Rasseportrait Bengalkatze » Charakter & Haltung des Sofa-Leoparden

Bengalkatzen sind ideale Familienkatzen

Bengalkatzen sind Leoparden im Wohnzimmerformat! Mit ihrem ungewöhnlichen Wildkatzen-Look ziehen sie viele Katzenfreunde in ihren Bann. Du willst dir einen Stubentiger mit Wildtier-Blut zulegen? In diesem Artikel erfährst Du alles, was Du vor dem Kauf wissen solltest. 

Bengale, Bengalkatze, oder Leopardette? Für kaum eine andere beliebte Katzenrasse gibt es so viele verschiedene Namen, wie für Bengalkatzen! Und was hat es eigentlich mit so kryptischen Bezeichnungen wie F3 und F4 bei den Tieren auf sich?

In diesem Rasseportrait erklären wir, was die Bezeichnungen bedeuten. Wir zeigen außerdem, welche Bedingungen die exotische Samtpfote an ihre Haltung stellt und welche besonderen Eigenschaften sie zur idealen Familienkatze machen!

 

Auf dieser Seite:

Vorfahren und genetische Abstammung

Verhalten & Charakter der Bengalkatze

Farben & Fellzeichnungen

Größe & Gewicht

Haltung: Freigänger oder Wohnungskatze?

Ernährung: Was Bengalkatzen fressen sollten

Mögliche Krankheiten der Bengalen

Seriöse Züchter und der Preis eines Bengalkitten

Kauf einer Bengalkatze: Darauf musst Du achten

Fazit

 

Video: Steckbrief der Bengalkatze

Geschichte der Bengalkatze: Abstammung & Vorfahren

Der Stammbaum der Bengalkatze lässt sich, im Vergleich zu vielen anderen Katzenrassen, recht gut nachvollziehen. So ist etwa belegt, dass die Amerikanerin Jean Sudgen Mill die weltweit erste Bengalkatzen-Züchterin war.

Die Genetikerin und Katzenfreundin bereiste vor allem in den späten 1940er Jahren den asiatischen Kontinent und begegnete in dieser Zeit der asiatischen Leopardkatze (Prionailurus bengalensis).

Sie beobachtete, wie einheimische Wilderer die Katzen wegen ihres Fells brutal jagten und wilde Bengalkatzenbabys von ihren Müttern trennten, um sie als Haustiere zu verkaufen!

Diese Erlebnisse ließen in ihr den Wunsch aufkommen, die wilde Katzenart vor dem Aussterben zu retten. Mill brachte also einige Exemplare der bedrohten Wildkatze mit in ihre Heimat Kalifornien und begann mit ihnen im Jahr 1954 die Zucht der Bengalkatze. Hierzu verpaarte sie zunächst einen gewöhnlichen schwarzen Kater mit einer weiblichen Leopardkatze. Der neuen Rasse gab sie den Namen Leopardette.

Zu ihrer Enttäuschung musste die Katzenzüchterin jedoch feststellen, dass die männlichen Nachkommen dieser ersten Generation (F1) zeugungsunfähig waren. Damit schieden diese Tiere für weitere Zucht-Experimente aus und die Bengalkatzenzucht pausierte.

Erst ab den 1980er Jahren wurden dann auf der männlichen Seite Gene weiterer Rassen, wie der Siamkatzen, Europäisch Kurzhaar und Britisch Kurzhaar Katzen, eingekreuzt. Durch diese neuen Verpaarungen erblickte schließlich 1983 der weltweit erste, fruchtbare Bengalkater das Licht der Welt.

Generationen F1 bis F6 – So viel Wildkatzenblut steckt in Bengalen:

F1 (Asiatische Leopardenkatze x Hauskatze) 50 Prozent (hybrid)
F2 (F1 x Hauskatze) 25 Prozent
F3 (F2 x Hauskatze) 12,5 Prozent
F4 (F3 x Hauskatze) 6,5 Prozent
F5 (F4 x Hauskatze) 3,12 Prozent
F6 (F5 x Hauskatze) 1,6 Prozent

Wichtig: Erst Bengalkatzen ab der vierten Generation gelten nicht mehr als Wildkatzen und werden als vollständig domestiziert angesehen. Nur sie dürfen entsprechend des Artenschutzgesetz als Haustiere verkauft werden! Die Haltung von Bengalkatzen der Generationen F1 bis F3 ist in Deutschland nur unter bestimmten Auflagen erlaubt.

Rasseportrait der Bengalkatzen

Der Charakter der Bengalkatze

Wie ist der Charakter einer Bengalkatze? Während andere Katzenrassen durch die gezielte Zucht durchaus einige verlässliche Charaktermerkmale erwarten lassen, ist die Frage nach dem Charakter einer Bengalkatze nicht so leicht zu beantworten.

Das liegt in erster Linie an der Einkreuzung von Wildtierblut: Einige Katzen zeigen das Verhalten von ganz normalen Hauskatzen, während bei anderen die Züge ihrer wilden Vorfahren durchscheinen können.

Obwohl ihr Temperament schwer vorhersehbar ist, gibt es doch einige interessante Gemeinsamkeiten im Verhalten dieser Katzen:

Bengalkatzen sind aktiv und verspielt und eigenen sich damit prinzipiell gut als Familienkatze. Außerdem wurde beobachtet, dass die Tiere im Gegensatz zu vielen anderen Katzen keine Scheu vor Wasser zeigen. Viele Bengalen sind also relativ unerschrockene Zeitgenossen und zeigen auch im Alltag wenig ängstliche Verhaltensweisen.

Über das Wesen und Verhalten der Katzen

Die Bengalkatze ist die Chefin im Haus! Weil sie über ein hohes Selbstbewusstsein verfügt, kommt die Katze in der Regel auch gut mit Hunden sowie anderen Katzen aus. Lebt sie in einem Mehrkatzenhaushalt, nimmt sie nicht selten den ersten Platz in der Rangordnung ein. Wenn es jedoch um ihre Lieblingsmenschen geht, zeigt sich die Katze von ihrer sanften Seite und ist anhänglich und verschmust.

Weil sie so neugierig und menschenbezogen sind, verfolgen manche Katzen ihre Besitzer auf Schritt und Tritt durch die Wohnung. Dabei ist der Stubentiger äußerst kommunikativ und miaut viel. So ist es auch nicht ungewöhnlich, wenn sich Bengalkatzen hin und wieder zu Unterhaltungen ihrer Menschen dazusetzen, nur um ein wenig „mitplaudern“ zu können.

Die Bengalkatze ist eine anspruchsvolle Katzenart, die intensive Beschäftigung benötigt und zur Not auch einfordert!

Für die Unterhaltung der Tiere gibt es zum Glück viele Möglichkeiten. Bedingt durch ihre hohe Intelligenz, eignen sich die Katzen zum Beispiel ausgezeichnet für das Erlernen von kleinen Tricks wie Pfötchengeben oder „High Five„. Auch das  Spazierengehen an der Katzenleine genießen manche Bengal-Katzen sehr. Wichtig: Das Akzeptieren des Katzengeschirrs und der Gang an der Leine müssen vorab eingeübt und trainiert werden, damit sie beiden Seiten Spaß machen.

Fellzeichnungen & mögliche Farbvarianten

Die Zeichnung im Fell einer Bengalkatze kann aus Flecken, Tupfen oder Streifen bestehen. Die folgenden drei Musterungen sind möglich:

  • 2-farbig Getupft (Rosetted)
  • 1-farbig getupft (Spotted)
  • Getigertes Fell (Marbled)

Durch die Kreuzung mit Hauskatzen und anderen Rassekatzen gibt es fünf verschiedene Fellfarben bei der Bengal-Katze:

  • Brown
  • Silver
  • Snow
  • Blue
  • Charcoal

Aus den drei Fellmustern und fünf Fellfarben ergeben sich insgesamt 15 verschiedene Kombinationen für das mögliche Aussehen einer Bengalkatze:

Übersicht Chart: Mögliche Fellfarben und Muster der Bengalkatze

Als Augenfarben kommen fast ausschließlich grün und gelb vor, Bengalkatzen mit blauen Augen sind eher selten. Charakteristisch für Bengalkatzenaugen ist ein dunkler Lidstrich an den oberen und unteren Rändern der Augenlider.

Größe & Gewicht

Wie groß wird ein Bengale? Mit einer Schulterhöhe von rund 40 Zentimetern und einer ungefähren Körperlänge von 1 Meter (gemessen von der Nasenspitze bis zum Schwanzende), gehören die Tiere zu den mittelgroßen bis großen Kurzhaarkatzen.

Kätzinnen werden zwischen vier und fünf Kilogramm schwer, ausgewachsene Bengal Kater erreichen nicht selten ein Gewicht von sechs bis sieben Kilogramm.

💡Gibt es langhaarige Bengalkatzen?
Ursprünglich gehören die Bengal-Katzen zu den kurzhaarigen Rassekatzen. Mit der Cashmere Bengal hat jedoch nun auch eine langhaarige Variante die Bühnen der Katzen-Shows betreten.

Welche Langhaarkatzenrasse in der Cashmere Bengal genau steckt, ist unklar: Einige Züchter behaupten, dass es die langhaarigen Tiere in Wahrheit schon immer gegeben habe, diese aber in früheren Zeiten nicht gefragt gewesen wären.

Da in einigen Zuchtlinien Fälle von HCM, einer Erkrankung der Herzmuskulatur bei Katzenbekannt sind, ist eine Einkreuzung der Maine-Coon-Katze wahrscheinlich. Diese Rasse verfügt nicht nur über ein beeindruckendes Langhaarkleid, sondern hat leider auch eine erhöhte Anfälligkeit für die Herzerkrankung HCM.

Haltung: Ist die Bengalkatze eine Freigängerin oder Wohnungskatze?

Welche Ansprüche stellt die Bengal-Katze an ihre Haltung? Vor allem die hohe Intelligenz der Leopardkatze sollte von Liebhabern der Rasse nicht unterschätzt werden! Einige Bengalkatzen-Besitzer berichten, dass ein Leben als reine Wohnungskatze durchaus herausfordernd für Mensch und Tier sein kann.

Soll eine Katze dieser Abstammung ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, benötigt sie viel Abwechslung und Beschäftigung sowie ausreichend Möglichkeiten, sich auszupowern. Wenn die temperamentvollen Leopardenkatzen sich zu sehr langweilen neigen sie dazu, allerhand Blödsinn anzustellen.

Eine zweite Katze als Spielkamerad ist darum Pflicht, erst Recht wenn der Stubentiger tagsüber längere Zeit alleine bleiben muss.

Achtung: Nicht jede Katze kommt mit dem bengalischen Temperament zurecht, eher schüchterne Artgenossen werden von ihr möglicherweise dominiert! Die Wahl der passenden Zweitkatze sollte darum gut durchdacht werden – am einfachsten ist es, wenn zwei Bengalkatzen-Geschwister gemeinsam adoptiert werden können.

Bengal Katze im Freigehege

Garten oder Freigehege als bestmögliche Haltungsform

So schön die Katzen in ihrem auffälligen Leopardengewand auch sind: Fans der Rasse sollte bewusst sein, dass eine Anschaffung für die reine Wohnungshaltung als äußerst heikel anzusehen ist: Die Gefahr, den Bedürfnissen seines Mini-Tigers nicht gerecht zu werden, ist hier besonders hoch.

Ebenfalls kritisch ist der unbeaufsichtigte Freigang für die Katzen. Die interessante Optik der Exoten weckt leicht das Interesse von Fremden und so können die Tiere schnell ungewollt den Besitzer wechseln.

Die optimale Haltungsform von Bengalkatzen ist daher in einem gesicherten Freigehege, in dem die Tiere eine Möglichkeit zum Klettern haben. Gern darf sich auch zusätzlicher ein kleiner Teich in ihrem Außengehege befinden: Bengal-Katzen teilen mit ihren wilden Vorfahren eine besondere Faszination für das Element Wasser.

Ernährung: Was Bengal Katzen fressen sollten

Du bist, was Du isst – dieser Spruch gilt natürlich auch für Katzen! Es ist grundsätzlich kein Problem, eine Bengalkatze mit einem ganz normalen Katzenfutter zu ernähren, nur hochwertig sollte es sein! Hochwertig bedeutet, dass es einen hohen Fleischanteil hat und proteinreich ist.

Die Vorfahren der heutigen Bengalkatzen haben sich von Eidechsen, Vögeln, Insekten, Mäusen und anderen Kleinsäugern ernährt. Die Aufgabe des Bengalkatzen-Halters besteht also darin, diese natürlichen Ernährungsgewohnheiten für den Sofatiger daheim so gut wie möglich nachzuahmen.

Wer möchte, darf seine Exotin natürlich auch mit rohem Fleisch füttern. Diese als BARF bezeichnete Ernährungsweise ist nicht jedermanns Sache, kommt dem natürlichen Speiseplan der Tiere aber vermutlich am nächsten.

Anders als bei Hunden, ist diese Ernährungsform für Katzen allerdings durchaus eine „kleine Wissenschaft“: Sie erfordert viel Verständnis für die Funktionen des Organismus einer Katze sowie ein breites Wissen über den exakten Tagesbedarf an Vitaminen, Mineralien und anderen Mikronährstoffen.

Ein hochwertig hergestelltes Katzenfutter enthält all diese Dinge bereits in den passenden Mengen. Vorteil: Um den Stubentiger glücklich zu machen, muss es nur noch von der Dose in den Futternapf umgefüllt werden.


Weiterlesen: Hochwertiges Katzenfutter: 29 Marken im Vergleich – Alle Preise, alle Inhaltsstoffe


 

Krankheiten der Bengalkatze

Sind Bengalkatzen anfällig für Krankheiten? Gute Nachricht für alle Liebhaber der kleinen Leoparden: Die markanten Samtpfoten gelten im Allgemeinen als robust und wenig anfällig für Erbkrankheiten.

Eine Ausnahme sind Zuchtlinien in den Fellfarben Snow und Silver. Bei Katzen mit diesen Farbgebungen wurde in der Vergangenheit ein erhöhtes Risiko für die Progressive Retinaatrophie beobachtet. Weil bis heute keine Therapiemöglichkeit für die Augenerkrankung existiert, kann sie schon in frühen Lebensjahren zur vollständigen Blindheit führen. Seriöse Züchter lassen ihre Tiere vor einer Abgabe auf die Erkrankung testen.

Grundsätzlich ist durch das eingekreuzte Wildtierblut eine widerstandsfähige Katzenrasse entstanden: Wie die Savannah-Katze sind Bengalkatzen äußerst agil und oft noch bis ins hohe Alter fit, aktiv und spielfreudig. Weit verbreitete Katzenkrankheiten, wie die Katzenseuche oder der Katzenschnupfen, können allerdings auch für die Leopardkatze gefährlich werden. Wie alle anderen Katzen sollten sie darum beim Tierarzt grundimmunisiert werden.


Weiterlesen: Impfungen für Katzen: Grundimmunisierung & empfohlene Auffrischungen


Bengalkatze kaufen: Worauf achten

Foto: Matt / Festive Bengal Kitten / CC-BY

Der Preis: So viel kostet ein Bengalkitten

Ein reinrassiger Bengale soll es sein? Leider gehören die edlen Samtpfoten nicht gerade zu den günstigen Rassekatzen. Der Preis für ein Jungtier von einem vertrauenswürdigen Züchter liegt zwischen 1.000 und 1.500 Euro. Die Kosten für ein Liebhabertier mit einer seltenen Fellzeichnung oder einer ungewöhnlichen Fellfarbe können noch einmal etwas höher ausfallen.

Wer eine Bengal-Katze kaufen möchte, findet auf gängigen Internet-Portalen auch durchaus preiswertere Angebote. Ein günstiger Preis mag verlockend sein, doch Tierfreunde sollten hier besser Abstand nehmen: Solche Katzen werden meist ohne Zuchtpapiere und Impfnachweis verkauft. Fehlen diese Dokumente, gibt es für den Käufer keine Garantie, dass das Bengalkitten aus guten Umständen kommt und tatsächlich gesund ist.

💡Woran erkenne ich einen seriösen Bengalkatzen-Züchter?
Verantwortungsvolle Züchter zeichnet ein fundiertes Wissen über ihre Rasse aus. Es ist ihnen nicht egal, wo ihr Kätzchen einmal landen wird, im Gegenteil: Seriöse Züchter sind interessiert daran sicherzustellen, dass ihre Schützlinge in ein gutes Zuhause kommen. Sie möchten die späteren Halter persönlich kennenlernen und haben keine Probleme damit, wenn diese sich die Zuchtbedingungen vor Ort ansehen möchten.

Kauf einer Bengalkatze: So geht’s!

Wie funktioniert der Kauf einer Bengalkatze? Erfahrene, langjährige Züchter verfügen über Online-Websites, die sich mit einer einfachen Google-Abfrage auch leicht finden lassen. Wer in einer größeren Stadt wie Berlin oder Hamburg sucht, gibt in die Suche die entsprechende Stadt mit ein. Wer eher ländlich wohnt, hat vermutlich mehr Glück, wenn stattdessen nach dem Bundesland gesucht wird, also zum Beispiel nach „Bengalkatzen in NRW“ oder „Bengalkatzen in Bayern„.

Der Interessent vereinbart dann per E-Mail oder Telefon einen unverbindlichen Termin beim Züchter. Der Züchter wird dieses Treffen nutzen um zu prüfen, ob er die Interessenten als geeignete „Adoptiveltern“ für seine Tiere einschätzt und auch persönliche Fragen stellen: Wie sind die Lebensumstände (Haus oder Wohnung?), ist tagsüber jemand zuhause und wer kümmert sich im Urlaub- oder Krankheitsfall um die Katze?

Der Weg zur Bengal-Zucht ist ganz schön weit? Immer mehr Katzenzüchter bieten als Alternative zu einem persönlichen Besuch ein erstes virtuelles Kennenlernen via Zoom, MS Teams, oder ähnlichen Kommunikationsplattformen an.

Ob persönlich, oder digital: Die folgenden 15 Punkte solltest Du vor dem Abschluss eines Kaufvertrag für eine Katze unbedingt prüfen:

Der Züchter bietet ausschließlich Bengalkatzen der 4., 5., oder 6. Generation an  ✅

Die Umgebung der zum Verkauf stehenden Kitten wirkt sauber ✅

Alle Katzen können sich in mehreren Räumen frei bewegen ✅

Die Katzenmutter ist bei ihren Kitten ✅

Kätzchen und Elterntiere werden vorgestellt und wirken gesund ✅

Das Bengalkitten ist bei der Abgabe geimpft ✅

Die Abgabe der Kätzchen erfolgt nach der Phase der Sozialisierung (ab 12 Wochen) ✅

Auch nach dem Kauf kann ein fachmännischer Rat zur Haltung eingeholt werden ✅

Von einem Kauf Abstand nehmen solltest Du hingegen, wenn…

… die Katzen in einem Keller, einer Garage oder ähnlichem gehalten werden ❌

… es verdächtig viele Katzen gibt: Wer tagsüber arbeitet, kann sich in der Regel nur um wenige Tiere kümmern ❌

… sich die Kitten beim Besuch extrem ängstlich zeigen (Bengalkitten sind normalerweise auch gegenüber Fremden  neugierig)

… Katzen verschiedenster Rassen zum Kauf angeboten werden ❌

… eine Anzahlung verlangt wird, noch bevor die Katzen überhaupt besichtigt wurden ❌

… man dich zum Kauf zu überreden versucht ❌

… der Züchter anbietet, das Kitten vorbeizubringen, weil ein Besuch vor Ort angeblich gerade nicht möglich ist ❌

Wichtig: Viele Tierfreunde zögern nicht, aus Mitleid auch ungesund wirkende Bengal Kitten aus problematischen Verhältnissen zu kaufen. Damit tun sie den Tieren jedoch nur auf den ersten Blick einen Gefallen: Manch zwielichtiger Mensch sieht es als Ansporn, weitere Katzen „günstig zu produzieren“ und zu verkaufen.

Solche Vermehrer sollten nicht durch einen Kauf unterstützt werden, sondern dringend dem Tierschutz gemeldet werden! Zuständig ist in solchen Fällen das örtliche Veterinäramt.

Bengalkatze mit Leopardoptik

Fazit

Bei der Bengalkatze handelt es sich um eine ausgesprochen freundliche und vielseitige Katzenrasse: In den Tieren vereint sich die Eleganz einer Samtpfote mit der Anhänglichkeit und Gelehrigkeit eines Hundes. Wer sich einen eher gemütlichen Haustiger wünscht, wird mit einer selbstbewussten Bengalkatze eher nicht glücklich. Sie ist das richtige für Katzenfreunde, die Spaß daran haben, die natürliche Intelligenz der Tiere zu fordern und sich viel mit ihrem Haustier zu beschäftigen.

Die reine Wohnungshaltung mit Kratzbaum und Balkon ist aufgrund des hohen Bewegungsdrangs der Katzen nicht ideal. Am glücklichsten ist die Katze mit einem Zugang zu einem Freigehege, oder einem Garten als Revier.

In einem artgerechten Umfeld sind Bengalkatzen ideale Familienkatzen: Sie kuscheln gern, lieben Kinder und sehen ihnen vieles nach. Sogar für das Zusammenleben mit Allergikern scheint die Rasse gut geeignet zu sein: Wie uns Halter berichten, zeigen Freunde und Bekannte mit Katzenhaarallergie wenige (oder gar keine) allergische Reaktionen im Kontakt mit ihren Bengal Katzen.

Weil die Nachfrage bei dieser Katzenrasse hoch ist, ist besondere Vorsicht vor dubiosen Bengalkatzen-Züchtern geboten! Angebote im Internet sollten genau geprüft werden, ein allzu günstiger, unrealistischer Preis für ein Bengalkitten ist ungewöhnlich und sollte stutzig machen.


Du suchst zusätzliche Unterstützung zum Kauf einer Bengalkatze? Hier geht es weiter: Eine Katze auf eBay und Co. kaufen: Was verboten ist und wie Du betrügerische Anzeigen erkennst


Diesen Artikel auf Pinterest merken:

Pin Leopardkatze

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Neue Wörter in Japan: Wenn die Katze am Arbeitsplatz „liebevoll belästigt“