Die Bengalkatze: Exotische Schönheit mit unerschrockenem Charakter

bengal katze

Mit ihrem exotischen Aussehen zieht die Bengalkatze viele Katzenfreunde in ihren Bann. Woher stammt diese Katzenart und wie entsteht ihr unverwechselbarer Look? Im Rasseporträt Bengalkatze erfährst Du alles über die Vor- und Nachteile dieser besonderen Katzen.

Lässt sich die Bengalkatze genauso unkompliziert in der Wohnung halten, wie herkömmliche Katzenarten? Wer mit dem Gedanken spielt sich eine Bengalkatze anzuschaffen, der sollte sich zuvor gut über die Besonderheiten dieses Wildkatzenhybrid informieren.

Zwar ist die Rasse deutlich pflegeleichter als die ähnlich aussehende Savannah Katze, doch ist sie ebenfalls Nachfahrin eines Wildtieres.

Rasseporträt Bengalkatze: Was sollte man wissen?

 

Der Stammbaum der Bengalkatze

In früheren Zeiten war die Katze auch unter dem Namen „Leopardette“ bekannt. Die Entstehung dieser Katzenrasse ist im Vergleich zu anderen Rassen vergleichsweise gut dokumentiert. Es ist belegt, dass die ersten Exemplare von der amerikanischen Genetikerin Jean Mill in den 1950er Jahren in Kalifornien gezüchtet wurden. Bis heute soll die Amerikanerin als Züchterin aktiv sein.

Die wilden Vorfahren der Bengalkatze waren asiatische Leopardkatzen. Die Wildkatzen wurden von Jean Mill versuchsweise mit schwarzen Hauskatzen gekreuzt. Bei einem Teil der Würfe zeigte sich schließlich das beliebte Leopardenmuster.

Ihr auffälliger Leoparden-Look ist das Erkennungsmerkmal dieser Rasse und der Grund, weshalb Katzenliebhaber diese Rasse so schätzen. Heutzutage gehört die Bengalkatze zu den 10 beliebtesten Rassekatzen.

Keine Scheu vor Wasser: Die typischen Charaktereigenschaften der Begalkatze

Durch die Einkreuzung einer Wildkatze ist der Charakter der Bengalkatze schwierig vorherzusagen. Einige Tiere verhalten sich genauso wie Hauskatzen, bei anderen kommt eher der wilde Teil ihrer genetischen Anlagen zur Ausprägung. Viele Halter berichten, dass die Haltung als reine Wohnungskatze problematisch ist.

Soll eine Bengalkatze ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, benötigt sie unbedingt viel Abwechslung und Gelegenheiten, sich auszupowern. Hilfreiche Tipps zu diesem Thema finden Fans der Rasse in unserem Artikel Wohnungskatzen: 9 Tipps, wie deine Mieze auch ohne Freigang glücklich wird

Die meisten Bengalkatzen haben wenig Scheu vor Wasser. Auch sonst sind die Bengalen relativ unerschrockene Zeitgenossen. Sie sind sehr selbstbewusst und kommen darum in der Regel auch gut mit Hunden und anderen Katzen aus – jedenfalls, nachdem die Rangordnung im Hause einmal gründlich geklärt worden ist.

Weil die Katzen nichts verpassen möchten, folgen manche Bengalkatzen ihren Menschen auf Schritt und Tritt und zeigen im Alltag eine große Anhänglichkeit gegenüber den Zweibeinern im Haushalt. Es ist möglich mit Bengalkatzen an der Leine spazieren zu gehen und die meisten Tiere genießen solche Ausflüge.

bengalkatze rasseporträt

Rassestandard der Bengalkatze: Gibt es langhaarige Bengalkatzen?

Der Körper der Katze ist schlank und muskulös, was den Tieren ein beinahe athletisches Aussehen verleiht. Die Augen erscheinen, wie bei dem wilden Anteil ihrer Vorfahren, verhältnismäßig groß und sie sind meist grün, seltener gelb und fast niemals blau.

Mit 4,5 bis 5 Kilogramm und einer Schulterhöhe von 40 cm oder weniger gehören die Bengalen zu den eher kleineren Katzenrassen. Im weiteren Verlauf der Zucht wurden in den 1990er Jahren Rassen wie die Ägyptische Mau, Abessinier, die getupfte Orientalisch Kurzhaar und American Shorthair eingekreuzt.

Derzeit gibt es außerdem Bestrebungen von Züchtern eine Langhaarvariante der Bengalkatze unter der Bezeichnung Cashmere Bengal anerkennen zu lassen.

Exotischer Look: Diese Farbtypen gibt es bei der Bengalkatze

Der auffällige Wildkatzen-Look der Bengalkatze ist das typische Merkmal dieser Rasse. Die gefleckte, leopardenartige Variante ist besonders gefragt und in der Regel das Ziel ihrer Zucht. Die Fellzeichung erscheint entweder leopardenartig-getupft (spotted), oder getigert (marbled).

Die Grundfarbe reicht von einem hellen, leicht gelblichen braun bis hin zu einer kastanienbraunen Fellfärbung. Markant für die Rasse ist außerdem der dunkle Strich über- und unterhalb der Augenlider.

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Ernährung

Halter der Katze sollten besonderen Wert auf eine ausgewogene Ernährung legen. Viele Bengalkatzen freuen sich über Abwechslung im Futternapf.

Woran erkennt man ein gutes Katzenfutter und welche Marken sind empfehlenswert? In diesem Artikel stellen wir mehr als 20 hochwertige Katzenfuttermarken vor.

Haltung in der Wohnung: Ist die Bengalkatze ein Freigänger oder Stubentiger?

Die Katze ist äußerst aktiv, was in der reinen Wohnungshaltung zum Problem werden kann. Ideal ist ein Haus mit großem Garten, in dem die Katze regelmäßig auf Entdeckungstour gehen, oder ihre Krallen an Bäumen wetzen kann. Ein stabiler Kratzbaum oder ein Kletterparcours für Katzen sind ein Muss im Bengalkatzenhaushalt.

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Mögliche Erbkrankheiten der Bengalkatze

Die Rasse ist trotz ihres ungewöhnlichen Looks wenig anfällig für Erbkrankheiten. Es kommen Erkrankungen der Herzmuskulatur vor, jedoch nicht auffallend gehäuft.

VIC (Very Important Cats): Berühmte Vertreter der Bengalen

Schauspielerin und Model Kim Kardashian ist Halterin eines Bengalkaters, welcher auf den Namen Charli hört. Häufig zeigt sich die Künstlerin auf Instagram mit ihrem Haustier. Mittlerweile hat Kardashian ihrem Tier auch ein eigenes Profil in dem Netzwerk eingerichtet.

Ebenfalls Halter einer Bengalkatze ist der Sänger Justin Bieber.

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Eine Bengalkatze kaufen: Wie hoch ist der Preis für ein Jungtier?

Bengalen gehören nicht gerade zu den preiswerten Rassekatzen, da der Zuchtaufwand vergleichsweise hoch ist. Der Preis für ein Jungtier von einem vertrauenswürdigen Züchter liegt bei 1000 bis 1500 Euro.

Video: Die Bengalkatze in Aktion

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