Katze in Deutschland vermisst: Polin fährt mehrere tausend Kilometer pro Woche, um sie wieder zu finden!

Foto: Tasso e.V.

Die eigene Katze an einer Autobahn zu verlieren, gehört wohl zu den schlimmsten Vorstellungen jedes treusorgenden Tierhalters. Wie schnell es passieren kann, zeigt die Geschichte der Polin Ela: Seit Katze Ptysia sich an einem Rastplatz der A2 von ihrer Katzenleine losriss, legt ihr Frauchen mehrere tausend Kilometer pro Woche zurück, um sie wieder zu finden.

Katze Ptysia sollte vor ihrer langen Heimfahrt in Richtung Polen eigentlich nur noch schnell eine Runde Auslauf genießen. Doch kaum hatte sie die Gelegenheit, riss sich Ptysia auch schon von der Leine los und versteckte sich unter einem geparkten Lkw.

Als ihr besorgtes Frauchen ihr folgen wollte, setzte sich das Tier erneut in Bewegung und rannte schnurstracks in ein angrenzendes Waldgebiet. Bis zum Einbruch der Dunkelheit versuchten Ela und ihr Begleiter die Katze zu finden – ohne Erfolg.

Schweren Herzens traten die beiden schließlich die Heimfahrt ohne die Katze an. Zuhause in Polen wartete Elas Tochter bereits sehnsüchtig auf ihr geliebtes Haustier. Als sie erfuhr, dass Ptysia nicht mit zurück aus Deutschland gekommen war, brach für das Kind buchstäblich eine Welt zusammen.

Auch Mutter Ela war über den Verlust des Tieres untröstlich. Noch am gleichen Tag fasste sie deshalb einen Entschluss: Sie würde zurück nach Deutschland fahren, um Ptysia zu finden!

Wegen Corona muss die Katzenhalterin aus Polen im Auto übernachten

Die erste Suchaktion blieb ohne Erfolg, die zweite, die dritte und alle folgenden ebenfalls. Mehrmals pro Woche ist Ela seit Ende Januar zurück nach Deutschland gefahren, um ihre Katze zu suchen. Wie viele tausend Kilometer sie seitdem gefahren ist, kann die Polin inzwischen schon nicht mehr zählen.

Weil wegen Corona Hotels und Gaststätten geschlossen sind, muss sie während ihrer Suchaktionen im Auto übernachten. Hinzu kommt, dass sie sich in Porta Westfalica nicht auskennt.

In einem Bericht in der lokalen Tageszeitung Mindener Tageblatt bittet Ela daher nun die Bevölkerung um Hilfe. Über eine Facebook-Gruppe war es der Katzenhalterin bereits gelungen erste Kontakte mit einem Tierschutzverein vor Ort zu herzustellen.

Anwohnerin glaubt Elas Katze schon mehrfach gesichtet zu haben

Und es gibt Grund zur Hoffnung: Eine Anwohnerin ist sich sicher, dass eine Katze, die genau wie Ptysia aussieht, abends regelmäßig zu ihrem Haus kommt. Ein Flyer des Tiersuchdienstes Tasso habe ihr dabei geholfen, das Tier zu erkennen:

Foto: Tasso e.V.

Die Anwohnerin hat der Katze eine Futterstelle eingerichtet, konnte sie bislang aber weder anlocken, noch fangen. In der kommenden Woche will Ptysias Frauchen daher erneut aus Polen anreisen, um ihr Haustier zu finden. Wir drücken alle Daumen und Pfoten, dass es dieses Mal gelingt!

Datum: 13.03.2021

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