Katzensnacks: Von diesen Leckerlies solltet ihr besser die Pfoten lassen!

katzenleckerlies

Kaum raschelt die Tüte, stehen unsere Katzen auch schon miauend parat. Der Fall ist klar: Liebe geht durch den Magen! In Sachen Katzenleckerlies sollten wir als Halter manches jedoch besser meiden. Wie lassen sich gesunde Katzensnacks von ungesunden im Supermarkt und Tierfachhandel unterscheiden?

Die einen essen Chips, die anderen bevorzugen Schokolade oder Bonbons: Genau wie wir Menschen lieben auch Katzen kleine Leckereien zur Belohnung. Das Angebot wird an Naschereien wird gefühlt immer größer: Es gibt Kau-Sticks, flüssige Schlecksnacks, zahnreinigende Leckerli und sogar solche, deren besondere Zusatzstoffe verschluckte Haare wieder nach oben befördern können.

Wir sehen: Leckerli ist also nicht gleich Leckerli!

Wichtig ist für Katzenhalter ein genauer Blick auf die Zutatenliste der Snacks für Zwischendurch. Denn obwohl Katzen von Natur aus eigentlich ausschließlich Fleisch fressen, enthalten viele Leckerli Weizen, Geschmacksverstärker, Fett und sogar Zucker.

Fette und Zucker in Katzenleckerli: So werden sie versteckt

Um potenzielle Käufer nicht zu verschrecken, tarnen viele Hersteller von Tierfutter die Zusammensetzung ihrer Produkte durch die Verwendung von eher harmlos klingenden Namen für in Wahrheit ziemlich ungesunde Zutaten.

Übliche Bezeichnungen zur Tarnungen von Zucker lauten etwa:

  • Fruktose
  • Oligofruktose
  • Glukose
  • Saccharose
  • Maltose
  • Sirup
  • Birkenzucker
  • Maltodextrin
  • Laktose
  • Honig
  • Agavendicksaft

Auch bei den Fetten haben sich die Hersteller einiges einfallen lassen, um uns zum Kauf zu verführen. Während es sowohl gesunde als auch weniger gesunde Fette in Nahrungsmitteln gibt, ist die Lage bei den Transfetten eindeutig: Sie sind per Definition schädlich für Mensch und Tier und sollten grundsätzlich gemieden werden.

Das sind beliebte Umschreibungen für Transfette in Katzenfutter:

  • Gehärtete Fette
  • Teilgehärtete Fette

Wer eine dieser beiden Zutaten auf seinen Katzenleckerli entdeckt, sollte sich künftig lieber nach einer gesünderen Alternative umschauen.

Was sind Transfette und was macht sie so gefährlich?

Transfette erhöhen den Gehalt an „schlechtem“ Cholesterin im Blutkreislauf. So genannte Lipoproteine besitzen eine geringe Dichte. Dadurch kommt es zu Ablagerungen in den Gefäßwänden. Das begünstigt letztlich das Entstehen einer Arteriosklerose.

Besonders gefährlich sind Transfette für übergewichtige Katzen, solche mit der Diagnose Diabetes und für Tiere im fortgeschrittenen Alter (12+).

Gesunde Katzensnacks: 3 Merkmale für gute Leckerli

Angesichts der zahlreichen Möglichkeiten der Futtermittelindustrie, gesundheitlich bedenkliche Zutaten zu umschreiben, ist es gar nicht so einfach, gesunde Katzensnacks von ungesunden zu unterscheiden.

Wie für hochwertiges Katzenfutter gilt auch für Katzensnacks: Wer ganz sicher gehen möchte sollte ausschließlich Katzenleckerlies kaufen, die zu 100 % aus Fleisch oder Fisch bestehen. Alle Inhaltsstoffe sollten mit genauen Mengenangaben ausgeschildert sein.

Eine gute Wahl sind auch gefrorene Eintagsküken und Hühnerherzen als Katzensnacks, die es im Tierfachhandel gibt.

Gesunde Katzenleckerli ohne Weizen und ohne Zucker: Das sind unsere 4 Lieblinge

Seien wir ehrlich: Tote Küken und Hühnerherzen sind wahrlich nicht jedermanns Sache! Wir zeigen euch wo wir Leckerlies für Katzen entdeckt haben, die ihr euren Miezen bedenkenlos geben könnt – ganz ohne Ekel-Faktor.

Dokas Mini-Steaks mit Kabeljau, erhältlich bei Amazon*.

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Catz finefood knusprige Streifen aus Kalbfleisch, erhältlich auf Amazon.*

 

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Gesund und lecker: 5 einfache Rezepte für Katzenleckerlies zum Selbermachen

Warum kaufen, wenn es auch selbst gemacht ganz einfach geht? Wir haben für euch 5 Rezepte für Katzensnacks recherchiert, die ihr im Handumdrehen zubereiten könnt!

1. Hühnerhappen

Zutaten:
  • 250 g Hühnerbrust
  • 100 g Spinat (wir haben Tiefkühlblattspinat verwendet)
  • 90 g Haferflocken
  • 1/2 TL getrocknete Katzenminze
  • 1 Ei
  • 4-5 EL Dinkelmehl
Zubereitung:
  1. Hühnerbrust kochen, Spinat auftauen
  2. Zusammen mit Haferflocken Katzenminze den Mixer geben
  3. Den Brei in eine Schüssel geben, Ei und Dinkelmehl darunter kneten, bis ein gut formbarer Teig entsteht.
  4. Den Teig ausrollen und horizontal in ca. 2mm Dicke und in etwa 5mm breite Streifen scheiden. Vertikal wird der Teig in ca. 10-15mm lange Streifen geschnitten.
  5. Den Ofen auf 160 Grad vorheizen und 45 Minuten backen. Sollte die Oberfläche anfangen zu bräunen, den Ofen etwas kleiner stellen. Nach dem Backen den Teigfladen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Dann lassen sich die Stückchen entlang der Schnittkanten ganz einfach auseinander brechen. (Via petsugar.com)

2. Seesternchen mit Thunfisch

Zutaten:
  • 1 Dose Thunfisch im eigenen Saft
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 EL Katzenmalz (ersatzweise noch ein EL Öl)
  • 1 Eigelb
  • 100 g Maisgries (Polenta)
  • 80 g Vollkornmehl (z.B. Roggen)
Zubereitung:
  1. Thunfisch, Öl und Malz mit dem Stabmixer fein pürieren.
  2. Ei, Maisgries und Mehl dazu geben und gut durchkneten. Sollte der Teig danach noch zu feucht sein, gibt man etwas Mehl hinzu. Ist er zu trocken, dann nimmt man noch etwas Öl.
  3. Den Teig nun abgedeckt ca. 30 Minuten ruhen lassen.
  4. Den Teig auf einer Silikonmatte oder einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche ausrollen (Dicke ca. 3 mm)
  5. Für das Ausstechen eigenen sich unserer Erfahrung nach sehr kleine Ausstechförmchen, zum Beispiel solche für Fondant, besonders gut. Gibt es hier*, hier* oder hier*
  6. Den Ofen auf 150° Umluft (170 Ober-/Unterhitze) vorheizen.
  7. Die Plätzchen 10 bis 15 Minuten backen, dann auskühlen lassen. (Via kleine-chaoskueche.de)

3. Käseleckerchen

Zutaten:
  • 70 g geriebener Parmesan
  • ½ verquirltes Ei
  • 2 Teelöffel ungewürztes Schmalz oder Butter
  • 4 gehäufte Esslöffel Kartoffelmehl
Zubereitung:
  1. Parmesan, Ei und Schmalz oder Butter mit dem Mixer zu einer gleichmäßigen Masse verrühren.
  2. Langsam das Kartoffelmehl dazugeben und weiter rühren, bis der Teig sich wie Plätzchenteig anfühlt.
  3. Aus dem Teig lange, dünne Würstchen formen und mit einem Messer in erbsengroße Stücke schneiden. Achtung: Durch das Ei im Rezept werden die Kekse nach dem Backen etwa doppelt so groß!
  4. Ofen auf 180 Grad vorheizen
  5. Die Stücke auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen.
  6. 10 bis 15 Minuten backen, bis die Plätzchen gold-gelb sind. (Via diekatzenexpertin.de)

4. Katzenkekse mit Pute

Zutaten:
  • 120 g Putenfleisch (gekocht)
  • 30 ml Hühnersuppe
  • 30 g Mandeln (gemahlen)
  • 1 EL Olivenöl
  • 70 g Vollkornmehl
Zubereitung:
  1. Putenfleisch fein zerkleinern, aber nicht pürieren. Suppe dazugeben.
  2. Mehl, Mandeln und Olivenöl zusammen verkneten.
  3. Zu der Putenmasse geben und zu einem Teig vermengen.
  4. Den Teig für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
  5. Den Ofen vorheizen auf 170 Grad.
  6. Den Teig zu einer Wurst rollen, gleich große Stücke abschneiden, zu kleinen Bällchen formen und auf dem Backblech platzieren.
  7. Die Putenkekse ca. 15 Minuten backen und anschließend gut auskühlen lassen. (Via ichkoche.at)

5. Leberwursttropfen

Zutaten:
  • 250 g Leberwurst
  • 50 g helles Weizenmehl
  • 2 Eier (Größe M)
Zubereitung:
  1. Leberwurst, Mehl und Eier mit dem Handrührgerät zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.
  2. Teig in einen Spritzbeutel füllen und damit kleine Töpfchen (Durchmesser etwa 0,7-1,0 cm) auf das mit Backpapier belegte Backblech spritzen.
  3. Den Backofen auf 160° (Umluft 150°) vorheizen.
  4. Im Backofen auf mittlerer Einschubhöhe etwa 30 Minuten backen.
(Aus dem Buch „Katzen gesund ernähren“, GRÄFE UND UNZER Verlag (GU). Gibt es hier auf Amazon.*)
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