Angst vor Alltagslärm: Dieses Training hilft Katzen gegen übersteigerte Ängste

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Es kann der Haarfön sein, der Staubsauger, oder das Geräusch des Mixers: Viele Katzen haben panische Angst vor Geräuschen, die von alltäglichen Geräuschen und elektrischen Geräten ausgehen. Angst bedeutet Stress und Stress ist ursächlich für viele Erkrankungen. Die gute Nachricht: Katzen lassen sich gegen Ängste trainieren!

In der Natur ist das Gefühl der Angst ein wichtiges Alarmsignal. Es zeigt an, dass eine Gefahr droht, vor der es sich im besten Fall zu schützen gilt. In der freien Wildbahn sind Angstgefühle für Katzen überlebenswichtig, im Zusammenleben mit dem Menschen sind sie vor allem anstrengend.

Für Katzen gibt es in der Wohnung praktisch kaum echte Gefahren. Dass ein lauter Staubsauger in Wahrheit ungefährlich ist, können unsere Haustiere nicht ahnen. Um einer Katze die Angst davor zu nehmen, helfen einfache Methoden aus der kognitiven Verhaltenstherapie.

Kognitive Verhaltenstherapie: Auch bei Hunden und Katzen sind die Methoden wirksam

Kognition bedeutet frei übersetzt in etwa „Lernen durch Erfahrung“. Genau darum geht es, wenn eine Katze gegen Ängste trainiert werden soll. Indem das Tier regelmäßig und gezielt einer angstbezogenen Situation ausgesetzt wird (etwa dem Geräusch des Haarföns) lernt es mit der Zeit, dass in Wahrheit keine echte Gefahr von diesem Gegenstand ausgeht.

Entscheidend dabei ist zu Anfang die Intensität noch gering zu halten – etwa, indem der Fön in erst einmal nur in einem anderen Zimmer angestellt wird – und dann allmählich zu steigern. So kann man erreichen, dass die Katze nach und nach ihre Angst vor dem Geräusch verliert.

Es sind nicht nur junge und unerfahrene Katzen, die sich vor Alltagsgeräuschen im Haushalt fürchten. Schreckhaft sind insbesondere auch Katzen aus dem Tierheim. Problematisch werden übersteigerte Ängste vor Geräuschen spätestens dann, wenn ein Besuch beim Tierarzt ansteht:

Wenn der Tierarzt einer Katze Blut entnehmen will, muss die betreffende Stelle zuvor rasiert werden. Verfällt eine besonders schreckhafte Katze in diesem Moment in Panik, verzögert sich die Behandlung und gegebenenfalls müssen sogar Zwangsmaßnahmen zur Anwendung kommen. Hierdurch können neue – in diesem Fall sogar begründete – Ängste bei dem Tier entstehen.

Im Interesse des Tieres gilt es solche Situationen möglichst zu vermeiden. Wie leicht das gelingt, hat die Cat-News Leserin Michelle Wilke mit ihren Katzen für uns dokumentiert.

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Haarfön, Elektro-Rasierer und Co.: Katze trainieren gegen Ängte, so geht es!

Ob es um die Angst vorm Staubsauger, vor dem Haarfön, oder vor einem anderen lauten Gegenstand geht: Konfrontation ist das beste Mittel, um solche Ängste bei Katzen zu reduzieren.

Dazu wird das Tier dem angsterzeugenden Gegenstand häppchenweise immer stärker ausgesetzt, bis die Angst abnimmt und schließlich ganz verschwindet. Unsere Leserin Michelle Wilke ist erstaunt, wie schnell die Methode bei ihren beiden jungen Kätzchen Erfolg zeigen konnte:

Anfangs war es schwer sie zum Mitmachen zu überreden. Ich habe es dann einfach jeden Tag auf’s Neue versucht. Es hat sich gelohnt denn ich weiß jetzt ziemlich sicher, dass sie im Notfall einiges aushalten. Durch das Training Vertrauen sie mir außerdem mehr als je zuvor.“

Mit einem kleinen Trick ist es unserer Leserin schließlich gelungen, ihre Katzen zum Training gegen ihre Ängste zu motivieren: Die Kätzchen Lucky Luke und Skittles hat sie mit ihrem Lieblingsspielzeug beschäftigt, während ihr Partner im Zimmer nebenan den Staubsauger laufen ließ.

Als die beiden das gut vertragen haben, ging es einen Schritt weiter: Skittles und Lucky Luke sollten es nun aushalten, ihr Spiel trotz geöffneter Zimmertür beizubehalten.

Als auch das gut klappte, traute sich die Katzenhalterin den Staubsauger im gleichen Raum laufen zu lassen, indem sich auch die Katzen befanden. Schon nach wenigen Tagen mit täglich 5 Minuten Training hatten die Tiere verstanden, dass von dem Gerät keine akute Bedrohung für sie ausgeht.

…und was mit dem Staubsauger funktioniert, klappt genau so mit dem Haartrockner…

….oder mit dem Rasierer

Wichtig fand Michelle Wilke, ihre Katzen selbst entscheiden zu lassen, wie lange sie jeweils trainieren wollten. Wenn eine Katze signalisiert, dass sie erst einmal keine Lust mehr auf das Angsttraining hat, sollte das akzeptiert werden:

„Wichtig ist, dass man es spielerisch macht und auf einer Vertrauensbasis, damit man ein Team wird.“

Sogar ihre Angst vor Wasser konnte sie ihren Kätzchen mit der MEthode abtrainieren, wie der folgende Beweis zeigt:

Eine weitverbreitete Angst unter Katzen, die mit lauten Geräuschen rein gar nichts zu tun hat, ist die Angst vor der Transportbox. Wie sich die Angst vor diesem Gegenstand reduzieren lässt, liest Du im Artikel In 7 Schritten: Eine Katze behutsam an die Transportbox gewöhnen.

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