anderen Mittel so gut wie möglich entfernt werden. Der Essig könnte andernfalls den Fleck im Gewebe erst Recht fixieren.

Katzenurin neutralisieren: Haben Enzymreiniger Vorteile gegenüber Hausmitteln?

Nicht immer ist es möglich allein mit Hausmitteln den Geruch von Katzenurin vollständig zu beseitigen. Hatte der Fleck vor seiner Entdeckung lange Zeit zum Einziehen in das Gewebe, riecht der Stoff möglicherweise trotz umfassenden Reinigungsversuchen weiterhin.

Wie funktionieren Geruchsneutralisierer auf Enzymbasis? Wichtigste Bestandteile der Mittel sind Tenside und Enzyme mit so komplizierten Namen wie Benzisothiazolinon und Methylchloroisothiazolinon. An der Luft oxidieren Tenside und Enzyme gemeinsam zu einem hochwirksamen Neutralisierungsmittel.

Die Bakterien im Katzenurin werden von dieser organischen Verbindung gespalten. Bei diesem Vorgang wird der unangenehme Geruch neutralisiert. Bei der Anwendung sollte darauf geachtet werden das Mittel großzügig aufzutragen und gut einwirken zu lassen. Dann hat der Reiniger die Chance, auch die weiter unten im Gewebe liegenden Urinkristalle zu zerstören.

Getestet und gut bewährt sind die folgenden beiden Enzymreiniger:

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