US-Firmen machen es vor: Brauchen wir eine Elternzeit für Hunde- und Katzenhalter?

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Sollten auch Hunde- und Katzenhalter ein Anrecht auf Erziehungsurlaub haben? So verrückt sich die Sache vielleicht liest, sie ist es in Wahrheit nicht. In den USA gibt es nämlich längst Firmen, für die das Ganze selbstverständlich ist.

Wenn ein Paar ein Kind bekommt, nimmt heutzutage mindestens einer von beiden ganz selbstverständlich Elternzeit. In Deutschland sind Unternehmen seit 2007 sogar verpflichtet, sie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu gewähren. Aktuellsten Erhebungen zu Folge interessieren sich inzwischen auch immer mehr Männer für die berufliche Auszeit, in der sie sich ganz dem Nachwuchs widmen können.

Sollten auch Halter von Welpen und Kitten frei nehmen dürfen, um ihre Tiere daheim zu betreuen und zu erziehen? Aktuell wurde das Thema erst kürzlich wieder durch eine Umfrage in dem Karrierenetzwerk LinkedIn, an der mehr als 34.000 Personen teilnahmen. Das Ergebnis: 61 Prozent lehnen Betreuungsurlaub für Vierbeiner ab, 39 Prozent sprachen sich dafür aus.

Frei nehmen für Bello und Miez: In den USA ist es fast schon Normalität

In den USA hat sich mittlerweile der Begriff Pawternity Leave eingebürgert. Er ist angelehnt an Materinty Leave, was auf deutsch übersetzt so viel wie Mutterschaftsurlaub bedeutet. Dieser Umstand zeigt, wie normal es dort mittlerweile für Firmenmitarbeiter ist, auch für Welpen und Kitten in den Erziehungsurlaub zu gehen.

Vor rund zwei Jahren nannte das Wirtschaftsmagazin Business Insider mehrere britische und amerikanische Firmen, in denen der Pawternity leave zur Unternehmenskultur gehört. Spitzenreiter ist die schottische Brauereigruppe Brew Dog, die eine ganze Woche frei gibt. Einige Unternehmen gewähren sogar Sonderurlaub für den Fall, dass ein Hund oder eine Katze plötzlich verstirbt.

Angestellte, die Hund oder Katze zuhause haben, profitieren außerdem auch häufig von Arbeitsmodellen wie Gleitzeit und Home-Office, unabhängig vom Alter des Tieres.

Dient die Tierfreundlichkeit dem Firmen-Image?

Haben Unternehmen plötzlich ihre Liebe zu Tieren entdeckt? Möglich wäre das schon, wahrscheinlicher ist aber, dass es sich bei Zugeständnissen wie dem pawternity leave um Mitarbeitermarketing handelt.

Nachwuchskräfte legen heutzutage immer mehr Wert auf eine solide Work-life-Balance, Geld und Karriere treten oft erst an zweite Stelle. Aus diesem Grund erlauben wohl auch immer mehr Chefs Tiere im Büro – ein Trend, der sich auch hierzulande bereits abzeichnet.

Aus der Cat-News.net Redaktion:
Via Thuner Tagblatt

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