Weil sie ihre Menschen selbst aussuchen durfte: Streunerkatze verwandelt sich in Schmusekatze

Foto: Tierhilfe Torgau

Wenn Katzen lange Zeit ohne den Menschen in der freien Wildbahn gelebt haben, ist es oft schwer sie wieder an ein festes Zuhause mit Liebe und regelmäßigen Streicheleinheiten zu gewöhnen. So ging es auch Katze Cleo aus Torgau in Sachsen. Als jedoch die richtigen Menschen in ihr Leben traten, setzte bei dem Tier eine wundersame Verwandlung ein.

Die Tierschützer der Tierhilfe Torgau entdeckten die schüchterne Cleo in einem verwilderten Garten. Dort lebte sie jedoch keineswegs allein. Wie sich herausstellen sollte, hatte Cleo im Schutz der Hütte insgesamt sechs Kätzchen zur Welt gebracht.

Die Kleinen waren allesamt in einem guten Zustand und gut genährt. Ihre Mama hatte sie scheinbar regelmäßig mit Mäusen versorgt.

Weil das Ziel der Tierschützer war, die Gegend nach wilden und unkastrierten Katzen abzusuchen, musste Cleo und ihre kleine Familie eingefangen werden.

Schon am nächsten Morgen hatte Mama Cleo beim Tierarzt einen Termin für den Eingriff. Dort kam dann die Überraschung:

„Als unser Mitglied Cleo wieder vom Tierarzt holen wollte, meinte er die Katze genießt menschliche Berührungen. Wir haben lange hin und her überlegt: Ein Leben als Straßenkatze immer auf der Suche nach einem warmen Örtchen und Futter, ist das wirklich das richtige?“

Normalerweise werden zur Kastration gefangene Streuner-Katzen nach dem Eingriff wieder in die Freiheit entlassen. Doch ihr Verhalten zeigte, dass Cleo früher offenbar ein ganz normales Zuhause gehabt hatte mit Menschen, die ihr Zuneigung gaben. Die Tierschützer beschlossen darum dass es besser sei, sie wieder in ein liebevolles Zuhause zu vermitteln.

Wohin mit Cleos Kätzchen?

Weil die Katze ihre Kitten so gewissenhaft mit Mäusen versorgte, wollten die Mitarbeiter vom Tierschutz die kleine Familie zunächst nicht auseinanderreißen. Doch ihre Kätzchen, insgesamt sechs kleine Kater, machten der Fundkatze auf der Tierschutzstation ganz schön zu schaffen:

„Leider konnte sich Cleo nicht mit dem Gedanken anfreunden, auf engsten Raum mit den wilden Bengeln abzuhängen und bezog auf einer Erhöhung Stellung, auf der sie ihren Kitten deutlich gemacht hat, dass sie dort nichts zu suchen haben.“

Von ihrem Beobachtungsposten ließ sich die Katze partout nicht weglocken. Von ihren Pflegern ließ sie sich dort aber ab und an kraulen – ob sie die Streicheleinheiten aber wirklich genießen konnte oder sie nur über sich ergehen ließ, darüber waren sich ihre Pfleger nicht so sicher. Denn schnurren, das wollte Cleo nicht.

Mama Cleo wird ohne ihre Kitten verlegt

In der Hoffnung, dass die Katze sich woanders besser entfalten kann und zur Ruhe kommt, wurde Cleo ohne ihre kleinen Kater auf eine Pflegestelle verlegt. Leider war die Hoffnung umsonst: Sie hatte große Schwierigkeiten mit den dort bereits vorhandenen, ausgewachsenen Katzen, ja sogar regelrecht Angst vor ihnen. Mit ihren menschlichen Pflegeeltern wollte sie auch nicht so recht warm werden.

Den Tierschützern bereitete das Verhalten des Tieres Sorgen: Wäre es eventuell doch besser, die Streunerin wieder in die Freiheit zu entlassen?

Das Wunder geschieht: Cleo will schmusen!

Am nächsten Tag hatte eine Familie ihren Besuch auf der Pflegestelle angekündigt, die auf der Suche nach einer Katze für ihren Bauernhof war. Die Tierschützer hatten wenig Hoffnung, dass sie Cleo überhaupt zu Gesicht bekommen würden.

Doch die Katze sah die Sache offenbar anders:

„Die Interessenten saßen bei Cleo im Zimmer und unterhielten sich mit der Pflegemama, als Cleo Stück für Stück jede Minute näher rückte und sich am Ende auf die Jacke und zwischen den Beinen der Besucher legte und anfing zu schnurren.“

Eigentlich sollte der Besuch der Familie nur ein Kennenlernen sein, doch alle Beteiligten konnten nicht anders und Cleo zog noch am gleichen Tag in ihr neues Zuhause um.

Die Tierschützer berichten, dass die Katze heute ausgiebige Kuscheleinheiten genießt und zutraulicher als jemals zuvor ist!

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