Lieben sie uns doch? So schneiden Katzen in einem Bindungstest für Menschen ab

Mag dich deine Katze? Wenn du auf diese Frage unsicher mit „Ich weiß es nicht, ich hoffe es“ antwortest, bist du vermutlich in guter Gesellschaft. Ein Wissenschaftler-Team wollte es genauer wissen und hat die Stubentiger einem Beziehungstest unterzogen.

Um herauszufinden, wie eng die Bindung eines Kindes zu seiner Mutter ist, kommt seit den 1970er Jahren der so genannte Ainsworth-Test zur Anwendung. Erfunden hat ihn die kanadische Psychologin Mary Ainsworth. Der Test funktioniert so: Eine Mutter wird zusammen mit ihrem Kind und einer zusätzlichen fremden Person in einen Raum gebracht.

Dann verlässt die Mutter den Raum und ihr Kind bleibt zurück mit der fremden Person. Weint das Kind und sucht verzweifelt seine Mutter, so spricht das laut Ainsworth-Test für eine gute Mutter-Kind-Bindung. Wendet sich das Kind hingegen vertrauensvoll dem Fremden als „Ersatzmutter“ zu, soll es um die Bindung zwischen Mutter und Kind weniger gut bestellt sein.

Wie verhalten sich Katzen in einer vergleichbaren Situation?

Wissenschaftler unterziehen Katzen und ihre Halter dem Ainsworth-Test

Um ein möglichst sicheres Ergebnis zu liefern, wurde der Ainsworth-Test mit Katzen an verschiedenen Instituten in England und den USA durchgeführt.

Das Ergebnis: Genau so uneindeutig und mysteriös, wie unsere Stubentiger!

Die Tiere der ersten Versuchsgruppe in England reagierten unsicher und anhänglich, wenn ihr Halter den Raum verließ. Sie liefen etwa aufgeregt zur Tür, oder setzten sich in die Nähe des Ausgangs – ganz so, als ob sie auf Frauchens oder Herrchens Rückkehr warteten.

Solange sich ihre Bezugspersonen noch im Raum aufhielten, strichen die Katzen um ihre Beine, und suchten genau wie Hunde Schutz beim bekannten Menschen .

Im nächsten Versuch, dieses mal in den USA, bot sich dann ein ganz anderes Bild: Den Katzen schien die Abwesenheit ihrer Halter vollkommen gleichgültig zu sein. Sie freuten sich auch nicht, wenn Herrchen oder Frauchen nach einer längeren Abwesenheit zurück in den Raum kehrten.

Offenbar kommen Katzen also tatsächlich ganz wunderbar allein zurecht. Die meisten lieben zwar die Gesellschaft von uns Menschen, sind aber lange nicht so abhängig von uns wie Hunde.

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