Flöhe bei Katzen entdecken, bekämpfen und vorbeugen

Flöhe bei Katzen kommen relativ häufig vor. Wobei Freigänger häufiger mit den kleinen lästigen Parasiten in Kontakt kommen als Wohnungskatzen.

Wie man einen Flohbefall bei Katzen erkennt und wie die unliebsamen Blutsauger bekämpft sowie effektiv vorgebeugt werden können, zeigen wir in diesem Beitrag.

Woher kommen Katzenflöhe eigentlich?

Flöhe sind sich schnell verbreitende Parasiten und befallen nicht nur Tiere, sondern auch Menschen. Sie leben auf der Körperoberfläche und ernähren sich vom Blut ihrer Wirte.

Meist werden Floheier oder Larven in der Natur oder im Kontakt mit anderen Tieren auf Katzen (oder ihre Besitzer) übertragen. Auch Wohnungskatzen können Flöhe bekommen, wenn die kleinen Plagegeister an Schuhen oder Kleidungsstücken hängen bleiben und sie auf diese Weise mit nach Hause gebracht werden. Ein anderes Haustier oder ungebetene Gäste wie Nagetiere können ebenfalls Überträger von Flöhen sein.

Einmal in die Wohnung gebracht, schlüpfen Flöhe bereits nach wenigen Tagen aus ihren Eiern und können Katzen befallen. Die Insekten können fast einen Meter weit hüpfen und vermehren sich extrem schnell!

An diesen Anzeichen lässt sich erkennen, ob eine Katze Flöhe hat

Es ist gar nicht so einfach, einen Flohbefall bei Katzen zu erkennen. Denn Flöhe sind nur wenige Millimeter groß, zudem sind nicht alle Katzen gleich empfindlich und zeigen Reaktionen auf Flohbisse.

Kratzt, beißt und putzt sich eine Katze jedoch häufiger als gewöhnlich, kann das auf Flöhe hindeuten. Denn Flöhe verursachen einen unangenehmen Juckreiz. Verhält sich eine Katze unruhiger als sonst, kann dies ebenfalls ein Warnzeichen sein.

Flöhe verstecken sich gerne tief im Katzenfell

Bei Verdacht eines Flohbefalls sollte das Fell der Katze nach Flöhen abgesucht werden. Da Flöhe lichtscheu sind und sich deshalb gerne tief im Katzenfell vergraben, sind sie nicht sofort ersichtlich. Mit Hilfe eines Katzenkamms (oder einem speziellen Flohkamm) lassen sich die Insekten jedoch leicht aus dem Fell kämmen.

Sollten kleine schwarze Körnchen im Kamm hängen bleiben, können diese auf ein Taschentuch abgestrichen und zerdrückt werden. Sind die Körner rötlich oder rotbraun gefärbt, kann man sich sicher sein, dass es sich um Flohkot handelt (die rötliche Farbe ist auf das unverdaute Blut zurückzuführen, das im Flohkot enthalten ist).

Eventuell lassen sich auf der Haut der Katze mehrere rötliche Punkte entdecken. Das sind die Einstiche der Flöhe.

Die Symptome auf einen Blick:

  • Häufiges Kratzen, Beißen und Putzen des Fells

  • Unruhe

  • Schwarze Körnchen im Fell

  • Hautentzündungen

Zeigt eine Katze Symptome eines Flohbefalls, solltest sie schnellstmöglich behandelt werden. Denn je länger die Behandlung hinausgezögert wird, desto mehr Flöhe werden es. Katzenflöhe legen hunderte von Eiern in nur wenigen Wochen!

So wird ein Flohbefall bei Katzen behandelt

Wer noch keine Erfahrung mit der Bekämpfung von Katzenflöhen hat, sollte, auch wenn Flohmittel im Handel frei erhältlich sind, das weitere Vorgehen mit einem Tierarzt besprechen. Dieser wird den Verdacht bestätigen und ein Medikament für die Katze verschreiben. Schnellen Rat bekommt man bei Tierarzt Dr Sam in Düsseldorf, mit dem man sich direkt online verbinden kann.

  • In der Regel wird ein Flohbefall mit einem Flohshampoo und einer Salbe gegen den Juckreiz und Ausschlag behandelt.

  • Zeigt die Katze eine allergische Reaktion oder entzünden sich die Flohbisse, wird ihr ein Antibiotikum oder Allergiemittel verabreicht.

  • Um die Flöhe aus dem Fell zu entfernen, wird das Fell bestenfalls mehrmals täglich mit einem Flohkamm durchgekämmt.

Eine gründliche Wohnungsreinigung ist bei einem Flohbefall unerlässlich

Besonders wichtig ist, dass bei einem Flohbefall auch die Wohnung gereinigt wird. Denn Katzenflöhe verbreiten sich nicht nur im Fell der Katze, sondern auch in ihrer Umgebung.

Deshalb sollten alle Orte gesäubert werden, an denen sich die Katze aufhält. Sämtliche Utensilien wie der Kratzbaum, Spielzeug, Näpfe und Textilien, mit welchen die Katze in Kontakt gekommen sein könnte, sollten nicht vergessen werden.

Neben herkömmlichen Reinigungsmitteln kann der Haushalt auch mit Raum- und Parasitensprays behandelt werden. Es sollte wirklich sehr gründlich geputzt werden, denn aus liegengebliebenen Floheiern kann innerhalb weniger Tage eine neue Generation schlüpfen. Leben weitere Tiere im Haushalt, sollten diese unbedingt auch behandelt werden.

Flöhe können Katzen krank machen

Flöhe sind nicht nur unangenehm, sondern können auch gefährlich werden. Denn kratzen und beißen sich Katzen aufgrund des Juckreizes, kann es zu Verletzungen und Entzündungen der Haut kommen. Flöhe können zudem durch ihren Speichel, der beim Zustechen in den Körper der Katze gelangt, zahlreiche Krankheitserreger und Parasiten übertragen, wie zum Beispiel Bandwürmer.

Daher sollte nach einem Flohbefall auch immer eine Entwurmung vorgenommen werden. Blutarmut und Eisenmangel können weitere Folgen sein, wenn Flöhe sich ungehindert vermehren und der Befall sehr stark ist. Deshalb ist es wichtig, dass Katzenbesitzer ihre Lieblinge vor einem Flohbefall schützen.

Flöhe bei Katzen vorbeugen

Geht eine Katze regelmäßig nach draußen, besteht das Risiko, dass sie immer wieder Flöhe mit nach Hause bringt. In diesem Fall kann es neben regelmäßigen Kontrollen sinnvoll sein, vorbeugende Maßnahmen zu treffen.

Aus der Cat-News.net Redaktion:
  • Besonders einfach und effektiv lassen sich Flöhe mit einem Flohhalsband vorbeugen, das verhindert, dass sich Flöhe im Katzenfell niederlassen.

  • Spot-on-Produkte, die auf dem Nacken aufgetragen werden, sind eine weitere Möglichkeit, Katzenflöhen vorzubeugen. Spot-on Präparate bieten nicht nur einen wirksamen Schutz vor Flöhen, sondern schützen Katzen auch vor Krankheiten durch Zecken.

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