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Kater Tigger (17) von der Polizei getötet: Bringt jetzt eine Petiton Licht ins Dunkle?

In Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg) ist am Silvesterabend ein Kater im Wald erschossen worden – von der Polizei. Die Familie hatte das ausgebüchste Tier tagelang gesucht, bis sie schließlich von der schrecklichen Nachricht erfuhr. Weil Zweifel an der Notwendigkeit der Aktion bestehen, setzt sich nun eine Petition dafür ein, den Fall aufklären zu lassen.

 

In der Nacht zum Neujahrswechsel war Kater Tigger von Zuhause weggelaufen. Möglicherweise, weil er sich vor gezündeten Raketen und Feuerwerkskörpern erschreckt hatte. So schreibt es die Rems-Zeitung einige Tage später in ihrer Ausgabe vom 9. Januar.

 
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Noch am Silvesterabend wurde eine Frau am Bahnhof schließlich auf das kläglich maunzende Tier aufmerksam, das sich offenbar in einer Regenrinne verfangen hatte. Die Frau, welche gegenüber der Zeitung angegeben hat selbst Hunde und Katzen zu halten, wurde bei einem Befreiungsversuch jedoch so stark von Tigger verletzt, dass sie die Rettung lieber dem örtlichen Tierheim überlassen wollte.

 

Kater maunzte kläglich

Weil auf der Bandansage am Telefon des Tierheims aber lediglich zu hören war, dass man außerhalb der Öffnungszeiten anrufe und in dringenden Fällen die örtliche Polizei zuständig sei, rief die Frau schließlich auf der nächsten Wache an. Eine halbe Stunde später erschienen die Beamten auch und schafften es, Tigger mit Hilfe eines Besens in eine hölzerne Transportkiste zu schieben.

 
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Gegenüber der Rems-Zeitung hatten die Polizeibeamten angegeben, dass der Kater aus dem Mund geblutet hatte und ihn Schmerzen dazu veranlassten, so kläglich zu schreien. Sie hätten sich entsprechend dazu entschlossen, mit dem Tier in den nächsten Wald zu fahren, um es von seinen Qualen zu erlösen.

Dass Tigger aufgrund von Verletzungen geschrien haben soll, wollte seine Finderin jedoch so nicht bestätigen. Ihrer Ansicht nach habe der Kater eher vor Angst laut gemaunzt.

 

Ungereimtheiten lassen Tiggers Familie an der vorgeblichen ‚Erlösung‘ zweifeln

Informationen in einer lokalen Facebook-Gruppe zu Folge hatte Tiggers Familie nicht zuerst von der Polizei von seiner Tötung erfahren. Seine Finderin war es, die Tigger auf einer Suchanzeige wiedererkannt hatte, welche von der Familie ausgehangen wurde. Sie setzte sich umgehend mit der Familie in Kontakt und berichtete von ihren Erlebnissen am Bahnhof. Erst als sich die Familie mit diesen Informationen selbst an die Beamten wandte erfuhr sie, dass Tigger in der Silvesternacht gestorben war.

 
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Der Kater war Freigang gewohnt und hatte deshalb immer ein Halsband mit den Kontaktdaten seiner Familie um. Es erscheint ihnen merkwürdig, dass die Beamten das Halsband vor seiner so genannten Erlösung offenbar nicht abgenommen hatten und die Familie auch entsprechend nicht von sich aus zu seinem Tod informiert hatten.

 

Petition verlangt Aufklärung des Falls

Inzwischen gibt es eine Online-Petition, die sich dafür einsetzt, dass Tiggers Todesumstände aufgeklärt werden. Insbesondere soll aufgedeckt werden, ob das Tier in Wahrheit wirklich so stark verletzt gewesen ist, dass es von den Beamten erlöst werden musste. Hier geht es weiter zu der Petiton.

 

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