Du bist hier
Home > Gut zu wissen > Weshalb Osterglocken im Katzenhaushalt nichts zu suchen haben

Weshalb Osterglocken im Katzenhaushalt nichts zu suchen haben

Gehörst Du auch zu den Menschen die es lieben, ihre Wohnung passend zur Jahreszeit zu dekorieren? Besonders an Ostern bieten sich unendliche Verschönerungsmöglichkeiten für die eigenen vier Wände. Wer jedoch in einem Katzenhaushalt lebt, sollte zumindest auf Osterglocken und einige andere Schnittblumen lieber verzichten.

Die Osterglocke steht symbolisch für den Frühlingsanfang. Ihre Farbe erinnert uns unwillkürlich an die Sonne und ihre warmen Strahlen. Doch so schön diese Blume auch anzusehen ist, von Katzen sollte sie unbedingt ferngehalten werden!

Dass Schokolade Gift für Katzen ist, ist vielen bekannt. Schokoladenosterhasen kommen aus diesem Grund bei vielen schon seit Jahren nicht mehr offen auf den Tisch. Weit seltener hört man wohl davon, dass die gelbe Narzisse, umgangssprachlich Osterglocke genannt, ebenfalls hochgiftig für Katzen ist.

509660154_b90cbef54e_z

Alle Teile der Pflanze sind toxisch. Die stärkste Giftkonzentration ist aber in der Knolle der Pflanze vorhanden. Isst ein Mensch sie unbeabsichtigt, kann das zum Tod durch Lähumgserscheinungen oder Organversagen führen. Auf das enthaltene Alkaloid reagieren Katzen besonders empfindlich.

Schon geringe Mengen dieser Substanz können bei Katzen eine Vergiftung auslösen, die innerhalb weniger Tagen zum Nierenstillstand führt. Dazu reicht beispielsweise schon ein einzelnes verzehrtes Blütenblatt. Selbst das Blumenwasser der Osterglocke ist für Katzen giftig. Alte und chronisch kranke Tiere sind hier besonders gefährdet.

Beliebtheit der Osterglocke und mangelndes Wissen sind oft tödliche Kombination

Die große Beliebtheit der Osterglocke in Kombination mit mangelndem Wissen über die Gefährlichkeit der Pflanze endet leider noch immer in vielen Fällen tödlich.

Falls trotz aller Vorkehrungen eine Katze doch einmal versehentlich an einer Osterglocke geknabbert hat, sollten umgehend medizinische Maßnahmen eingeleitet werden. Die Notdienst-Hilfe informiert, welche Tierärzte auch an den Feiertagen geöffnet haben. Vielerorts stehen diese Informationen auch auf den Anzeigenseiten in der örtlichen Tageszeitung.

Sollte auf die Schnelle trotzdem kein Tierarzt verfügbar sein, kann auf die nächste tiermedizinische Hochschule in der Umgebung ausgewichen werden.

Zusätzlich bietet es sich noch an, den Giftnotruf der Berliner Charité zu kontaktieren. Weil dieser sich aber vor allem für Menschen zuständig sieht, sollte dieser Schritt lieber in Absprache mit dem Tierarzt oder der Tierklinik durchgeführt werden. Der Tierarzt weiß außerdem, welches die richtigen Fragen an die Fachstelle sind.

Auch Tulpen sind gefährlich, Weidenkätzchen hingegen nicht

Neben der Osterglocke gibt es andere beliebte Osterblumen, die für Katzen ebenfalls toxisch sind. Ein großer Bogen gemacht werden sollte vor allem um Zwiebelblumen wie Tulpen, Hyazinthen und Primeln.

Als unbedenklich gelten Dekorationen aus Weidenkätzchen. Auch Katzengras ist eine prima Alternative zum Dekorieren: Mit ein wenig Kreativität lassen sich daraus tolle kleine Osterwiesen basteln. Wachteleier und Co. helfen, das Erscheinungsbild perfekt zu machen. Und das beste an dem Grad ist wohl, dass Katzen hier gerne zulangen dürfen.

Featured Images: Quinn Dombrowski/CC-BY, John Wilkerson/CC-BY

Bild

Ähnliche Beiträge