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Hat meine Katze Schmerzen? So findest Du es heraus!

Hat meine Katze Schmerzen? Wenn Du dir gerade diese Frage stellst sei dir gesagt: Niemand kennt deine Katze so gut wie Du! Kennst Du einige Basics, kannst Du recht gut erkennen, ob deine Katze Schmerzen hat. Jedoch: Die Anzeichen von Schmerzen können bei Katzen sehr subtil sein. Trotzdem gibt es bestimmte Verhaltensveränderungen, die ein Warnsignal sind.

Wenn Hunde leiden, zeigen sie das ihren Haltern oft recht deutlich. Warum verhalten sich Katzen so anders, könnte man fragen?

Sie haben diese Eigenschaft vermutlich von ihren wilden Vorfahren geerbt. Um zu vermeiden, dass sie Beute eines anderen Tieres werden, haben sie ihre Schmerzen so gut es geht versteckt. Aus dem Grund ist es schwierig zu beurteilen, ob eine Katze gerade Schmerzen hat.

Tierärzte werden speziell geschult, um die Anzeichen dennoch zu erkennen. Um das zu verstehen ist es zuerst wichtig, die drei Arten von Schmerzen zu kennen:

Akuter Schmerz

Tritt oft in Verbindung mit Entzündungen und deren Heilung nach einer Verletzung auf. Diese Art von Schmerz kann bis zu maximal drei Monate andauern. Neben Verletzungen kommen Traumata, Operationen und akute Erkrankungen als Auslöser in Frage.

Akute Schmerzen beginnen in der Regel plötzlich und gehen vorüber.

Chronischer Schmerz

Als chronischer Schmerz wird die Art von Schmerz beschrieben, die über die normale Heilungszeit hinaus anhält, oder wenn keine Heilung stattfinden kann.

So können zum Beispiel genau wie Menschen Arthrose bekommen, die unbehandelt sehr schmerzhaft sein kann. Schätzungen zu Folge sollen mehr als 90 Prozent aller Katzen im Seniorenalter an Arthrose erkranken. Der Grad der Erkrankung kann sich jedoch erheblich unterscheiden.

Arthrose bei Katzen gehört zu denjenigen Erkrankungen, die am häufigsten unerkannt bleiben.

Anhaltender Schmerz

Wenn Schmerzen sich nicht behandeln lassen, steht in der Schmerztherapie eine Verbesserung der Lebensqualität im Fokus. Der Tierarzt sollte diese Patienten eng betreuen und eine regelmäßige Schmerzkontrolle, sowie eine mögliche Anpassung der Medikamente und ihrer Dosierung durchführen.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sollten mindestens einmal im Jahr durchgeführt werden, bei älteren Katzen am besten noch häufiger. Wer zwischen diesen Terminen Verhaltensveränderungen an seiner Katze feststellt, sollte zeitnah einen Tierarzt konsultieren, um dem Tier nicht unnötigen Schmerzen auszusetzen.

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Hat meine Katze Schmerzen? Achte auf diese Anzeichen und Symptome!

Es ist wichtig, dass Du das „normale“ Temperament und Verhalten deiner Katze gut kennst. Schon kleine Veränderungen können ein Zeichen dafür sein, dass deine Katze krank ist oder Schmerzen hat. Da deine Katze nicht mit dir sprechen kann, kann sie dir nicht sagen, ob sie Schmerzen hat.

Du oder ein Tierarzt muss also feststellen, ob sie ungewohnte Verhaltensmuster zeigt, die möglicherweise mit Schmerzen zusammenhängen.

Folgende Symptome können ein Zeichen für Schmerzen bei Katzen sein:

  • Verminderter Appetit / kein Interesse an Essen
  • Sie zieht sich zurück oder versteckt sich
  • Eingeschränkte Bewegungen oder zögerndes Verhalten (etwa beim Besteigen einer Treppe)
  • Allgemeine Inaktivität
  • Schwierigkeiten beim Aufstehen, Stehen oder Gehen
  • Verminderte Pflege
  • Änderungen der Urin- oder Stuhlgewohnheiten
  • Schielen
  • Gebeugte oder aufrechte Position beim Schlafen, statt sich zusammenzurollen
  • Empfindlichkeit Berührungen und Streicheln
  • Verstärkter Rückzug
  • Gesteigerte Aggressivität

 

Schmerzen bei Katzen: Das ist zu tun!

Gerade wenn eine Katze mehr als nur akute Schmerzen hat, sollte sie eine umfassende Behandlung zur Linderung erhalten. Das Schmerzmanagement kann sowohl eine passende Medikation, als auch Physiotherapie umfassen.

Bei anhaltenden oder chronischen Schmerzen ist es zusätzlich ratsam, ihre Umwelt an die veränderten Lebensbedingungen anzupassen. Das kann bedeuten, dass Du ihr kleine Rampen in der Wohnung installierst, damit sie beispielsweise ihren bekannten Kratzbaum weiterhin benutzen kann.

Auch ein spezieller Schlafplatz, etwa ein beheizbares Haustierkissen, können zur Schmerzlinderung beitragen.

Gemeinsam mit dem Tierarzt sollte eine Strategie entwickelt werden, wie der Katze das Leben so schmerzfrei wie möglich gestaltet werden kann. Eine einfühlsame, engmaschige Betreuung durch einen Veterinärmediziner ist meist unerlässlich.

Vermutlich wird auch der Tierarzt dazu raten, eine Katze mit chronischen oder anhaltenden Schmerzen auch zuhause so gut es geht zu überwachen. Alle veterinärmedizinischen Anweisungen sollten unbedingt befolgt werden! Das betrifft sowohl die regelmäßige Gabe von Medikamenten, als auch den generellen Umgang mit der Katze.

Den gesundheitlichen Zustand einer Katze überwachen: So klappt es!

Verwende ein Notizbuch, um alle Beobachtungen und Veränderungen festzuhalten. Du kannst auch eine App wie Notes oder Google Docs nutzen, wenn Du lieber Notizen am Smartphone machst.

Jede noch so geringe Veränderung sollte notiert werden: Änderungen im Verhalten, in der Aktivität oder in Routinen, wie etwa der Fellpflege.  

Beim Tierarztbesuch sollte immer gleich der Folgetermin vereinbart werden, um diesen nicht zu vergessen. Benachrichtige die Tierarztpraxis, wenn sich etwas verändert, wenn Du Fragen hast oder wenn Du Anzeichen von Nebenwirkungen der Schmerzmedikamente bemerkst.

Noch ein Tipp zum Schluss: Wenn Schmerzen nicht erkannt oder behandelt werden, kann dies möglicherweise zu  ungünstigen Verhaltensveränderungen führen. Bitte denke daran, falls deine Katze Dinge tut, die Du gar nicht gerne hast. Dazu kann gehören, dass sie außerhalb des Katzenklos uriniert.

Katzen handeln niemals aus Trotz und gerade das Urinieren außerhalb des Katzenklos kann ein Zeichen für Schmerzen oder ein anderes gesundheitliches Problem sein.

Wenn Du in der Lage bist Schmerzen bei deiner Katze zutreffend zu erkennen, kannst Du nicht nur helfen, diese zu lindern, sondern ihr vermutlich auch ein längeres Leben schenken!

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