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Zwei ältere Kater attackieren sich täglich. Was ist da los?

Wenn zwei sich nicht mögen, ist das ein Problem – das gilt für Menschen und für Katzen gleichermaßen. Doch was ist, wenn man trotzdem miteinander auskommen muss? Unsere Katzenspezialistin Christiane Schimmel weiß Rat.

 

katzenpsychologin christiane schimmel

 

Juliane U. fragt:

Mein Bruno (11) und Kater Blutsauger (13) mögen sich leider nicht besonders. Sie geraten immer wieder aneinander und das obwohl Bruno nun schon drei Jahre bei uns lebt, Blutsauger sogar vier.

Wir haben schon vieles probiert! Doch leider war es zeitweise so schlimm, dass sie sich fast täglich angriffen, attackierten und auflauerten. Dazu kam ständiges markieren bzw Unsauberkeiten.

Mittlerweile ist es schon besser geworden und Bruno gibt auch mal nach. Doch wenn beide die Chance haben, greifen sie sich gerne an (attackieren sich von hinten). Sie sitzen sonst auch gerne voreinander und miauen oder knurren sich an…

Vielleicht haben Sie einen Tipp was man noch tun könnte?

 

Das rät Katzenverhaltensberaterin Christiane Schimmel:

Wenn zwei Katzen nicht gut miteinander klar kommen , gibt es vielfache Gründe. Manchmal gab es einen Auslöser den wir nicht mitbekommen haben. Vielleicht war ein lauter Knall oder etwas anderes draußen am Fenster was den einen Kater erschreckt hat und der andere war in der Nähe und seitdem verbindet er es mit ihm. Oder beide mochten sich von Anfang nicht sehr?

Nicht alle Katzen gewöhnen sich mit der Zeit aneinander. Ich vergleiche das gerne mit einer Wohngemeinschaft bei der man mit einem Mitbewohner zusammen wohnt mit dem es am Anfang vielleicht ein blödes Erlebnis gab, welches man nie ausräumt und dann muss man den JEDEN Tag sehen.

Tipp: Gemeinsame, positive Erlebnisse schaffen

Das steigert die Abneigung eher. Es kommt immer sehr auf die Charaktere an. Wenn man aber nun wieder auf die Wohngemeinschaft bezogen beiden immer super leckeres Essen gibt wenn sie zusammen sind verbinden sie vielleicht das leckere Essen mit dem anderen und die Gemüter beruhigen sich.

So einfach ist das bei den Katzen nun nicht, aber das Prinzip ist das Gleiche. Viele positive Erlebnisse zusammen schaffen. Und unbedingt vermeiden das die Zwei sich attackieren. Tipp: Die Wohnung prüfen auf Fluchtmöglichkeiten damit sich beide gut aus dem Weg gehen können und an die dritte Ebene denken (Ausweichmöglichkeiten nach oben).

Beiden gute Erlebnisse zusammen verschaffen. Ich bevorzuge an der Stelle das Klickern. Wenn das Problem schon lange besteht und/oder der Hausfrieden allgemein dadurch sehr gestört ist, würde ich an dieser Stelle einen Katzenpsychologen/Katzenverhaltensberater hinzuziehen.

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