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Warum man Katzen auf keinen Fall mit Gurken erschrecken sollte!

Ein neuer Internet-Trend konnte ein bisher unbekanntes Katzengeheimnis lüften: Die Tiere haben offensichtlich panische Angst vor Gurken. Tierpsychologen raten entschieden davon ab, einer Katze zum Spaß diesem Stress auszusetzen.

Manche Katzen bleiben ungerührt, andere gehen bei dem Anblick einer Gurke sprichwörtlich in die Luft. Im Internet kursieren derzeit tausende Videos von Menschen, die ihre Katzen mit Hilfe einer Gurke erschrecken wollen. Die Versuchung ist groß und man fragt sich beim Schauen dieser Clips unweigerlich, ob wohl die eigene Katze ähnlich reagieren würde.

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Von einem Test rät die amerikanische Tierpsychologin Jill Goldman entschieden ab. Katzen würden durch derartige Experimente großem Stress ausgesetzt: „Katzen zum Spaß zu erschrecken kann dazu führen, dass sie sich versehentlich selbst verletzen“, sagt sie gegenüber dem Naturmagazin National Geographic. Zwar sei es eine gute Idee, speziell Wohnungskatzen hin und wieder mit neuen Gegenständen bekannt zu machen jedoch auf keinen Fall so, wie es in den Gurken-Videos geschieht: „Möchten Sie jemanden Neues kennenlernen, in dem er Ihnen direkt ins Gesicht springt? Ich stelle die Menschlichkeit der Leute in Frage, die einem Tier so etwas zum Spaß antun“.

Angst vor Gurken als eine natürliche Reaktion

John Bradshaw, ein ausgewiesener Spezialist für Hunde- und Katzenverhalten in den USA, wird von dem Magazin in ähnlicher Weise zitiert: Den viralen Video-Trend sieht er als „Anregung für Menschen, ihre Katzen zu erschrecken, die Szene zu filmen, um mit dem neuen Videomaterial, dass sie auf Facebook und Co. posten, wiederum andere Mensche dazu zu ermutigen, dasselbe zu tun.“

Den große Schrecken, den Katzen beim unerwarteten Anblick einer Gurke zeigten, hält Bradshaw dabei für eine natürliche Reaktion, schließlich würden normalerweise nicht einfach so Gurken auf dem Boden herumliegen. Tierpsychologin Jill Goldman vermutet darüber hinaus, dass Katzen eine Salatgurke als Schlange deuten könnten: „Für Katzen sind Schlangen eine tödliche Gefahr. Die Fähigkeit diese zu erkennen, liegt in ihrem Erbgut“.

Problematisch finden beide Tierexpertin, dass die Gurken in den Videos besonders häufig neben Futterplätzen platziert werden. Diese Orte seien für Katzen normalerweise mit den Gefühlen Vertrauen und Sicherheit verbunden, welche durch das Gurken-Experiment nachhaltig zerstört werden könnten.

Seit heute Morgen warnen auch Cole&Marmelade in ihrem beliebten YouTube-Channel vor den Gefahren des Gurken-Phänomens (auf englisch):

Quelle: National Geographic

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