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FIP endlich heilbar? Deutsche Professorin bestätigt Wirksamkeit eines neuen Medikaments

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Bisher galt die Feline Infektiöse Peritonitis (kurz FIP) als Todesurteil für Katzen. Jetzt haben Forscher ein wirksames Medikament dagegen entwickelt, welches die Krankheit heilen kann. Erste Erfolge sind bereits dokumentiert. Doch die Sache hat trotzdem einen Haken.

Denn der Wirkstoff mit dem Namen „GS441524“ ist in Deutschland bisher nicht für die Veterinärmedizin zugelassen. Das bedeutet, dass Tierärzte zwar davon wissen, ihn Katzen jedoch offiziell nicht verabreichen dürfen.

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Doch was für Tierärzte gilt, gilt nicht gleichermaßen für Halter: Im Netz hat sich deshalb eine Community gebildet, die ihr Wissen um den Wirkstoff gegen FIP teilt. Auch Bezugsquellen werden empfohlen.

GS441524 wurde ursprünglich für Menschen entwickelt

Der Bayerische Rundfunk (BR) zitiert die Professorin Katrin Hartmann von der Ludwigs-Maximilian-Universität in München:

„Das ist unglaublich, dass wir etwas finden, das wirklich in der Lage ist, den Tod zu verhindern bei diesen Katzen. Das ist absolut sensationell. Wenn ein Besitzer das Medikament privat anwendet, dann ist das nicht illegal. „

Sie kennt den Wirkstoff GS441524 aus den USA und kann verstehen, dass betroffene Katzenhalter versuchen, sich diesen für ihre Tiere zu beschaffen. Erste Studien, ebenfalls aus den USA, seien vielversprechend.

In Kürze wolle die Professorin für Tiermedizin Studien zur Erforschung des Heilmittels in Deutschland anmelden.

Ursprünglich entwickelt wurde GS441524 für die Behandlung gefährlicher Viruserkrankungen bei Menschen. Durch einen Zufall fanden Forscher in den USA heraus, das er auch FIP bei Katzen heilen kann.

Betroffene Katzenhalter finden Hilfe in einer Facebook-Gruppe

Bis es grünes Licht für Studien in Deutschland gebe, könnten noch einige Jahre ins Land ziehen, so Professorin Hartmann. Bis dahin haben Katzenhalter vermutlich nur die Möglichkeit, sich das Medikament auf Umwegen auf dem Schwarzmarkt zu besorgen.

Verboten ist das nicht. Lediglich Tierärzte könnten ihre Approbation verlieren, wenn sie ein nicht zugelassenes Medikament verabreichen. Sie dürfen Haltern jedoch bei der Verabreichung beratend zur Seite stehen und die Wirkung kontrollieren. Professorin Hartmann rät ebenfalls dazu, die Therapie von einem Tierarzt überwachen zu lassen.

Zur Behandlung von FIP müsse das Medikament für drei Monate täglich mit einer Spritze injiziert werden. Erste Heilungserfolge mit GS441524 finden sich bereits in der Facebook-Gruppe FIPfree:

Bevor eine Katze das Medikament erhält, sollte ein Tierarzt eindeutig die Diagnose FIP gestellt haben. Dazu wird vom Tierarzt ein Labortest gemacht, ein Ultraschall, Röntgen und ein so genannter Real-PCR-Test. Erst wenn alle Diagnosekriterien erfüllt sind, kann von einer vorhandenen Infektion ausgegangen werden.

Immunerkrankung FIP ist schon nach wenigen Tagen tödlich

Die Viruserkrankung gilt als eine der häufigsten Todesursachen bei Katzen. Katzen weltweit sind mit den Corona Viren infiziert, darunter auch viele Jungtiere. Die Viren befinden sich im Darm von Katzen und sind eigentlich harmlos.

Erst durch Stress oder andere Faktoren können die Viren mutieren, sodass sie sich auch in anderen Zellen vermehren. Der Organismus von Katzen wehrt sich dagegen und reagiert mit multiplen Infektionen. Wenn FIP zum Ausbruch kommt, endet die Krankheit oft innerhalb von wenigen Tagen tödlich.

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