Langes Katzenleben? Vermeide diese 7 Fehler, um deine Katze gesund zu halten

Katzen gehören zur Familie. Wie für jedes andere Familienmitglied wünschen wir uns, dass auch sie ein möglichst langes Leben haben. Wie lässt sich die Katze gesund halten? 7 typische Fehler, die das Leben deiner Katze verkürzen können und wie Du sie vermeidest.

Katzen können allerhand Unsinn anstellen und so manches Mal möchten wir sie dafür verfluchen. Den Gedanken, dass die Zeit der geliebten Samtpfote auf dieser Erde begrenzt ist, möchten die meisten trotzdem gerne verdrängen.

Das Leben ist natürlich auch für Katzen endlich, jedoch gibt es einiges das wir vermeiden können, das ihr Leben unnötig verkürzen würde.

7 typische Fehler, die das Leben deiner Katze verkürzen:

1. Zu wenig Zeit mit der Katze verbringen

Katzen sind sich selbst genug und mögen keine Gesellschaft –  kaum zu glauben, doch diese Sicht auf Katzen ist gar nicht so alt wie sie scheint. Bis heute glauben viele Menschen, dass Katzen Einzelgänger sind und ihren Haltern nur deshalb mit Zuneigung begegnen, weil sie von ihnen Futter erwarten.

KatzenfreundInnen ist selbstverständlich klar, dass das nicht stimmen kann. Auch die Wissenschaft ist mittlerweile ein ganzes Stück weiter: Aktuelle Untersuchungen zur Mensch-Katze-Beziehung konnten zeigen, dass die Tiere mindestens so geprägt auf ihre Menschen sind wie Hunde. Manche Katzen scheinen sogar ein derart inniges Verhältnis zu ihren Menschen zu entwickeln, wie Säuglinge zu ihren Eltern.

Tägliche Spiel- und Streicheleinheiten festigen nicht nur die Bindung zum Tier, sie sind auch unerlässlich für ein glückliches Katzenleben – und wer glücklich ist, ist auch gesünder. Rund um die Uhr kann in der Regel niemand Zuhause sein und darum ist es wichtig Katzen in dieser Zeit sinnvoll zu beschäftigen.

Mehr Tipps dazu gibt es in diesem Artikel: Katzen allein Zuhaus – 5 einfache Tricks, die Langeweile vertreiben

Grundsätzlich sollten Katzen nach Möglichkeit auch niemals allein gehalten werden. Denn so sehr Du deine Katze auch liebst: Einen Artgenossen kannst Du ihr nicht ersetzen.

2. Eine falsche Ernährung ohne ausreichend Mikronährstoffe

Makronährstoffe wie Proteine, Kohlenhydrate und Fette im Katzenfutter liefern dem Körper Energie. Um die zugeführte Energie auch nutzbar machen zu können, benötigen die Körperzellen zusätzlich so genannte Mikronährstoffe. Dazu gehören etwa Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Omega-3-Fettsäuren.

Mikronährstoffe sind außerdem notwendig für die wichtigsten Abläufe im Organismus. Sie tragen zu einem intakten Skelettapparat bei, sind beteiligt an der Bildung von roten Blutkörperchen und sogar unverzichtbar für die Erneuerung der Zellen.

Günstiges Katzenfutter enthält überwiegend Proteine und Fette, aber nur wenige der ebenso wichtigen Mikronährstoffe. Eine Katze fällt nicht sofort tot um, wenn sie minderwertiges Katzenfutter erhält. Auf Dauer wird mit billigem Katzenfutter jedoch ein schleichender Prozess in Gang gesetzt der bewirkt, dass eine Katze chronisch unterversorgt mit Mikronährstoffen sein kann.

Zellen und Organe altern schneller und auch das Risiko für chronische Erkrankungen steigt. Solch eine Unterversorgung ist nur schwer diagnostizierbar. Zu den häufigen, jedoch unspezifischen Symptomen zählen eine erhöhte Müdigkeit, Energielosigkeit und eine stärkere Anfälligkeit für Infekte und Entzündungen.

Es liegt auf der Hand, dass ein hochwertiges Katzenfutter der entscheidende Baustein für ein langes und gesundes Katzenleben ist!

Welche Eigenschaften ein hochwertiges Katzenfutter genau erfüllen muss und welche 30 Marken empfehlenswert sind, haben wir in diesem Artikel aufgeschrieben: Hochwertiges Katzenfutter: Der ultimative Guide, alles was Du wissen musst

3. Vorsorge Untersuchungen beim Tierarzt versäumen

Ab einem Alter von zwölf Jahren gelten Katzen als Senioren. Umgerechnet in Menschenjahre ist eine Katze mit zwölf Jahren 63 Jahre alt. Bei den meisten Menschen setzen in diesem Alter die ersten kleinen „Zipperlein“ ein, doch auch das Risiko für chronische Erkrankungen steigt. Das ist bei Katzen nicht anders. Hier liest Du mehr über die typischen Katzenkrankheiten im Alter.

Mit einer jährlichen Blutuntersuchung beim Tierarzt lassen sich viele Alterskrankheiten von Katzen rechtzeitig diagnostizieren und behandeln. Das Leben einer Katze kann durch diese Maßnahme entscheidend verlängert werden.

Du möchtest wissen, wie alt deine Katze umgerechnet in Menschenjahren ist? Diese Tabelle zeigt es.

4. Achtsamkeit und Pflege vernachlässigen

Regelmäßiges Bürsten gehört besonders in der Zeit des Fellwechsels dazu und speziell für Langhaarkatzen ist das Prozedere unerlässlich. Das Fell von Katzenrassen mit langen Haaren kann leicht verfilzen, weshalb die Tiere das ganze Jahr über an mindestens jedem zweiten Tag gebürstet werden sollten.

Bei der Fellpflege von Katzen geht es jedoch um mehr, als um bloße Schönheit: Wer sein Tier regelmäßig auf diese Weise pflegt, bekommt durch den engen Kontakt auch schneller (möglicherweise krankhafte) Veränderungen der Haut mit!

Abszesse und Hauttumore kommen bei Katzen relativ häufig vor, letztere sind in vielen Fällen gutartig. Beurteilen kann das jedoch nur eine Untersuchung durch den Tierarzt. Knubbel unter der Haut sollten grundsätzlich ernstgenommen werden!

5. Den Zustand der Zähne aus dem Blick verlieren

Vor allem junge Katzen können an das Zähneputzen gewöhnt werden. Wie bei uns Menschen entfernt die Zahnbürste Essensreste, die sich andernfalls festsetzen und zu Karies und Zahnstein führen können.

Bei älteren Katzen ist es mit viel Geduld ebenfalls möglich, sie ans Zähneputzen zu gewöhnen und in jedem Fall einen Versuch wert. Gerade Zahnstein wird bei Katzen häufig übersehen und kann zu starken Schmerzen beim Fressen führen.

Problematisch dabei ist, dass Katzen es selten zeigen, wenn sie Schmerzen haben. Als ehemalige Wüstentiere sind sie bemüht, sich Schmerzen nicht anmerken zu lassen. Sie könnten sonst leicht Opfer von möglichen Fressfeinden werden.

Dunkle Verfärbungen, insbesondere solche zwischen Zahnfleisch und Zähnen, sollten vom Tierarzt begutachtet werden. Die berüchtigte Zahnkrankheit FORL zeigt die gleichen Symptome wie Zahnstein, ist jedoch von außen lange Zeit nicht sichtbar.

Tierärzte gehen davon aus, dass mittlerweile jede dritte Katze die Erkrankung FORL entwickelt.

6. Gefahren in der Wohnung nicht erkennen

In der Wohnung lauern viele Gefahren, insbesondere auf junge und neugierige Katzen. Kabel, giftige Zimmerpflanzen und gekippte Fenster, in denen Katzen stecken bleiben können, kommen den meisten dabei als erstes in den Sinn.

Eine vielfach unterschätzte Gefahrenquelle sind moderne Heizkörper: Jedes Jahr im Winter werden vermehrt Katzen bei Tierärzten vorstellig, weil sie sich mit den Krallen in der Abdeckung verfangen haben. Die Verletzungen können im Extremfall derart schlimm sein, das Gliedmaßen amputiert werden müssen.

Das zeigt unter anderem der traurige Fall von Katze Molly, die in der Abwesenheit ihres Frauchens verzweifelt versuchte, sich aus dem Abdeckungsgitter zu befreien. Molly musste schließlich das komplette rechte Hinterbein amputiert werden.

In dem oben verlinkten Artikel zu Katze Molly gibt ihr Frauchen Tipps, wie sich ein Heizkörper mit wenig Aufwand katzensicher präparieren lässt.

7. Scheinbar harmlose Symptome wie Durchfall, Erbrechen und Appetitverlust nicht Ernst nehmen

Die typischsten und leider auch unspezifischsten Symptome von Katzen sind Durchfall, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Sie können auf alle möglichen Erkrankungen hindeuten, vor allem wenn sie regelmäßig auftreten. Leider werden sie oft übersehen, oder als „nicht so dramatisch“ eingestuft.

Dabei genügt bei Katzen bereits ein kurzer Zeitraum von etwa drei Tagen ohne Nahrungsaufnahme, um eine irreparable Schädigung der Leber hervorzurufen. 

Durchfall und Erbrechen kommen praktisch in jedem guten Katzenhaushalt immer mal wieder vor. Wenn sie allerdings zu einem alltäglichen Begleiter werden, sollte ein Tierarzt die Katze gründlich untersuchen.

Manche Erkrankungen, wie eine Magenschleimhautentzündung, sind zunächst harmlos. Werden sie nicht zeitnah behandelt, drohen sie chronisch zu werden und dann ist es selbst für Experten nicht mehr so einfach, die Erkrankung in den Griff zu bekommen.

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