In Australien: Für Katzen gilt bald Leinenpflicht, oder Hausarrest

katzen australien

Die ehemalige Gefängnisinsel macht Ernst: Zum Schutz anderer Tiere dürfen Katzen in der Gemeinde Freemantle nicht mehr frei herumlaufen. Es wird erwartet, dass andere Gemeinden diesem Beispiel bald folgen könnten.

Ob auf Bäume klettern, Mäuse jagen, oder sich durch Wiesen und Felder schleichen: All das soll Katzen in der australischen Gemeinde Freemantle (Westaustralien) bald verboten sein. So hat es die Stadtverwaltung in ihrer letzten Sitzung beschlossen. Darüber berichtet hatte unter anderen die Tageszeitung Daily Star.

Das Freilaufverbot für Katzen betrifft alle Flächen, die der Gemeinde gehören. Dazu gehören neben Parks und Grünanlagen auch Straßen, Wege und das angrenzende Buschland.

Leinenpflicht für Katzen

Eingebracht wurde der Vorschlag zur Änderung der Verordnung von dem Kommunalpolitiker Adin Lang. Er sieht andere Tierarten durch freilaufende Katzen in Gefahr, brachte im Stadtrat jedoch auch das Argument vor, dass mit einem Freilaufverbot weniger Katzen überfahren werden würden.

Der Stadtrat hat den Vorschlag des Politikers in seiner letzten Sitzung mit großer Mehrheit angenommen. Erfreut über die Entscheidung teilte Adin Lang daraufhin Im Nachrichtendienst Twitter mit, dass noch 1970 streunende Hunde zum typischen Straßenbild in Freemantle gehört hätten. Er erwarte, dass streuende Katzen bald ebenfalls der Vergangenheit angehören werden.

Zur Gesamtsituation in Australien schreibt er:

„Viele unserer heimischen Stadtrandgärten, die Wildtieren als Rückzugsgebiete dienlich sind, müssen ebenfalls dringend vor Katzen geschützt werden.“

Immer mehr Ausgehverbote für Katzen Australien

Zuletzt hatte im Sommer die Gemeinde Knox in der nähe der Millionenstadt Melbourne ein Ausgehverbot für Katzen eingeführt: Seit dem 1. Oktober dürfen Katzen das Grundstück ihrer Halter nicht mehr verlassen, wenn sie unangeleint sind.

Bis Ende März des kommenden Jahres gibt es noch eine Übergangsfrist. Verstoßen Tierhalter in diesem Zeitraum gegen die Auflagen, müssen sie lediglich mit einer Verwarnung rechnen. Nach Ablauf der Schonfrist sollen dann Geldstrafen in Höhe von bis zu 500 australische Dollar folgen, heißt es in der Daily Star.

Harte Geschütze gegen wildlebende Katzen

Um das Problem der streunenden Katzen in den Griff zu bekommen, hatten sich australische Politiker und Umweltschützer in der Vergangenheit bereits einiges einfallen lassen. So hatte die australische Regierung 2016 eine Art galaktisches Kontrollprogramm entwickeln lassen, mit dessen Hilfe sich die Bewegungen von Katzenkolonien aus dem Weltraum nachverfolgen lassen.

Zum Schutz von gefährdeten Vogelarten hatte die Stadt Perth 2018 harte Geschütze gegen Katzen im Freigang aufgefahren: Vergiftete Würstchen wurden mit Hilfe von Helikoptern gezielt über solchen Gebieten abgeworfen, auf denen es besonders viele wildlebende Katzen gibt.

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