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Katze trainieren gegen Ängste: So geht’s!

katze trainieren mit exposition

Katzen gelten nicht umsonst als scheue Tiere. Viele sind von Natur aus schreckhaft. Oft hat das auch seinen Sinn, doch das Zusammenleben mit dem Menschen kann es erschweren. Angst bedeutet Stress und Stress ist ursächlich für viele Erkrankungen. Möchtest du sie vermeiden, kannst du deine Katze trainieren. Es ist einfacher, als du vielleicht denkst!

Katzen verhalten sich anders als Hunde und sind weit weniger auf ihre Menschen fixiert. Darum lassen sie sich in einer stressigen Situation auch nicht einfach so von ihrem Herrchen oder Frauchen wieder beruhigen. Doch ähnlich wie ein Hund lässt sich auch eine Katze trainieren. So ist es möglich, ihr auf diese Weise ihre Ängste zu nehmen.

 

Katze trainieren bei Angst vor Geräuschen

Gerade junge und unerfahrene Katzen fürchten sich vor allen möglichen Geräuschen im Haushalt. Zu den Klassikern gehört mit Sicherheit der Staubsauger. Doch auch laufende Haartrockner und eingeschaltete Rasierer können Katzen Angst einjagen. Dummerweise kommt das letztgenannte Gerät auch häufig beim Tierarzt zum Einsatz, wenn zum Beispiel eine Stelle am Pfötchen für eine Blutabnahme vorbereitet werden muss.

Es ist darum eine gute Idee, einer Katze die Scheu vor einem Rasierer so früh wie möglich zu nehmen, um ihr unnötigen Stress bei einer Blutentnahme zu ersparen. Der Trick dahinter ist so einfach wie effektiv, denn er stammt aus der kognitiven Verhaltenstherapie.

Sie funktioniert nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Tieren. Du kannst sie selbst zu Hause mit deiner Katze ausprobieren. Besonders dann, wenn deine Katze noch jung und verspielt ist, wirst du erstaunt sein, wie schnell du erste Erfolge erzielen kannst.

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Schrittweise Angst vermindern: Durch Konfrontation

Konfrontation (Exposition) ist eines der wichtigsten Prinzipien verhaltenstherapeutischer Verfahren. Dabei geht es darum, sich einem angstmachenden Gegenstand oder einer angstauslösenden Situation ganz bewusst und zunächst stückchenweise auszusetzen. Auf diese Weise vermindert sich die Angst immer mehr und verschwindet schließlich ganz.

Dieses Verfahren kann man sich bei ängstlichen Katzen zu Nutze machen, so wie es zum Beispiel Cat-News Leserin Michelle Wilke mit ihren beiden schwarzen Minitigern gemacht hat. Über ihren schnellen Erfolg ist die Katzenfreundin selbst erstaunt und teilt darum gerne ihre Erfahrungen:

Anfangs ist es schwer sie zu überreden, weshalb man es einfach täglich machen sollte, sodass es zum Alltag wird (…) Ich weiß, dass sie im Notfall einiges aushalten werden, da sie mir durch das Training mehr Vertrauen als je zuvor.“

Ihr Trick ist, das Ganze mit einem Spiel zu verbinden. Michelle hat ihre beiden Katzen, ‚Lucky Luke‘ und ‚Skittles‘, einfach mit ihrem Lieblings-Katzenspielzeug beschäftigt, während im Nebenzimmer ein Staubsauger bei geöffneter Tür lief. Nach einigen Tagen waren die Tiere dann der Überzeugung, dass von dem Gerät keine akute Bedrohung ausgeht. So wurde es nach und nach möglich, den Staubsauger im gleichen Raum zu benutzen, in dem auch die Katzen spielten.

Wie das möglich ist? Ganz einfach: Wenn Katzen abgelenkt oder beschäftigt sind, achten sie nicht mehr so sehr auf ihre Umgebung. Gehört deine Katze nicht zu den spielfreudigen Exemplaren, so kannst du alternativ ein paar Leckerlies bereitstellen, um sie auf diese Weise bei Laune zu halten.

…und was mit dem Staubsauger funktioniert, klappt genau so mit dem Haartrockner…

….oder mit dem Rasierer

 

Lässt sich wirklich jede Katze trainieren? Vermutlich ja, doch eine Prognose darüber zu stellen, wie lange es tatsächlich dauert, ist nur schwer möglich. Auch wenn das Angsttraining bei jungen Katzen am schnellsten funktioniert, so gibt es doch keine Altersgrenze, um selbst hartnäckige Ängste mit dieser Methode und ein wenig Geduld noch in den Griff zu bekommen. In schwierigen Fällen gilt: Habe Geduld! Und: Kleine Schritte führen oft schneller zum Erfolg, als große!

Wenn deine Katze signalisiert, dass sie erst einmal keine Lust mehr auf das Angsttraining hat, solltest du dies akzeptieren und lieber in einigen Stunden oder am nächsten Tag weitermachen. Michelle findet:

„Wichtig ist, dass man es spielerisch macht und auf einer Vertrauensbasis, damit man ein Team wird.“

Sogar ihre Angst vor Wasser konnte Michelle ihren Kätzchen ‚Skittles‘ und ‚Lucky Luke‘ mit der beschriebenen Methode abtrainieren:

 

Du möchtest wissen, wie du einer Katze die Angst vor dem Transportkorb nehmen kannst? Dann lies hier weiter!

Autor(in) Cat News

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