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Zeckenplage in NRW erwartet: Was Katzenhalter jetzt wissen müssen

katzen zecken

Gesundheitsämter melden deutschlandweit seit Jahren einen Anstieg bei Infektionskrankheiten, die durch Zeckenbisse hervorgerufen werden. Bedingt durch den trockenen Sommer und den milden Winter im vorigen Jahr konnten sich die Blutsauger auch stärker als erwartet vermehren. Der Landesbetrieb Wald und Holz erwartet in diesem Jahr sogar eine Plage in NRW. Was Katzenhalter darüber wissen sollten.

Bis vor wenigen Jahren galten vor allem die südlichen Bundesländer, wie Bayern oder Baden-Württemberg, als Zeckenhochburgen. Nun beobachten Biologen seit längerem, dass die Blutsauger sich auch in der Mitte und im Norden Deutschlands wohl fühlen.

„In NRW übertragen etwa zehn Prozent der Zecken Borrelien. Wenn die Zecke schnell entfernt wird, ist die Infektionsgefahr relativ gering.“

So erklärt es der Förster Jan Preller vom Waldinformationszentrum Hammerhof in Warburg in der Lippischen Landeszeitung. Borreliose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die nicht heilbar ist. Bei Katzen führt sie anfangs zu Symptomen wie Appetitlosigkeit oder Fieberschüben. Später sind Lähmungserscheinungen und Schäden an den Gelenken möglich.

Eine weitere gefrüchtete Erkrankung, die durch Zecken übertragen werden kann, ist FSME. Menschen und auch Hunde können gegen diese Erkrankung geimpft werden, für Katzen besteht diese Möglichkeit nicht.

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Zeckenbisse: Impfungen gegen Borreliose und FSME bei Katzen nicht möglich

Umso wichtiger ist es, dass Zecken bei Katzen möglichst früh erkannt und entfernt werden. Geschieht dies binnen 24 Stunden nach einem erfolgten Biss, besteht eine gute Chance, dass noch keine Viren übertragen worden sind.

Doch gerade bei Katzen werden Zeckenbisse im dichten Fell leider häufig übersehen. Halter sollten ihre Freigängerkatzen darum in der Zeckensaison (Anfang Mai bis Ende September) am besten täglich auf Zeckenbisse kontrollieren.

Zecken bei Katzen entfernen: So geht’s!

Wer eine ruhige Hand hat, kann zum Entfernen eine normale Pinzette verwenden. Durchaus empfehlenswert ist jedoch die Anschaffung eines Zeckenhakens. Dieser ist schon für wenige Euros zu haben und bietet gegenüber einer handelsüblichen Pinzette den Vorteil, dass die Schädlinge beim Herausziehen nicht gequetscht werden.

Wenn das nämlich geschieht besteht die Gefahr, dass Teile der Zecke in die Katze gelangen und dort erst Recht die Infektionen hervorrufen, die eigentlich durch das frühzeitige Entfernen vermieden werden sollten.

In dem folgenden Video wird gezeigt, wie einfach Zecken bei Katzen mit Hilfe eines Zeckenhakens entfernt werden können:

 

Zeckenbiss bei Katzen: Die Wunde beobachten

Nach dem Entfernen ist eine kleine Wunde sichtbar, die zur Sicherheit desinfiziert werden sollte. Zur Behandlung kleinerer Wunden hat sich Kokosöl als beliebtes Hausmittel bei Katzen bewährt. Es wirkt antiseptisch und ist dabei komplett ungiftig.

Mehr zu dem Thema liest Du auch in dem folgenden Artikel: Kokosöl bei Katzen: 8 Tipps, wie das Wunderöl Deiner Mieze hilft.

Nachdem die Zecke erfolgreich entfernt werden konnte, sollte die Wunde trotzdem weiterhin beobachtet werden. Sofern sich in den Tagen nach dem Herausziehen des Blutsaugers ein roter Kreis rund um die Bissstelle herum bildet, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.

 

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