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Was kann man einer Katze beibringen? 5 Tricks, die dein Stubentiger sofort lernt!

Was kann man einer Katze beibringen? Anders als Hunde sind Katzen nicht gerade dafür bekannt, die Kommandos von Zweibeinern sofort zu befolgen. Mit Einfühlungsvermögen, Geduld und natürlich der richtigen Methode klappt es dennoch, selbst ausgesprochen störrischen Miezen ein paar Tricks beizubringen.

Können Katzen Kommandos, wie Platz, Pfötchen geben, oder „Stell dich tot“ lernen? Die Erfahrung zahlreicher Katzenhalter zeigt: Sie können!

Die meisten unserer Tricks beruhen auf den Prinzipien des Clickertraining für Katzen. Statt einem Clicker kann auch ein einfaches Schnalzgeräusch angewendet werden, es funktioniert meist ebenso gut. Wichtig ist lediglich, ein einmal eingeführtes Signal konsequent beizubehalten. Nur so kann sich beim Tier ein Lerneffekt durch Gewöhnung einstellen.

Die hier vorgestellten Tricks erfordern einiges an Übung und müssen trainiert werden. Es kann bis zu einer Woche dauern, bis eine Katze einen bestimmten Trick sicher beherrscht!

Als positive Verstärkung für gewünschtes Verhalten, können auch Leckerlies hilfreich sein. Erfahrene Katzen-Clicker nutzen dieses Hilfsmittel allerdings eher selten.

Verhaltenskonditionierung mit dem Klick: Warum sie so gut funktioniert

Clicker-Training stammt aus dem Bereich der Verhaltenspsychologie und wurde in den 1960er Jahren zur Konditionierung von Delfinen in der Delfintherapie entwickelt. Als ‚Erfinder‘ des Prinzips gilt der russische Wissenschaftler Iwan Petrowitsch Pawlow. Ihm war es bereits 1927 gelungen, Hunden auf sein Kommando ein bestimmtes Verhalten abzuverlangen, sobald ein ihnen bekanntes Geräusch ertönte. 

Mittlerweile gilt es als bewiesen, dass auch Katzen, die im Allgemeinen als eher störrische Charaktere gelten, sich mit dieser Methode erziehen lassen. Ein Vorteil gegenüber anderen Erziehungsmethoden ist die absolute Achtsamkeit: Es gibt keine Bestrafungen, die Tiere werden im Gegenteil für erwünschtes Verhalten belohnt. Damit sich ein Lerneffekt einstellt, werden die Übungen pro Trainingseinheit bis zu zehnmal wiederholt.


5 Tricks, die Du deiner Katze beibringen kannst:

1. Katze „Platz“ beibringen

Um eine Katze ganz einfach in eine sitzende Position zu bringen, wird ein kompaktes Spielzeug, etwa eine Plüschmaus, verwendet. Die Plüschmaus wird direkt über den Kopf der Katze gehalten und bewegt, so dass das Tier mit den Augen nachfolgt.

Ist die Neugier der Katze einmal geweckt, wird das Spielzeug leicht nach hinten gezogen. Die Katze wird ihren Kopf mit dem Spielzeug mit drehen und sich dabei automatisch in eine sitzende Haltung begeben.

Hat die Katze Platz genommen, ertönt ein Klick und es gibt natürlich ein Lob für das Tier. Wer möchte, gibt zusätzlich ein Leckerlie. Erst wenn das gut funktioniert, kann zusätzlich das Kommando „Platz!“ als Signal eingeführt werden.

2. Katze Pfötchen geben beibringen

Die Übung startet, in dem Du deine Hand flach auf den Boden neben deine Katze legst.

Beginnt die Katze an deiner Hand zu schnuppern, ertönt ein Klick. Die Hand wird weggezogen und an ihre Stelle ein Leckerlie gelegt. Wenn das gut funktioniert, wird nur noch geklickt, wenn die Katze zusätzlich mit ihrer Pfote deine Hand berührt. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Katze dies irgendwann tatsächlich von sich aus macht ist hoch – schließlich wartet sie auf ein Leckerlie.

3. Einer Katze High Five beibringen

Die Geste „High Five“ gehört zu den beliebtesten Tricks für Stubentiger. Die Basis für diesen Trick ist das Pfötchen geben, welches die Katze zuerst beherrschen sollte. Das Pfötchen geben wird dann zu einem High Five erweitert.

Der Trick eine Katze an die High Five Geste heranzuführen, besteht darin ihr Verhalten nach dem Pfötchen geben weiter zu formen. Im Gegensatz zum Pfötchen geben, hebst Du deine Hand im Training Schritt für Schritt immer weiter vom Boden ab. Allmählich bringst Du deine Hand dabei in die passende Position für ein High Five.

Falls die Katze dabei nicht sofort mitspielt, solltest Du einen Schritt zurückgehen und deine Hand wieder in die vorherige Position bringen. So versteht die Katze dass es darum geht, dass sie mit der Pfote deine Handfläche berühren soll. Ziel ist es der Katze zu verstehen zu geben, dass die vor sie gehaltene flache Hand das Signal für ein High Five ist.

4. Katze apportieren beibringen

Wichtig für diesen Trick ist eine ablenkungsfreie Umgebung. Er funktioniert am besten, wenn die Katze ein wenig hungrig ist.

Zum Apportieren eignet sich eine Plüschmaus, ein Ball aus Zeitungspapier, oder ähnliche kleine Dinge, die eine Katze gut ins Maul nehmen kann. Das Tier darf sich zunächst mit dem Spielzeug beschäftigen. Sobald es den Gegenstand ins Maul nimmt, ertönt ein Klick und es gibt eine Belohnung.

Im nächsten Schritt wird das Spielzeug einige Zentimeter entfernt auf den Boden gelegt. Nimmt die Katze es auf und lässt sich mit dem Spielzeug im Maul zurück zu dir locken, gibt es wiederum Lob und Belohnung. Bitte sei nicht enttäuscht, wenn das nicht auf Anhieb glückt: Katzen diesen Trick beizubringen, erfordert mitunter einiges an Geduld.

Sobald die Katze das Spielzeug aus kurzer Distanz sicher wiederbringt, kann es auch einige Meter weit geworfen werden. Es ist eine gute Idee, das „Apportier-Spielzeug“ nur zu besonderen Gelegenheiten hervorzuholen und es ansonsten unter Verschluss zu halten, damit es für die Katze interessant bleibt.

5. Einer Katze das Kommando „Peng“ beibringen (Stell dich tot)

Für diesen Trick sollte die Katze zuerst das Kommando „Platz!“ beherrschen. Statt das Spielzeug in Höhe des Kopfes der Katze nach hinten zu bewegen, wird dieses nun seitlich an der Seite vorbei, schräg über den Rücken, gezogen. Die Katze wird sich möglicherweise schon jetzt von sich aus zur Seite werfen und sich in die gewünschte Position begeben.

Falls sie nicht direkt versteht, was Du von ihr möchtest, gibst Du ihr eine kleine Hilfestellung, in dem Du sie ganz sanft umwirfst, während sie mit den Augen das Spielzeug verfolgt. Lässt die Katze sich das gut gefallen, gibt es natürlich ein Leckerlie und ein Lob zur Belohnung. Erst wenn das funktioniert, kann das Signal „Peng!“ eingeführt werden, damit sich die Katze auf Kommando in die gewünschte Haltung wirft.

Um den Peng-Trick zu erlernen, braucht es einiges an Geduld und Training. Nach und nach wird die Katze schließlich von alleine umfallen, sobald sie das passende Signal dazu hört.

Lob und Belohnung sind die entscheidenden Zutaten für das Erlernen von Tricks bei Katzen.

Hättest Du es gewusst? Auch Katzen können lernen, auf ihren Namen zu hören. Wie genau das funktioniert, erklären wir in dem folgenden Artikel: Einer Katze ihren Namen beibringen: So klappt`s!

Autor(in) Cat News

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