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Coole Tricks für heiße Tage: Mit diesen Tipps übersteht deine Katze die Hitze

Die Vorfahren unserer Hauskatzen stammen aus der Wüste und waren heiße Temperaturen gewohnt. Klettert das Thermometer hierzulande auf über 30 Grad, fühlen sich die meisten modernen Stubentiger nicht mehr ganz so wohl. Diese 12 Tipps helfen deiner Katze, die heißen Sommermonate gut zu überstehen.

Sobald es draußen etwas wärmer wird, reagieren viele Katzen mit Trägheit. Sie sind schneller erschöpft als sonst und froh, wenn sie ein kühles Plätzchen zum Dösen finden, von dem sie sich freiwillig auch so schnell nicht wieder entfernen.

Wirklich problematisch wird Hitze für Katzen erst ab etwa 50 Grad. Wenn Katzen zu hecheln beginnen, so ist das kein gutes Zeichen: Im Gegensatz zu Hunden zeigen Katzen dieses Verhalten erst, wenn sie unter Stress leiden. Hohe Temperaturen können da dazugehören.

Damit es gar nicht erst soweit kommt, kann man als Katzenhalter einige Maßnahmen treffen, die den Tieren die drückende Hitze erträglicher machen.

So sorgst Du bei deiner Katze für Abkühlung:

1. Eiswürfel in eine Schale mit Wasser geben

Einfacher geht’s nicht: Eiswürfel in einer Schale Wasser sorgen bei hitzegeplagten Miezen schnell für Abkühlung. Vorteil: Jeder hat sie im Haus und sie kosten praktisch nichts. Nachteil: Nicht jeder verwöhnte Stubentiger lässt sich von ein paar simplen Eiswürfeln in einer Schale begeistern.

Einen Versuch ist es aber in jedem Fall wert!

2. ‚Ice Balls‘ als Alternative zu Eiswürfeln und Highlight für besonders warme Sommertage

Deine Katze findet gewöhnliche Eiswürfel total langweilig? Versuch es stattdessen mit ‚Ice Balls‘! Die Kugeln aus gefrorenem Leitungswasser werden ganz leicht hergestellt: Einfach einen kleinen (oder größeren) Luftballon mit Wasser füllen und für einige Stunden im Gefrierfach gefrieren lassen.

Ist der Ballon vollständig gefroren, wird das Gummi entfernt und der ‚Ice Ball‘ in eine flache Schale gegeben. Die Eiskugeln sind nicht nur eine prima Gelegenheit für eine Abkühlung, sie sind auch gleichzeitig ein toller Spielspaß, besonders wenn mehrere Katzen im Haus sind!

3. Gut gekühlt liegt es sich im Sommer schöner: Mit Kühlakkus am Boden

Einfach, aber effektiv: Kühlakkus, wie sie auch zum Kühlen von Speisen in Kühltaschen verwendet werden, können auch Katzen eine erholsame Erfrischung bieten.

Damit die empfindlichen Pfötchen keine Frostschäden erleiden, sollte ein dünnes Handtuch über die Akkus gelegt werden.

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4. Kühldecken für Katzen

Kühldecken für Katzen (und Hunde) sind eine geniale Erfindung, denn sie funktionieren komplett ohne Strom. Sie helfen Haustieren dabei, ihre Körpertemperatur bei Hitze zu regulieren.

Die Decken beinhalten ein spezielles Cooling-Gel, das erst bei Auflagedruck aktiv wird. Sie können praktisch überall ausgelegt werden, denn die abkühlende Wirkung der Kühldecken wird erst bei Körperkontakt aktiviert.

5. Feuchtes Handtuch: Abkühlung und zusätzliche Wasseraufnahme

Wer seine Katze bei großer Hitze mehrmals am Tag mit einem feuchten Handtuch abrubbelt, schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Einerseits sorgt die verdunstende Flüssigkeit für Abkühlung, andererseits nimmt die Katze beim Putzen ihres Fells mehr Wasser auf.

Unabhängig von hohen Temperaturen ist dieser Trick auch für ältere Katzen gut geeignet, denn Seniorkatzen neigen häufig dazu, zu wenig zu trinken.

Achtung: Ein feuchtes Handtuch niemals auf einer Katze liegen lassen! Die Feuchtigkeit kann dann nicht richtig verdunsten und so zu einer Unterkühlung führen.

6. Katzeneis selber machen: So geht’s!

Kühlt die Katze, hilft der Umwelt: Wer im Sommer fleißig Plastikverpackungen von Frischkäse, Nudelsalat und Co. sammelt, hat viele interessante Formen für die Herstellung von Katzeneis Zuhause. Einfach Wasser in die Förmchen füllen, Leckerlis hinzufügen und alles zusammen für einige Stunden einfrieren.

Alternativ schmeckt Katzeneis auch prima mit Hühnerbrühe oder einigen Löffeln Quark oder Milch! Wer Hühnerbrühe nicht selber herstellen möchte, sollte beim Kauf darauf achten, dass das Produkt kein Salz enthält – zu finden ist solch eine Brühe meist in Bio-Läden.

7. Einfacher Trick für zusätzliche Wasserzufuhr

Wer Katzen hat weiß: Am liebsten trinken die Tiere gar nicht aus ihrem Wassernapf, sondern aus Giesskannen, Waschbecken, Duschwannen und was eben sonst noch so als Alternative interessant erscheint.

Diesen Umstand kann man sich zu Nutze machen, indem man im Sommer ganz bewusst ein wenig Wasser im Waschbecken, oder in der Duschwanne, stehen lässt.

So funktioniert die Katzenpflege im Sommer und was jetzt beim Freigang wichtig ist:

8. Einmal bürsten täglich ist Pflicht!

Katzen sorgen bei heißen Temperaturen teilweise selbst für Abkühlung: Beim Putzen des Fells entsteht ein Feuchtigkeitsfilm, der beim Verdunsten kühlend wirkt.

Damit einer Katzen die Fellpflege gut gelingt und dieser Effekt entstehen kann, sollten sie in den Sommermonaten mindestens einmal täglich gebürstet werden. Das gilt auch für Kurzhaarkatzen, denn im Sommer verlieren Katzen mehr Fell. Wird dieses Fell entfernt, kann sich Hitze nicht so leicht stauen.

9. Schattige Plätzchen schaffen mit ungiftigen Pflanzen

Katzen lieben es im Sommer auf dem Balkon zu liegen. Um ihnen ein schattiges Plätzchen zu schaffen, sind Pflanzen ideal. Doch Achtung: Viele beliebte Balkonpflanzen können für Katzen giftig sein!

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann Katzenminze pflanzen. Katzenminze wird, anders als Katzengras, bis zu 150 cm hoch und kann so als Schattenspender dienen.

Welche Pflanzen für Katzen außerdem ungiftig sind, liest Du hier: Pflanzen für den Katzenhaushalt: Diese 12 sind garantiert ungiftig.

10. Futterreste: Im Sommer lieber entsorgen

Die meisten Katzen haben im Sommer weniger Appetit als im Winter und Herbst. Normalerweise rühren Katzen von Natur aus verdorbenes Futter nicht an, doch bei Wohnungskatzen muss das nicht zwangsläufig so sein: Sie sind an die Versorgung durch den Menschen gewöhnt und verlassen sich in vielerlei Hinsicht auf seine Entscheidungen.

Darum sollten Reste von Feuchtfutter im Napf lieber direkt entsorgt werden.  Andernfalls besteht die Gefahr, dass es Durchfall und Magenkrämpfe gibt.

11. Insektenschutz: Der Katze zu Liebe auf natürlich Mittel setzen

Wer ländlich lebt, hat im Sommer oft viele kleine Plagegeister in der Wohnung. In der Drogerie gibt es praktische Verdampfer, die man einfach in die Steckdose steckt. Sie helfen gegen Mücken und Co., sind für Katzen jedoch nicht ganz ungefährlich: Während der Dampf uns Menschen in der Regel nichts ausmacht, reagieren viele Stubentiger mit Übelkeit.

Eine wirksame Alternative zum Schutz vor Mücken und Co. ist ein selbst hergestelltes Insektenspray auf der Basis von Lavendelöl und Zitrone: Einfach einige Tropfen Lavenelöl und Zitronensaft in eine Sprühflasche mit Wasser geben und gut durchschütteln.

Abends und morgens nach dem Lüften versprüht, hält die Mischung Mücken und anderes Ungeziefer fern.

12. Für Freigänger: Unbedingt auf Zeckenschutz achten!

Es gibt wohl kaum eine Freigängerkatze, die im Sommer früher oder später keine Zecke mit nach Hause bringt. Früher kamen Zecken vor allem im Süden vor, doch seit es in Mitteleuropa immer wärmer wird, fühlen sich Zecken fast überall Land heimisch.

So genannte Spot-On Mittel aus der Apotheke sind eine Möglichkeit, Katzen effektiv vor Zeckenbissen zu schützen. Leider wird immer häufiger von Katzenhaltern berichtet, dass ihre Tiere mit Haarausfall, Übelkeit und anderen Nebenwirkungen auf den Wirkstoff Fipronil reagieren.

Kokosöl ist eine natürliche Alternative, um Zecken von Katzen fernzuhalten. Die enthaltene Laurinsäure riecht für Zecken unausstehlich. Nachteil: Eine Katze muss regelmäßig, mindestens vor jedem Gang ins Freie, mit dem Öl eingerieben werden, damit es zuverlässigen Schutz bieten kann.

Mehr zu diesem Thema liest Du in dem Beitrag Kokosöl bei Katzen – Was es kann, wie es wirkt.

 

Autor(in) Cat News

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