Hohe Lebenserwartung: Deswegen werden manche Katzen älter als 20 Jahre

lebenserwartung katzen

Wohl alle Katzenhalter wünschen sich, dass ihre geliebten Tiere ein möglichst langes Leben haben. Um die Lebenserwartung von Katzen zu steigern, können Halter aktiv einiges unternehmen.

Katzen erreichen normalerweise ein Lebensalter zwischen 12 und 16 Jahren. Trotzdem ist immer wieder vereinzelt von Tieren zu hören, die ein biblisches Alter von 18, 20 oder sogar deutlich mehr als 20 Jahren schaffen!

Wir haben unsere Fans auf Facebook gefragt wie alt ihre Katzen sind und mitunter Antworten erhalten, die uns staunen ließen:

„Mein Kater Paul ist jetzt 19 Jahre alt. Seit einigen Jahren merke ich, dass er dement wird.“

Katrin G.

„Unsere Minky ist 23 Jahre alt – und noch bei uns!“

Rainer V.

„Meine älteste Katze wurde 22 Jahre alt. Sie ist 2020 leider verstorben.“

Sabrina K.

„Meine Oma hatte mal eine Katze, die ist 26 geworden! Wie sie das geschafft hat, weiß ich nicht.“

Lukas M.

„Unsere süße Flo ist 19! Es geht ihr soweit gut und ich hoffe, dass sie noch lange bei uns bleibt!“

Michael Z.

Hohe Lebenserwartung bei Katzen: 5 Faktoren, die sich positiv auswirken

Jedes Kind weiß es vermutlich: Um gesund zu bleiben brauchen Katzen Futter, Wasser und ein sauberes Katzenklo. Verschiedene Klettermöglichkeiten, Ecken zum Verstecken und die Gesellschaft von Artgenossen sind ebenfalls von Vorteil. Darüber hinaus gibt es jedoch einige Faktoren, die oft wenig beachtet werden, welche die Gesundheit und damit die Lebenserwartung einer Katze steigern können.

Wichtig zu wissen: Stress ist die Hauptursache für eine geringe Lebenserwartung, nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Katzen!

Fühlen Katzen sich mit ihren Menschen, in ihrem Körper und in ihrer Umgebung wohl, bleibt ihr Stresslevel tendenziell eher niedrig. Die folgenden 5 Tipps helfen Stress durch unbedachte Haltungsfehler zu vermeiden.

1. Ein optimales Körpergewicht wirkt lebensverlängernd

Hättest Du es gewusst? Fast jede zweite Katze gilt laut Tierärzten heutzutage als zu dick! Studien konnten zeigen, dass sich die Lebenserwartung von übergewichtigen Tieren im Durchschnitt um zwei Jahre verkürzt.

Liegt eine Katze nur zwischen 15 und 20 Prozent über ihrem Idealgewicht, gilt sie bereits als übergewichtig. Bringt sie mehr als 30 Prozent des idealen Körpergewichts zusätzlich auf die Waage, ist die Katze krankhaft fettleibig. Bei einem durchschnittlichen Idealgewicht von 4 Kilogramm genügen also schon 600 Gramm mehr auf den Rippen für die Diagnose Adipositas. 

Besteht der Verdacht auf Fettleibigkeit, sollte am besten ein Tierarzt ihr ideales Gewicht ermitteln. Es gibt Kater, die mit 7 oder sogar 8 Kilogramm auf der Waage nicht übergewichtig sind, da sie eine entsprechende Körpergröße haben. Eine zierliche Katze mit dem selben Gewicht wäre jedoch hochgradig adipös.

2. Für ausreichend Bewegung im Katzenalltag sorgen

Vor allem Wohnungskatzen leiden häufig unter Bewegungsmangel. Ausreichend Spiel und Bewegung beeinflussen die Lebenserwartung von Katzen jedoch mitunter entscheidend.

Was lässt sich unternehmen, um einer Wohnungskatze genügend Möglichkeiten zur Bewegung zu bieten? Zahlreiche Tipps zu diesem Thema geben wir in dem folgenden Artikel:


Weiterlesen: Glückliche Wohnungskatzen? 9 Tipps, wie deine Mieze auch ohne Freigang glücklich wird


3. Die Zähne: Für die Lebenserwartung von Katzen spielen sie eine häufig unterschätzte Rolle

Für die Gesamtgesundheit von Hunden und Katzen ist der Zustand ihrer Zähne von hoher Bedeutung. Probleme mit den Zähnen und unerkannte Schmerzen führen dazu, dass ein Tier diesen Körperteil schonen will und in der Konsequenz weniger Futter zu sich nimmt.

Katzen nehmen Flüssigkeit vor allem über ihre Nahrung zu sich. Sie sind darum besonders gefährdet, bei Appetitlosigkeit rasch auch eine Dehydrierung zu entwickeln. Schon drei Tage ohne Nahrung können bei Katzen eine irreparable Schädigung der Leber und anderer Organe nach sich ziehen.

Auch für ein starkes Immunsystem sind gesunde Zähne und Zahnfleisch wichtig. Bestehen chronische Entzündungen, muss der Körper permanent gegen diese ankämpfen. Das Immunsystem hat dann gleichzeitig weniger Kraft, sich gegen andere Keime und Erreger zur Wehr zu setzen.

Die Zähne und der Mundraum sind somit grundsätzlich ein großes Einfallstor für gesundheitliche Probleme bei Katzen. Für ein langes und gesundes Katzenleben sollten sie regelmäßig (mindestens einmal pro Jahr) untersucht werden.

4. Hochwertige Ernährung mit Vitalstoffen

Die Art der Ernährung einer Katze ist mit dem Zustand ihrer Zähne eng verbunden. Ein hochwertiges Katzenfutter ist darum ein entscheidender Baustein für ein langes und gesundes Leben bei Katzen.

Ein günstiges Katzenfutter enthält häufig vor allem Fette und Proteine. Mikronährstoffe,  Vitamine und Vitalstoffe sind hingegen oft nur unzureichend vorhanden. Sie sindjedoch essentiell, wenn es um eine hohe Lebenserwartung von Haustieren geht.

Eine Katze wird nicht sofort tot umfallen, wenn sie auch mal minderwertiges Katzenfutter erhält. Auf Dauer wird mit billigem Katzenfutter jedoch ein Prozess in Gang gesetzt, der zu einer schleichenden Unterversorgung mit Vitaminen und Vitalstoffen führen kann. Abhängig von den genetischen Anlagen einer Katze, kann sich das stark lebensverkürzend wirken.

5. Symptomen wie Durchfall, Erbrechen und Appetitverlust frühzeitig auf den Grund gehen

Durchfall, Erbrechen und Appetitlosigkeit gehören zu häufig gesundheitlichen Problemen von Katzen. Werden sie zu einem alltäglichen Begleiter, sollte ein Tierarzt den betroffenen Stubentiger gründlich untersuchen.

Manche Erkrankungen, wie eine Magenschleimhautentzündung, sind zunächst harmlos und klingen durch eine sanfte medikamentöse Behandlung schnell ab. Bleiben sie jedoch unerkannt und unbehandelt, droht eine Verschlimmerung mit Chronifizierung der Erkrankung.

Die Symptome bestehen nun permanent und sind nicht mehr so leicht in den Griff zu bekommen. Eine gestörte Magen-Darm-Flora kann weitere Erkrankungen begünstigen, die mit einer raschen Behandlung der Grundsymptome womöglich gar nicht aufgetreten wären. Gerade bei älteren Katzen sollte mit einem Besuch beim Tierarzt besser nicht allzu lange gezögert werden.

Featured Image: Ivan Radic / Woman cuddling with a young kitten / CC-BY

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