Getigerte Katzen: Forscher zeigen, wie das Fellmuster entsteht

Nachts sind alle Katzen grau, sagt ein berühmtes Sprichwort. Das trifft offenbar auch auf den Zeitpunkt vor der Geburt der Tiere zu: Wissenschaftler an der Stanford University haben entdeckt, dass erst die Mutation eines bestimmten Gens dazu führt, dass Katzenembryos im Laufe ihrer Entwicklung ihr Fellmuster verlieren.

Warum haben manche Katzen ein Muster im Fell und andere nicht? Aktuellen Forschungsergebnissen zu Folge bildet sich das Fellmuster bei Katzen sogar noch vor der Entstehung erster Haarfollikel. Verantwortlich soll ein bestimmtes Gen sein, dem die Forscher den Namen „Dickkopf 4“ (DKK4) gaben.

Nur wenn DKK4 mutiert, verlieren die ungeborenen Katzen ihr Fellmuster und kommen als einfarbige, oder mehrfarbig gefleckte, Kätzchen zur Welt.

Studie erhellt die bisher rätselhafte Musterbildung im Fell von Katzen und anderen Säugetieren

Wie sich Fellmuster in der Theorie vermutlich bilden, hatte 1952 bereits der weltberühmte Mathematiker Alan Turing nahegelegt. In Versuchen konnte dieser Mechanismus bisher aber nicht repliziert werden.

In der aktuellen Studie der Stanford University entdeckten die Forscher, dass sich auf der Haut von Katzen dickere und dünnere Bereiche entdecken lassen – diese bilden in einem späteren Stadium der Entwicklung dann die dunkleren und helleren Partien im Fell von getigerten Katzen.

Die Untersuchungen wurden an Tierembryonen durchgeführt, die bei der Kastration von verwilderten Katzen auftauchten.

Damit aus den helleren und dunkleren Tigerstreifen ein Marmorkuchen ähnlicher Look entstehen kann, muss das Gen für das Protein der Transmembran-Aminopeptidase Q defekt sein, so die Forscher.

Die Wissenschaftler fanden eine weitere Mutation des Gens DKK4, die offenbar zu einer „getickten“ Fellfärbung führt. Solche Katzen tragen im Gesicht das für getigerte Katzen spezifische Fellmuster, sind am Rest ihres Körpers aber nicht getigert.

Das Gen mit dem ungewöhnlichen Namen Dickkopf 4 wurde übrigens, anders als es der Name vielleicht vermuten lässt, nicht zuerst bei Katzen entdeckt. Wissenschaftler fanden es zuvor bereits bei Krallenfröschen und auch beim Menschen. Für letztere könnte es von besonderem Interesse sein: Es wird vermutet, dass eine gezielte Blockierung dieses Gens die Lernfähigkeit günstig beeinflussen könnte.

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