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Neue Tierarztgebühren in 2020: Was Katzen-und Hundehalter jetzt wissen müssen

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Ab 01. Januar 2020 müssen sich Tierhalter auf höhere Kosten beim Tierarztbesuch einstellen. Für Untersuchungen am Freitag nach 17 Uhr, sowie am Samstag und Sonntag, werden generell 50 Euro Grundgebühr fällig. Welche Mehrkosten noch auf Halter zukommen.

Die neue Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) hat es in sich: 50 Euro Grundgebühr und Abrechnungen bis zum 4-fachen Satz bei Notdienstleistungen! Das hat das Bundeskabinett in seiner letzten Sitzung bekannt gegeben.

Viele finden das ungerecht, denn wer unter der Woche arbeiten muss, dem bleibt oft nur die Sprechstunde am späten Abend oder am Samstagvormittag – auch wenn das Tier eigentlich kein Notfall ist.

Tierarztbesuche in dieser Zeit müssen ab 01. Januar 2020 als Notdienstleistungen abgerechnet werden. Laut GOT werden dann neben 50 Euro Grundgebühr auch ein erhöhter Abrechnungssatz fällig. Bisher durfte nur bis zum maximal 3-fachen Satz abgerechnet werden.

Ein Rechenbeispiel zeigt, welche Kosten entstehen können:

Kastration eines Katers zur normalen Sprechzeit: 109 Euro. Kosten in der Notdienstzeit: Ab 2020 bis zu 496 Euro.

Mit der Änderung der Gebührenordnung für tierärztliche Notdienst-Leistungen wurden auch die Zeiten für den Notdienst angepasst. Bisher begann der tierärztliche Notdienst erst am Samstag ab 13 Uhr. Ab 2020 gelten Notdienstzeiten von Freitag, 18 Uhr, bis Montagmorgen, 8 Uhr.

Notdienst auch in ländlichen Regionen gewährleisten

Vor allem für ländliche Tierarztpraxen sei es in der Vergangenheit kaum möglich gewesen, einen tierärztlichen Notdienst in der Nacht oder am Wochenende anzubieten. Die von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner so genannte „Vierte Verordnung zur Änderung der Tierärztegebührenordnung“ soll nun Abhilfe schaffen.

Veterinäre sehen in dem Beschluss einen Schritt in die richtige Richtung. Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der Bundestierärztekammer (BTK):

„Immer weniger (angestellte) Tierärzte sind bereit, Notdienst zu leisten. Für Tierarztpraxen ist der Notdienst inzwischen oft belastend und nicht rentabel.“

Für Tierhalter bedeutet es jedoch in erster Linie einen neuen Kostenfaktor. Schon jetzt übertreffen die Gebühren für eine Notfallbehandlung die Kosten für dieselbe Behandlung zu den gewöhnlichen Sprechzeiten.

 

Was bedeutet die neue Gebührenordnung für Tierhalter konkret? Welche Mehrkosten kommen tatsächlich auf Besitzer zu?

Hier noch einmal alle Eckdaten:

  • Für Behandlungen außerhalb der regulären Sprechzeiten wird eine Grundgebühr von 50 Euro fällig
  • Ein Tierarzt darf nicht mehr zum 1-fachen GOT-Satz abrechnen (mindestens: 2-facher Satz, maximal: 4-facher Satz)
  • Die Nachtzeit wird verlängert, von 18 Uhr abends bis 8 Uhr morgens (Zuvor: 19 Uhr abends bis 7 Uhr morgens)
  • Das Wochenende beginnt am Freitag um 18 Uhr (früher: samstags ab 13 Uhr). Tierärzte mit Samstags-Sprechstunde müssen diese künftig als Notdienstleistung berechnen
  • Das Wegegeld wurde auf einheitliche 3,50 Euro pro Doppelkilometer und mindestens 13 Euro Grundgebühr erhöht (vorher: 3,40 Euro und 11,40 Euro Grundgebühr)

Wichtig: Die neuen Gebühren betreffen ausschließlich tierärztliche Notdienstleistungen. Die Gebührenordnung für Tierärzte (zu regulären Sprechzeiten) wurde zuletzt im Juli 2017 aktualisiert.

Wie können sich Tierhalter vor hohen Kosten schützen?

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Wenn die neue Gebührenverordnung am 01. Januar 2020 in Kraft tritt, kommen Halter, deren Tiere nachts oder zu den neuen Notdienstzeiten behandelt werden müssen, nicht um die erhöhte Gebühr für den Tierarzt herum. Niemand kann vorhersagen ob, wann und wie akut das eigene Tier einmal krank wird.

In Deutschland bieten darum inzwischen auch viele bekannte Versicherer Krankenversicherungen speziell für Katzen an – oft schon ab 5,90 Euro pro Monat.

Die tatsächlichen Mitgliedsbeiträge sind abhängig vom Alter der Katze, ihrem Gesundheitszustand und einigen anderen Faktoren. Generell lohnt es sich darum eine noch junge, gesunde Katze frühzeitig zu versichern, da mit zunehmendem Eintrittsalter die Gebühren höher sein können.

Einen zuverlässigen Überblick bietet der Vergleichsrechner unseres Partners vergleichen-und-sparen.de. Nachdem Angaben zur zu versichernden Katze getätigt wurden, vergleicht er alle aktuellen Versicherungen in Echtzeit und zeigt so automatisch die günstigsten Angebote:

 

Tipp aus der Redaktion:

Wir haben auch unsere Leser gefragt, wie sinnvoll eine Krankenversicherung für Katzen ist. Das Ergebnis gibt es hier.

Datum: 03.12.2019

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