Jagdhunde brutal auf Katze gehetzt? Jäger Patrik N. droht jetzt eine Freiheitsstrafe!

Er hatte die Möglichkeit einzugreifen, doch stattdessen filmte er die grausamen Szenen und zeigte sichtliche Freude am Geschehen: Ein Jäger soll 2018 seine Jagdhunde auf eine zahme weiße Katze gehetzt haben. In dem verstörenden Video feuert er seine Tiere immer wieder an, noch brutaler im Umgang mit ihrer „Beute“ zu sein.

Es ist eine Tat, die Tierfreunde sprachlos macht: Offenbar aus purer Freude am Leid eines Lebewesens soll ein 31 Jahre alter Jäger aus Simmern im Hunsrück seine insgesamt vier Jagdhunde auf eine wehrlose Katze gehetzt haben.

Vorige Woche musste sich der Jäger dafür nun vor Gericht verantworten. Ein kleiner Lichtblick: Seine Tat könnte ihm womöglich eine Haftstrafe einbringen!

Bisher zeigte sich der Jäger nämlich nicht geständig, obwohl eindringliche Beweise vorliegen, dass tatsächlich er der Urheber des grausamen Videos ist. Es kursierte auf WhatsApp unter den Jagdgenossen des Mannes und kurzzeitig auch auf YouTube.

Tierschützer bekamen Video zugespielt und erstatteten Strafanzeige

Das Video zeigt, dass die Hunde erst zögerlich auf die Befehle ihres Herrchens reagierten, durch permanentes Anfeuern jedoch dazu übergingen, die Katze schließlich buchstäblich zu zerfleischen.

Tierschützer von Peta hatten das Video zugespielt bekommen und sofort eine Strafanzeige gestellt. Gegenüber der Bildzeitung erklärte Edmund Haferbeck, Sprecher der Tierschutzorganisation:

„Wir hatten eine Zuspielung von jemandem aus seinen Kreisen, die wir anonym halten müssen. Die Person hat den Mann eindeutig als die Person identifiziert, welche die Hunde aufhetzt.“

Verstörendes Statement: Bilder wie diese würden die Tierschützer gerade aus dem Bereich der Hobbyjagd häufiger zu sehen bekommen.

Wer Kenntnis von ähnlichen Vorgängen hat, kann diese den Tierschützern online melden – auch anonym.

Angeklagter ist kein unbeschriebenes Blatt

Das uneinsichtige Verhalten des Mannes wertete Staatsanwältin Heike Finke in der ersten Verhandlung als möglicherweise strafverschärfend. Dem Mann stellte sie bis zu drei Jahren Gefängnisaufenthalt in Aussicht.

Weil der 31-Jährige vor Gericht schweigt, sollen in der nächsten Sitzung verschiedene Sachverständige zu Wort kommen. Unter anderem sollen sie die Stimme des Mannes in dem Video zweifelsfrei dem Angeklagten zuordnen.

Schon in der Vergangenheit soll Patrick N. wegen seines aggressiven Verhaltens in Erscheinung getreten sein. Auch wurde bereits gegen ihn ermittelt, unter anderem wegen Beleidigung, Körperverletzung und Tierquälerei.

Aus der Cat-News.net Redaktion:
Datum: 06.12.2020 / Foto: Symbolbild
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