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Psychisch krank: Muss die Krankenkasse Kosten für Haustiere übernehmen?

Haustiere tun der Seele gut. Ob sie deshalb als Heilmittel gelten können, musste ein Sozialgericht in Nordrhein-Westfalen in der vergangenen Woche prüfen. Wäre das der Fall, könnten Krankenkassen zur Übernahme der Haltungskosten verpflichtet werden.

Ihr Hund und ihre Katzen würden ihr neuen Lebensmut geben, trug eine Frau gegenüber ihrer Krankenkasse in einem Brief vor. Seit mehreren Jahren befände sie sich nun schon in psychotherapeutischer Behandlung. Auf dem Weg ihrere Genesung profitiere sie aber vor allem von der Anwesenheit ihrer beiden Haustiere.

Leisten konnte sie sich die tierischen Gefährten aber offenbar nicht und so versuchte sie, ihre Krankenkasse zur Übernahme der Kosten zu bewegen. Als die sich weigerte, beschloss die Frau den Rechtsweg einzuschlagen.

Das zuständige Sozialgericht Dortmund wies die Klage jedoch noch vor ihrer Erhebung ab (Az. Do E 940-806). Begründung: Die Rechtslage sei eindeutig, das Halten von Haustieren gehöre in den Bereich der privaten Lebensführung.

Zwar sei allgemein bekannt, dass Tiere sich aufgrund ihrer sozialen Funktion positiv auf die Psyche von Erkrankten auswirkten. Das jedoch mache sie noch nicht zum Gegenstand einer Krankenkassenleistung.

Als „Hilfs- oder Heilmittel“ seien sie im Sinne der gesetzlichen Vorschriften nicht zu betrachten. Dass sie sich womöglich (auch) positiv auf die psychische Gesundheit der Frau auswirken, mache sie nicht zum Teil der regulären Behandlung

Ausnahmen sieht das Gericht nur bei Blinden- und Behindertenhilfshunden als gegeben. Für sie übernehmen die Krankenversicherungen in der Regel alle Kosten.

 

 

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